5 Sommermythen im Schnell-Check

Bremen schwitzt. Und fragt sich wieder Dinge wie "Lindert Joghurt wirklich Sonnenbrand?" oder "Ab wann stirbt das Handy den Hitzetod?". Hier sind die Antworten.

Eine Frau liegt an einem Badesee auf einer Decke und benutzt ein Smartphone.
Smarthphones mögen weder große Hitze noch große Kälte. Bild: DPA | Christin Klose

1 Hitze tötet Handys

Stimmt bedingt. Smartphones hassen allzu große Hitze. Die meisten haben zum Schutz eine Abschaltautomatik. Trotzdem können bei hohen Temperaturen die Batterie und das Display dauerhaft leiden. Es hilft schon, wenn sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Oder das Handy im Freibad unter einem Handtuch liegt. Der kühlste Ort im Auto ist meist der Kofferraum. Auch Navigationsgeräte sind dort im Sommer gut aufgehoben. Hat sich das Smartphone mal zu sehr aufgeheizt, dann keinesfalls zum Abkühlen ins Kühl- oder gar Eisfach packen. Das dann entstehende Kondenswasser könnte ihm den Rest geben.

2 Barfuß Autofahren ist verboten

Stimmt nicht. Man dürfte sich theoretisch sogar ganz nackt ans Steuer setzen, sagt Johannes Boose vom ADAC. Entsprechend darf man auch Flip Flops oder Sandalen tragen. Für ratsam hält er das jedoch nicht und plädiert für geschlossene Schuhe: "Bei einem Unfall droht sonst eine Mithaftung."

Nackte Füße hängen aus Autofenster
Barfuß Auto zu fahren ist grundsätzlich nicht verboten. Bild: DPA | Odilon Dimier

3 Mücken mögen süßes Blut

Stimmt nicht. Warum manche Menschen öfter gestochen werden als andere – das wissen die Forscher tatsächlich noch nicht genau. Was klar ist: Mücken fliegen auf unsere Atemluft, unseren Körpergeruch und unsere Körperwärme. Das CO2, das wir ausatmen, können Mücken schon auf 50 Meter Entfernung wahrnehmen. Ab etwa einem Meter Abstand können sie dann unsere Wärme orten – und dann zuschlagen. Licht lockt Mücken übrigens nicht an. Was aber tatsächlich stimmt: Wenn sie die Wahl haben, steuern Mücken eher Menschen an, die vorher Alkohol getrunken oder Sport getrieben haben. Aber nur, weil sie die dank Körperwärme und Ausdünstungen leichter orten können.

4 Keine Bräune bei Lichtschutzfaktor 50

Stimmt nicht. Man wird nur wesentlich langsamer braun. Selbst im Schatten und bei Bewölkung kommen UVA- und UVB- Strahlen durch: bis zu 90 Prozent bei Bewölkung und im Schatten immerhin noch mindestens die Hälfte der Strahlung. Und da zumindest die faltenverursachenden UVB-Strahlen auch von Fensterglas nicht abgehalten werden: Auch im Haus oder vor einer Autofahrt kann Sonnencreme nicht schaden, um den Alterungsprozess der Haut nicht unnötig zu beschleunigen.

5 Spucke hilft gegen juckende Insektenstiche

Stimmt bedingt. Generell hilft Kühlung gegen Juckreiz. Spucke ist da eine gute "Erste Hilfe", denn sie verdunstet und kühlt damit. Den Effekt hat auch Joghurt oder eine Gurkenscheibe. Diese Verdunstungskälte machen sich auch viele wasserbasierte Brandsalben zunutze. Ist ein Kühlpad griffbereit, ist das sicher effektiver als Speichel.

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Autorin

  • Eva Linke

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier läuft, 25. Juni 2019, 10:45 Uhr