Immer weniger Bremern wird der Strom abgedreht

  • Versorger verhängt Energiesperre, wenn Kunde nicht zahlt
  • Zahl der Sperren um ein Viertel gesunken
  • "Runder Tisch" informiert Betroffene über Lösungen
Mit einem Schloss gesperrter Stromzähler (Symbolbild)
Gas-, Wasser- und Strom können abgedreht werden, wenn der Verbraucher nicht zahlt. Bild: Imago | Star-Media

In Bremen und Bremerhaven müssen die Energieversorger immer seltener Wasser und Energie sperren, weil Kunden nicht zahlen können. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Gas-, Wasser- und Stromsperren in 2018 von 6.369 auf 5.581 gesunken, teilten die Akteure des "Runden Tisches" gegen Energiesperren am Dienstag mit. Seit der "Runde Tisch" 2015 mit der Informationskampagne "Zappenduster!" seine Arbeit aufgenommen habe, sei die Zahl der Sperren um fast ein Viertel gesunken.

Die Akteure haben es sich den Angaben zufolge zum Ziel gesetzt, Betroffene schneller und gezielter über Lösungswege bei drohenden Energiesperren zu informieren und bei der Klärung zu helfen. Zu dem Bündnis gehören neben dem Energieversorger SWb, der aus den Stadtwerken Bremen hervorging, mehrere Behörden, Ämter, Jobcenter und Hilfsorganisationen.

Die SWB informiert Betroffene online, telefonisch und in Beratungsgesprächen über ihre Möglichkeiten. Mitarbeitende des Unternehmens könnten laut SWB Betroffene etwa bei der Aufstellung eines Finanzplans bis hin zur Schuldentilgung unterstützen. Zwischen Januar 2017 und Dezember 2018 seien 283 Haushalte beraten worden.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 5. März 2019, 19:30 Uhr