Betrug beim Mindestlohn: 100 Bremer Zöllner im Einsatz

  • Hauptzollamt Bremen beteiligt sich an bundesweiter Aktion
  • Fast 800 Personen wurden in Bremen befragt
  • Ermittlungsverfahren wurden bislang nicht eingeleitet.
Zollbeamte kontrollieren Mitarbeiter in Einzelhandelsunternehmen und Gaststätten in einem Einkaufszentrum.
Die Einsatzkräfte prüften insbesondere im Speditions-, Transport- und Logistikgewerbe. (Symbolbild) Bild: DPA | Stefan Sauer

Bei einer bundesweiten Kontrolle hat der Zoll in Bremen und Niedersachsen zahlreiche Unregelmäßigkeiten beim Mindestlohn festgestellt. Die Einsatzkräfte hatten sich besonders den Einzelhandel, Gaststätten, Hotels, Frisiersalons und Speditionen vorgenommen. Bei jedem zehnten Arbeitnehmer prüfen die Behörden jetzt, ob sie den Mindestlohn erhalten.

Wie die Behörde bekannt gab, befragte der Zoll vergangene Woche bundesweit 32.000 Arbeitnehmer. Mindestens acht Euro 84 pro Stunde stehen ihnen zu, aber im Schnitt bei jedem Zehnten müssen die Kontrolleure jetzt prüfen, ob auch tatsächlich der Mindestlohn gezahlt wurde.

So auch in rund 170 Fällen der Hauptzollämter Bremen und Oldenburg – sie sind zuständig für den gesamten Nordwesten. Die Oldenburger Behörde leitete bereits 13 Ermittlungsverfahren ein wegen zu geringer Löhne. nebenbei ermittelt der Zoll auch wegen illegaler Beschäftigung und Sozialbetrug.

Das Bremer Hauptzollamt prüft rund 100 Fälle, hat aber noch kein Verfahren eingeleitet. Bundesweit waren rund 6.000 Kontrolleure an der Aktion beteiligt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 17. September 2018, 23:30 Uhr