Infografik

Informationsanfragen zum Starkregen steigen in Bremen rasant an

Bremen Zwei: Wie gut lässt sich Starkregen vorhersagen?

Audio vom 19. Juli 2021
Starkregenkarte von Bremen auf einem Tablet
Bild: Lucky Business
Bild: Lucky Business
  • Bedarf nach Starkregen-Beratungen stark angestiegen
  • Entwicklung von Ereignissen in Westdeutschland beeinflusst
  • Hansewasser bittet um Geduld

Das Abwasserunternehmen Hansewasser Bremen meldet derzeit eine verstärkte Nachfrage nach Beratungen über Starkregenrisikos und Überflutungsgefahrenkarten. Binnen zwei Wochen haben sich die Anfragen nach einer Beratung vor Ort mehr als versechsfacht, die Bestellungen der Karten sind um 900 Prozent gestiegen.

Anfragen zum Thema Starkregenvorsorge bei Hansewasser Bremen

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Die Zahlen sind ungefähre Werte.

Die Stadt Bremen bietet seit einigen Jahren ein Portal zur Starkregenvorsorge, auf dem das Risiko einer Überflutung in den Bremer Gebieten angezeigt wird. Die Nutzer können zusätzlich bei Hansewasser eine Überflutungsgefahrenkarte mit einer detaillierten Auskunft zum eigenen Grundstück per Post oder in Verbindung mit einer Beratung anfordern.

Unwetterereignisse haben sich auf Nachfrage ausgewirkt

Die Anfragen für beide Dienste haben nach den Katastrophen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zugenommen, wie die Sprecherin von Hansewasser Bremen, Svenja Lienau, bestätigt.

Die vermehrten Anfragen nach Überflutungsgefahrenkarten und Beratungen vor Ort zum Thema Rückstau und Überflutungsschutz sind von den Ereignissen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz deutlich beeinflusst.

Svenja Lienau, Sprecherin Hansewasser Bremen

Das bedeutet eine deutliche Arbeitszunahme für die Beschäftigten. Hinzu kommt, dass das Beratungsangebot wegen der Corona-Situation eine Zeit lang eingeschränkt gewesen sei, fügt Lienau hinzu. "Durch die hohe Zahl der Anfragen und aufgrund der Corona-Lage bitten wir um Geduld." Derzeit werde eine digitale Beratung ausprobiert. Die Anfragen kämen aus allen Bremer Stadtteilen, Cluster seien nicht erkennbar.

Für Bremerhaven gibt es zurzeit kein vergleichbares Angebot. Die Verhältnisse in Bremerhaven seien auch andere als in Bremen, sagt dazu der Magistratssprecher, Volker Heigenmooser. Dennoch könne man nicht ausschließen, dass "auch für Bremerhaven ein derartiges Portal in Zukunft ins Auge gefasst werden kann".

Rückblick: So unterstützen Bremer Hilfskräfte Überflutungsgebiete

Video vom 15. Juli 2021
Eine blaue Kiste mit der Aufschrift "Technisches Hilfswerk Ortsverband Bremen-Ost".
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autorin

  • Serena Bilanceri

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 19. Juli 2021, 7:10 Uhr