Mehr Rüstungsgüter über Häfen im Land Bremen verschifft

Patronen, wie sie auch im Sturmgewehr G36 der Bundeswehr verwendet werden
Über die Häfen im Land wurden 2020 mehr Rüstungsgüter verschifft als im Vorjahr. Bild: DPA | Thomas Frey
  • 2020 laut Senat fast 20 Tonnen Rüstungsgüter verschifft
  • Gut viereinhalb Tonnen mehr als noch 2019
  • Bremer Linkspartei kritisiert den Anstieg

Über die Häfen im Land Bremen wurden im vergangenen Jahr mehr Rüstungsgüter verschifft als noch im Vorjahr. Nach Angaben des Senats, der auf eine Anfrage der Linksfraktion antwortete, handelte es sich bei den Rüstungsgütern um Patronen für Waffen und Handfeuerwaffen in mehr als 1.000 Containern. Die Gesamtmenge lag bei fast 20 Tonnen, das sind gut viereinhalb Tonnen mehr als noch 2019 erfasst wurden.

Die Fracht kommt per Zug oder Lkw in Bremen oder Bremerhaven an und wird dann über die Häfen exportiert- und zwar nach Nordamerika und Mexiko sowie nach Island und Südafrika. Auf der Empfängerliste der Munition stehen aber auch die Vereinigten Arabischen Emirate.

"Erschreckend" sei dies mit Blick auf die Menschenrechtslage im Land, sagte die friedenspolitische Sprecherin der Bremer Linken, Maja Tegeler, und sie kritisierte die gestiegene Menge an exportierter Munition. Die Entscheidung darüber, ob und wie viele Kriegswaffen über welche deutschen Häfen transportiert werden, fällt die Bundesregierung.

Umstrittener Auftrag: Kriegsschiffe aus Bremerhaven

Video vom 26. April 2021
Ein Kriegsschiff auf dem Wasser in Bremerhaven.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 9. Juni 2021, 15 Uhr