Hunderte Bremer Studenten warten auf Platz in Wohnheim

  • Der Asta der Uni Bremen fordert mehr Geld für Wohnheime
  • In Hannover und Göttingen warten noch mehr Studenten
  • Situation insgesamt entspannter als vor Wintersemester
Kisten stehen in einer kleinen Wohnung.
Begehrt: Viele Studenten in Bremen und Niedersachsen warten auf ein Zimmer in einem Studentenwohnheim. (Archivbild) Bild: DPA | Carmen Jaspersen

In Bremen und Niedersachsen suchen derzeit mehr als 4.000 Studenten einen Platz in einem Studentenwohnheim. Am angespanntesten ist die Situation in Göttingen und Hannover. Dort warten im Moment 1.698 (Göttingen) beziehungsweise 1.630 (Hannover) Studenten auf einen Platz in einem Wohnheim. In Bremen sind es 442 Studenten.

In allen Städten ist die Lage deutlich entspannter als vor Beginn des Wintersemesters. Damals hatten etwa doppelt so viele Studenten einen Wohnheimplatz gesucht. Dass der Unterschied so groß ist, liegt daran, dass im Herbst immer deutlich mehr junge Menschen ein Studium aufnehmen und viele Studiengänge auch nur im Wintersemester beginnen. Dennoch: "Es bleibt eine große Lücke", sagt Eberhard Hoffmann vom Studentenwerk Hannover zur aktuellen Lage.

Hoher Sanierungsbedarf

Die Studentenwerke im Nordwesten kritisieren, dass die Länder das studentische Wohnen nicht genug förderten. "Das Problem ist, dass wir keine Zuschüsse für Sanierungen bekommen", sagt Christiane Thoroe vom Studentenwerk Ostniedersachsen. Landesweit liege der Sanierungsbedarf im zweistelligen Millionenbereich. Ohne Zuschüsse sei das Mietpreisniveau nicht zu halten. Auch die Studentenvertreter fordern mehr Hilfen für die Studentenwerke.

Der Asta der Universität Bremen sieht das Land gefordert, dafür mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Zwar werde in den kommenden Jahre viel gebaut. Aber auch die Sanierung der bestehenden Wohnanlagen sei zwingend notwendig.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 23. März 2019, 14 Uhr