Bremerhavener Seute Deern mit Giftstoffen belastet

  • Buten un binnen berichtete schon im Oktober von Schadstoffen
  • Zeitplan für Abbau des Segelschiffs könnte sich verzögern
  • Ende des Monats soll Seute Deern zu letztem Liegeplatz
Seute Deern ohne Masten im Hafen
Ihren Mast ist sie schon los: die Seute Deern. Nun gibt es Berichte über Giftstoffe. Bild: Radio Bremen | Boris Hellmers

Der marode Bremerhavener Traditionssegler "Seute Deern" ist mit Giftstoffen belastet. Der Abriss des Museumsschiffs wird dadurch Medienberichten zufolge offenbar komplizierter als bislang gedacht. Der eigentliche Plan, das Schiff bis zur Sail abzubauen, ist demnach gefährdet. buten un binnen hatte schon im Dezember über die Schadstoffbelastungen unter anderem durch Asbest berichtet.

Laut "Nordsee-Zeitung" ist die Farbe der Außenhaut mit Asbest versetzt, und auch im Innern des Schiffes wurden krebserregende Stoffe nachgewiesen. Selbst der ehemalige Restaurant-Bereich ist belastet. Für den Rückbau müssen die einzelnen Planken und Bohlen von Farbstoffen befreit werden, bevor das Holz entsorgt werden kann. Was das für die Kosten und den Zeitplan des Rückbaus bedeutet, ist noch unklar.

Die inzwischen mastlose Bark soll Ende des Monats an ihren letzten Liegeplatz gebracht werden. Dort wird sie unter einer Plane abgebaut. Allein die Vorbereitungsarbeiten sollen laut Experten rund 600.000 Euro kosten. Die "Seute Deern" war im August im Alten Hafen von Bremerhaven auf Grund gelaufen. Das Schiff konnte erst nach einem Monat geborgen werden. Der Bund will 46 Millionen für einen Neubau bereitstellen.

Bremenports stellt Pläne für Seute Deern vor

Video vom 6. Dezember 2019
Das Schiff Seute Deern am Anleger.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Next, Nextnews, 11. Januar 2020, 14:30 Uhr