Steine auf Straßen gelegt: Angeklagte müssen ins Gefängnis

  • Männer haben in 13 Fällen Steine auf Straßen in Bremen und dem Umland gelegt
  • Sie wurden wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verurteilt
  • Durch eine der Taten wurde eine Person verletzt
In einem Gerichtssaal halten sich zwei Angeklagte pinke Mappen vor ihre Gesichter, um unerkannt zu bleiben.

Das Landgericht Bremen hat zwei junge Männer wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden in Bremen und Umgebung in 13 Fällen unter anderem Steine und Betonbrocken auf Straßen gelegt hatten. Darum muss ein 24-Jähriger jetzt für drei Jahre ins Gefängnis, sein 25 Jahre alter Komplize wurde zu drei Jahren und vier Monaten verurteilt.

Durch eine Tat der beiden wurde eine Person verletzt, als sie mit ihrem Wagen einem Hindernis ausweichen wollte. In vielen anderen Fällen kam es zu Blechschäden an Autos.

Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Versuchter Mord

Die Staatsanwaltschaft hatte eine härtere Strafe wegen versuchten Mordes gefordert – sieben Jahre Haft für den 25-Jährigen, sechs Jahre für seinen Komplizen.

Dem ist die Kammer heute nicht gefolgt. Die Kammer hat es nicht als erwiesen angesehen, dass die beiden Angeklagten mit Tötungsvorsatz gehandelt haben.

Gunnar Isenberg, Sprecher des Landgerichts Bremen

Ursprünglich waren die beiden Männer in mehr als 20 Fällen angeklagt worden, einige Taten konnten ihnen aber nicht einwandfrei nachgewiesen werden. Die nun Verurteilten hatten an unübersichtlichen Stellen auf Straßen im Bremer Süden und im Umland Hindernisse platziert, neben Ziegelsteinen auch Gehwegplatten und Nagelbretter. Als Motiv hatten die beiden Täter Langeweile und persönlichen Frust angegeben.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 10. Dezember 2018, 19:30 Uhr