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So kommen Bremer Studierende an die Corona-Hilfen vom Bund

Ab Dienstag können Studierende, die durch Corona in finanzielle Nöte geraten sind, Geld vom Bund bekommen. Bis zu 500 Euro im Monat sind drin.

Eine Studentin blick resigniert auf ihre leere Geldbörse.
Ebbe im Portemonnaie: Viele Studierende halten sich mit Nebenjobs über Wasser – davon sind viele durch Corona weggefallen (Symbolbild). Bild: Imago | Panthermedia

Die Corona-Pandemie bringt viele Studierende in eine finanzielle Notlage: Nebenjobs brechen weg und Darlehen führen zu weiteren Schulden. Deshalb gibt es nun bundesweite Überbrückungshilfen für Studierende an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen. Die bestehen unter anderem aus Zuschüssen von bis zu 500 Euro im Monat. Im Gegensatz zu den Darlehen, die Bremer Studierende seit April vom Land Bremen bekommen, müssen sie die Bundeszuschüsse nicht zurückzahlen. Zuständig für die Bearbeitung der Anträge sind die jeweiligen Studierendenwerke. Aber wie funktioniert das und wer bekommt die Hilfen wirklich?

Wer kann die Überbrückungshilfe beantragen?
Die Hilfe richtet sich an Studierende, die sich in einer "akuten und pandemiebedingten Notlage" befinden. Das heißt erstmal, dass jeder immatrikulierte Student unabhängig von Alter, Studienzeit, Wohnort oder Hochschule einen Antrag stellen kann, sofern er in einer "finanziellen Notlage" ist. Das bedeutet wiederum, dass zum Zeitpunkt des Antrags weniger als 500 Euro zur Verfügung stehen, erklärt das Bremer Studierendenwerk. Nicht antragsberechtigt seien laut dem Deutschen Studentenwerk außerdem Studierende, die in einem Arbeits-/Dienstverhältnis studieren, ein berufsbegleitendes oder duales Studium machen, Gasthörer sind oder an einer nicht staatlich anerkannten Hochschule studieren.
Wie viel Geld steht den Studierenden zu?
Wenn die finanzielle Notlage nachgewiesen ist, können Studierende zwischen 100 und 500 Euro pro Monat an Zuschüssen erhalten. Wieviel Geld man bekommt, ist davon abhängig, wie hoch der Kontostand ist. Bei weniger als 100 Euro erhält man die vollen 500 Euro Hilfe. Wer bei der Antragsstellung zwischen 400 und 499 Euro auf dem Konto hat, erhält nur noch 100 Euro Zuschuss. Wer darüber liegt, bekommt nichts mehr. Die Anträge können für Juni, Juli und August gestellt werden, wobei die Zuschüsse für jeden Monat erneut beantragt werden müssen. Im Gegensatz zu den Darlehen oder einem Studienkredit muss das Geld nicht zurückgezahlt werden.
Wie wird die Überbrückungshilfe beantragt?
Die Zuschüsse können ab dem 16. Juni auf dem Onlineportal www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de beantragt werden. Dafür müssen Studierende verschiedene Unterlagen hochladen: Immatrikulationsbescheinigung, Personalausweis, Bankverbindung und Belege zur finanziellen Notlage — dazu zählen beispielsweise ungeschwärzte Kontoauszüge. Außerdem müssen sie erklären, dass sie keine weitere pandemiebezogene Unterstützung beantragt haben, warum sie sich in der Notlage befinden und, dass sie ihr Studium erfolgreich zu Ende bringen wollen. Der Antrag sollte bis Ende des Monats gestellt werden, in dem die Hilfe benötigt wird.
Ab wann und wie lange gibt es die Hilfen?
Die Anträge können maximal dreimal hintereinander für die Monate Juni, Juli und August gestellt werden. Laut Studierendenwerk Bremen werden sämtliche Anträge aus technischen Gründen erst ab dem 25. Juni 2020 bearbeitet und bewilligte Zuschüsse im Anschluss ausbezahlt. Über einen Registrierungslink auf dem Portal sollen Studierende sich über den Bearbeitungsstand auf dem Laufenden halten können. Im Falle einer Zusage würde das Geld dann voraussichtlich innerhalb einer Woche überwiesen.

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Autorin

  • Laura Lippert

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 15. Juni 2020, 9 Uhr