Zukunft von Bremer Ryanair-Mitarbeitern bleibt ungewiss

  • Unternehmen will über Tarifsozialplan für Mitarbeiter nachdenken
  • Verdi: "Kleiner Schritt nach vorn"
  • Ryanair schließt Bremer Standort unter anderem aufgrund von Warnstreiks
Ryanair-Flugzeuge auf einem Flughafen
Die Ryanair-Verbindungen von und nach Bremen werden künftig von den Zielflughäfen aus bedient. Was das für die rund 90 Mitarbeiter am Bremer Standort bedeutet, ist weiter unklar. Bild: Imago | Horst Galuschka

Die Tarifverhandlungen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit Ryanair in Dublin sind ohne Durchbruch zu Ende gegangen. Weiterhin bleibt unklar, was mit den etwa 90 Mitarbeitern des Bremer Standorts nach dessen Schließung im November geschehen soll. Der Konzern zieht seine beiden in Bremen stationierten Flugzeuge ab, das eigene Terminal hatte Ryanair bereits im Sommer an den Flughafen zurückgegeben. Ein Hauptgrund für die Schritte sind laut der Fluggesellschaft die wiederholten, deutschlandweiten Warnstreiks der Mitarbeiter.

Trotz fehlenden Durchbruchs in den Verhandlungen sprach Markus Westermann, Verdi-Bezirksgeschaftsführer für Bremen, von einem "kleinen Schritt nach vorn". So habe der Konzern in Dublin zugesagt, über einen Tarifsozialplan für die Bremer Beschäftigten nachzudenken. Ein solcher könnte den Mitarbeitern Versetzungen zusagen oder etwa Absicherungen in Form von Abfindungen. Am Wochenende will das Unternehmen entscheiden, ob es derartige Verhandlungen zulässt oder nicht.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 10. Oktober, 13 Uhr