Real-Mitarbeiter demonstrieren auf dem Bremer Marktplatz

  • Etwa 200 Mitarbeiter aus der gesamten Region folgten Verdi-Aufruf
  • Hintergrund: Real ist aus dem Tarifvertrag ausgestiegen
  • Verdi wirft Real vor, "Armutstarif" einzuführen
Eine Gruppe von Menschen mit gelben Westen und Fahnen steht auf dem Bremer Marktplatz
Real-Mitarbeiter demonstrieren auf dem Bremer Marktplatz.

Etwa 200 Mitarbeiter der Supermarktkette Real aus Bremen und Niedersachsen haben sich an einer Kundgebung auf dem Bremer Marktplatz beteiligt. Sie folgten damit einem bundesweiten Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi im Tarifstreit mit dem Unternehmen. Verdi wirft Real Tarifflucht vor.

In Bremen und Niedersachsen sind etwa 2.000 Menschen bei Real beschäftigt. Für heute hat Verdi Mitarbeiter aus Bremen, Bremerhaven, Cuxhaven, Ritterhude und Nienburg zum Streik aufgefordert. Auch morgen soll gestreikt werden. Hintergrund ist der Ausstieg der Supermarktkette aus dem bisherigen Tarifvertrag mit Verdi. Die Gewerkschaft befürchtet dadurch Einkommenseinbußen für die Real-Mitarbeiter von bis zu 25 Prozent, unter anderem durch niedrigere Löhne sowie geringere Urlaubs- und Weihnachtgelder, sagte der Bremer Verdi-Sprecher Herbert Behrens

Die Bremer Betriebsratsvorsitzende Susanne Meister wirft dem Management vor, seine Mitarbeiter in einen Armutstarif zu treiben. Der Real-Mutterkonzern Metro weist das zurück. Er wirft der Gewerkschaft vor, dass sie seit Jahren Verhandlungen über wettbewerbsfähige Löhne blockiert. Real ist finanziell angeschlagen und muss Kosten sparen. Bundesweit arbeiten 34.000 Menschen für die Supermarktkette.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 13. Juli 2018, 14 Uhr