"Nordsee"-Mitarbeiter in Bremerhaven müssen weiter um ihre Jobs bangen

  • Rund 40 Angestellte legten ihre Arbeit nieder
  • Sie protestieren für den Erhalt der Hauptverwaltung
  • Laut Geschäftsführung spreche vieles für einen Verbleib in Bremerhaven
Video vom 5. August 2020
Ein Plakat auf einer Demo von "Nordsee": "Nordfisch - Wir sind fies"
Bild: Radio Bremen

Rund 40 Beschäftigte der "Nordsee"-Hauptverwaltung haben am Mittwoch für den Erhalt des Standorts in Bremerhaven demonstriert. Zu dem Warnstreik hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufgerufen. Sie fordert zudem Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag.

"Unsere Nordsee gehört nach Bremerhaven" und "Wertschätzung sieht anders aus" war auf den Protestplakaten zu lesen. Vor der Firmenzentrale der "Nordsee" im Fischereihafen hatte die NGG Stühle und Tische aufgebaut, mit Klatschen begleiteten die Streikenden Redebeiträge von Gewerkschaftern und Betriebsräten.

Ich bin persönlich irritiert vom Streik der NGG, sehen wir doch, dass zurzeit die Standortfrage zum Beispiel völlig offen ist und überhaupt noch nicht entschieden ist.

Ein Mann guckt in die Kamera.
Carsten Horn, "Nordsee"-Geschäftsführer

120 Mitarbeiter betroffen

Die Ungewissheit belaste die rund 120 "Nordsee"-Beschäftigten seit Monaten, heißt es aus dem Betriebsrat. Jeder bange um seinen Arbeitsplatz und wisse nicht, wie es weitergeht. Laut "Nordsee"-Geschäftsführer Carsten Horn ist die Standortfrage für den Hauptsitz noch nicht entschieden. Aktuell lote das Unternehmen die Rahmenbedingungen aus. Vieles spreche für den Verbleib in Bremerhaven. Ende August könnte es ein Ergebnis geben.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 5. August 2020, 19:30 Uhr