Extreme Sturmfluten: Millionen Norddeutsche könnten betroffen sein

  • Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung hervor
  • Die Grünen hatten die Anfrage gestellt
  • Auch Bremen liegt im Gefahrenbereich.
Ein Deich mit Bäumen während einer Sturmflut.
Extreme Sturmfluten sind zwar selten, doch sie kommen vor. Bild: DPA | imageBROKER

Von einer extremen Sturmflut wären an den deutschen Küsten mehr als zwei Millionen Menschen betroffen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet.

Die Angaben beziehen sich auf seltene oder extreme Hochwasser, bei denen Schutzanlagen wie Deiche an ihre Grenzen kommen. Als selten gilt laut Bundesregierung ein Hochwasser, das alle 200 Jahre oder seltener auftreten könnte. Kommt es zu einer solchen Sturmflut, lebten allein in Niedersachsen 1,1 Millionen Menschen in möglicherweise betroffenen Überflutungsgebieten.

Sturmfluten werden künftig wohl höher ausfallen

Aber auch in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg wären große Teile der Bevölkerung möglicherweise gefährdet. An der Nordseeküste Schleswig-Holsteins wären es 76.600 Menschen, an der Ostseeküste des Bundeslandes im Falle eines solchen Ereignisses 20.900. In Mecklenburg-Vorpommern wäre von 68.100 Betroffenen auszugehen, heißt es in der Antwort aus dem Umweltministerium.

Die Regierung geht dem Bericht zufolge davon aus, dass es im Zuge des Klimawandels nicht häufiger zu Sturmfluten kommen wird. Allerdings würden diese aufgrund des insgesamt steigenden Meeresspiegels künftig wohl höher ausfallen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 3. August 2019, 8 Uhr