Museumsschiff muss für Bergung der "Seute Deern" weichen

  • "Seefalke" mit Schleppern aus Altem Hafen gezogen
  • Kran macht auf freigewordenem Platz fest
  • Bergung dauert rund drei Wochen
Zwei Schlepper ziehen das Museumsschiff "Seefalke" aus dem Alten Hafen in Bremerhaven.
Der "Seefalke" wurde am Montagvormittag aus dem Alten Hafen geschleppt.

Zwei Schlepper haben am Montagvormittag den historischen Bergungsschlepper "Seefalke" aus dem Museumshafen in Bremerhaven transportiert. Der Schlepper, der zur Flotte des Deutschen Schifffahrtsmuseums gehört, musste Platz machen für die Bergung der "Seute Deern".

Auf dem freigewordenen Platz machte am Nachmittag ein Ponton mit einem Raupenkran fest. Von der schwimmenden Plattform aus soll der Kran dann die tonnenschweren Stangen am Mast der "Seute Deern" abnehmen. Laut Lars Kröger vom Deutschen Schifffahrtsmuseum soll so viel Gewicht wie möglich aus dem Mastenbereich des Schiffs entfernt werden, damit die "Seute Deern" während der Bergung nicht kentert.

Das Abnehmen der Stangen wird voraussichtlich bis Mitte der Woche dauern. Anschließend bereiten Taucher alles für den Einsatz der Hebekissen vor. Mit denen soll die "Seute Deern" stabilisiert werden. In etwa einer Woche sollen die Hebekissen zum Einsatz kommen. Voraussetzung: Das Wetter hält. Bei Sturm könnten sich die Arbeiten laut Schifffahrtsmuseum verzögern.

Rund drei Wochen sind insgesamt für die Bergung der "Seute Deern" eingeplant. Es werden Kosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro erwartet. Das Wahrzeichen der Stadt war vor mehr als einer Woche infolge eines massiven Wassereinbruchs gesunken.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Mittag, 9. September 2019, 13:15 Uhr