Schausteller dürfen ihre Stände in Havenwelten in Bremerhaven aufbauen

  • Zehn Stände dürfen in den Havenwelten stehen
  • Das hat der Magistrat beschlossen
  • So können die Schausteller trotz Corona arbeiten
Ein Riesenrad in Bremerhaven
Der Riesenrad-Betreiber will sein Fahrgeschäft wieder in den Havenwelten aufbauen. Bild: Radio Bremen | Patrick Florenkowsky

Der Bremerhavener Magistrat hat auf Vorschlag von Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) beschlossen, dass im Bereich der Havenwelten bis zum Jahr 2023 bis zu zehn Marktstände und Fahrgeschäfte aufgebaut werden können. "Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens ist kaum davon auszugehen, dass in diesem Jahr kurzfristig wieder ein normales Marktgeschehen stattfinden kann. Daher benötigen die Schaustellerinnen und Schausteller alternative Verdienstmöglichkeiten", so Grantz.

Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte die Stadt den Schaustellern auf dem Wilhelm-Kaisen-Platz einen abgegrenzten Bereich für sechs Stände zur Verfügung gestellt. Zur Unterstützung wurden weitere Marktstände in der Innenstadt zugelassen. In den Havenwelten wurde ein Riesenrad aufgebaut. Doch weil zu den Buden auf dem Wilhelm-Kaisen-Platz kaum Gäste kamen, wurden ab Ende Juni vier Verkaufsstände und zwei Kinderkarussells in den Havenwelten aufgebaut. Dort lief das Geschäft für die Schausteller besser, teilt die Stadt mit.

Schausteller wollen Stände maritim gestalten

Oberbürgermeister Melf Grantz sicherte zu, dass bei der Standvergabe darauf geachtet werde, dass für die ansässigen gastronomischen Betriebe keine zusätzliche Konkurrenz entstehe. Die Marktstände sollen mit ausreichend Abstand und einem entsprechenden Hygienekonzept um das südliche Ende des Neuen Hafens vom Spielplatz bis zum Deutschen Auswandererhaus aufgebaut werden. Der Schaustellerverband hat laut Magistrat angedacht, die Marktstände passend zu den Havenwelten maritim zu gestalten.

Auch der Betreiber des Riesenrades möchte laut Grantz sein Fahrgeschäft in den Havenwelten aufbauen. Er prüfe derzeit den Kauf eines neuen Riesenrades. Dies wäre mit 46 Metern rund 13 Meter höher als das bisherige und soll nach Möglichkeit über wetterunabhängige Kabinen verfügen. "Für den Fall der Anschaffung eines neuen Riesenrades wird dem Betreiber eine fünfjährige Platzgarantie eingeräumt“, so Grantz.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Sonntag aus dem Studio Bremerhaven, 24. Januar 2021, 13:20 Uhr