Rakete bringt Bremer Satelliten ins All

Eine Ariane-5-Rakete mit vier neuen Satelliten im Gepäck ist um Punkt 19:36 Uhr und 4 Sekunden von Französisch-Guayana aus ins All gestartet. Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB hat die Satelliten für das neue europäische Navigationssystem Galileo gebaut.

Eine Ariane-Rakete kurz vor dem Start bei guten Wetter mit wenig Wolken.

In Auftrag gegeben wurden die Satelliten von der Europäischen Kommission, die mit Galileo ein unabhängiges europäisches Navigationssystem schaffen will. Die neuen Satelliten sollen weltweit verschiedene Dienste zur Positionsbestimmung und Navigation ermöglichen, die unter anderem von Sicherheitsbehörden sowie internationalen Such- und Rettungsdiensten genutzt werden sollen. Erste Funktionen des Galileo-Systems werden bereits seit Dezember 2016 genutzt.

Bremer Luft- und Raumfahrtbranche boomt

Hauptauftragnehmer für das Programm ist das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB. Nachdem das Unternehmen mehrere Ausschreibungen der European Space Agency (ESA) gewonnen hatte, wird es bis zum Abschluss des Programms voraussichtlich 34 Galileo-Satelliten gefertigt haben.

Raketenstart

OHB ist Teil einer boomenden Branche in Bremen: Laut Informationen der Wirtschaftsförderung Bremen sind rund 12.000 Mitarbeiter in der Luft- und Raumfahrt beschäftigt, mehr als 100 Unternehmen aus der Branche sind in der Region aktiv. Mit Unternehmen wie der Airbus Group, OHB und Rheinmetall Electronics gehört Bremen im deutschlandweiten Vergleich zu den umsatzstärksten und bedeutendsten Standorten der Luft- und Raumfahrtbranche. So werden in Bremen neben Satelliten auch Raketenteile entwickelt und produziert – unter anderem die Oberstufe der Ariane-5-Rakete, die von Airbus Defence and Space in Bremen hergestellt wurde und nun beim Raketenstart zum Einsatz kommt.

Der Rakenstart im Stream der ESA

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 12. Dezember 2017, 19:30 Uhr.