Havarie der "Seute Deern": Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

  • Der Museumsleitung sei kein strafrechtlicher Vorwurf zu machen
  • Laut Staatsanwaltschaft hätten die Verantwortlichen alles versucht, um das Schiff zu retten
  • Eine Anwältin hatte vor einem Jahr Anzeige erstattet
Das Technische Hilfswerk bei der Bergung des Schiffs "Seute Deern" in Bremerhaven.
In der Nacht auf den 31. August 2019 sank die "Seute Deern" im Alten Hafen. Pumpen, die Wasser von Bord befördern sollten, waren ausgefallen. Zuvor hatte es an Bord gebrannt. Bild: THW OV Bremerhaven

Im Fall des maroden Segelschiffs "Seute Deern“ hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen die Leitung des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven eingestellt. Den einzelnen Beteiligten aus der Museumsleitung sei kein strafrechtlicher Vorwurf zu machen, so die Staatsanwaltschaft. Sie hätten nach einem Feuer an Bord alles versucht, das Schiff über Wasser zu halten und mögliche Sanierungen zu klären.

Eine Rechtsanwältin hatte im November vergangenen Jahres Strafanzeige gestellt. Sie warf der Museumsspitze Sachbeschädigung vor – durch unterlassene Sanierung. Das Museums- und Restaurantschiff war im Hafen gesunken und soll nun abgewrackt werden. Stadt und Land planen inzwischen den Bau eines Nachfolgeschiffes aus Stahl.

Rückblick: Bremerhavener Museumsschiff "Seute Deern" auf Grund gelaufen

Video vom 31. August 2019
Die Seute Deern mit Schlagseite
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten 9. Dezember 2020, 18 Uhr