Staatsanwalt ermittelt wegen versuchten Totschlags in Bremerhaven

  • Streit zwischen jungen Männern eskalierte am Dienstagabend
  • Nach ersten Ermittlungen kam ein Messer zum Einsatz
  • Gegen einen mutmaßlichen Täter wurde Haftbefehl erlassen
Nach einem Unfall befinden sich Polizisten an der Unfallstelle
Die Polizei sperrte am Dienstagabend den Bereich Hafenstraße/Lange Straße in Bremerhaven ab (Symbolbild). Bild: DPA | Tino Plunert

Vier Männer sind am Dienstagabend bei einer Auseinandersetzung in Bremerhaven verletzt worden, einer davon schwer. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler von einem Messerangriff aus.

An der Auseinandersetzung am Dienstagabend in der Hafenstraße waren nach derzeitigem Ermittlungsstand sieben Männer zwischen 18 und 20 Jahren beteiligt. Die Staatsanwaltschaft spricht von vier Geschädigten und drei mutmaßlichen Tätern. Bisher sei nur die Identität eines mutmaßlichen Angreifers bekannt, gegen ihn wurde am Mittwochabend Haftbefehl erlassen. Die beiden anderen mutmaßlichen Täter konnten noch nicht gefasst werden. Die Ermittler haben zudem ein Messer sichergestellt.

Weitere Details sind bisher nicht bekannt. Die Polizei ermittelt aktuell, ob es noch weitere Beteiligte gab. Entgegen erster Meldungen handelte es sich laut Staatsanwaltschaft nicht um einen Streit zwischen Großfamilien.

Kein Zusammenhang zu anderen Fällen

In den vergangenen Tagen gab es in Bremerhaven schon zwei Auseinandersetzungen verfeindeter Gruppen. In einem Fall kam es zum Gebrauch einer Schusswaffe. Nach bisherigen Ermittlungen gibt es zu diesen Fällen aber keinen Zusammenhang, so die Staatsanwaltschaft.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 5. August 2020, 12 Uhr