Fragen & Antworten

Diese Idee soll einen Strandbesuch in Zeiten von Corona ermöglichen

Der Tourismusverband will Besucher an der Küste erfassen. Im Internet soll jeder sehen können, wo es schon voll ist. Das Konzept könnte auch nach Corona bleiben.

Strandkörbe stehen an einem Strand.
Ob der Strand in Cuxhaven so leer ist wie hier, sollen Besucher künftig schon zu Hause nachgucken können. Bild: DPA | Sina Schuldt

Wie können Urlaub oder ein Tagesausflug in diesem Corona-Sommer aussehen? Wie vermeidet man Hotspots? Der Tourismusverband "Die Nordsee GmbH" hat jetzt ein Projekt gestartet, das es Gästen ermöglichen soll zu sehen, welche Ausflugsziele gerade gut besucht sind und wo noch ein Plätzchen fürs Strandlaken oder die Picknickdecke frei ist.

Wie genau soll das funktionieren?
Die Hauptidee ist, Urlauber und Tagesgäste besser zu verteilen. Besucher sollen vor ihrer Anreise im Internet sehen, ob ihr Ausflugsziel schon voll ist und wo es in diesem Fall eine Alternative gibt. Das könnte nicht nur für die Besucher hilfreich sein, sondern auch für Einrichtungen. Denn so könnte das Konzept für eine gleichmäßigere Auslastung sorgen.
Wie werden die Besucherzahlen erfasst? Und ist das datenschutzrechtlich erlaubt?
Laut Tourismusverband ist das völlig datenschutzkonform. Es sollen keine Gesichter gefilmt oder Namen erfasst werden. Sensoren, Lichtschranken und Drehkreuze sollen zählen, wie viele Leute etwa auf einem Parkplatz, am Strand oder in einem Schwimmbad sind. Diese Daten sollen dann auf der Website des Tourismusverbandes und des jeweiligen Ortes angezeigt werden. Vor Ort soll es auch Informationstafeln geben. Eine Idee ist ein Ampelsystem: Bei Grün ist noch Platz für mein Strandhandtuch.
Wann startet das Projekt?
Das System werde noch entwickelt, sagt Jonas Hinrichs, Sprecher der "Die Nordsee GmbH". Er hofft, dass am Ende des Sommers alle Touristenorte dabei sind. Erstmal soll es an der Küste starten. Mit dabei sind unter anderem schon Cuxhaven, Dorum, Otterndorf und Butjadingen in der Wesermarsch. Das Land Niedersachsen hat dafür zwei Millionen Euro bereitgestellt. Bremerhaven hat beim Land Bremen Ende Januar auch einen Antrag gestellt. Aber bisher ist noch nichts entschieden. Dabei sei das Vorgehen auch nach der Pandemie noch sinnvoll, sagt Bremerhavens Tourismus-Chef Ralf Meyer. Dann könnten die Gäste abhängig von Wetter und Auslastung sehen, wo sich ein Besuch gerade lohnt.

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Autoren

  • Sonja Harbers Autorin
  • Catharina Spethmann

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Nachmittag, 11. Mai 2021, 17:45 Uhr