Prozess um Vatermord hat in Verden begonnen

  • Junger Mann soll Vater erstochen haben
  • Prozess hat vor Landgericht Verden begonnen
  • Aussage der Mutter noch heute erwartet
Das Landgericht Verden.
Die Kammer des Landgerichts Verden hat weitere Termine bis Ende Februar anberaumt. Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Er soll seinen Vater im Schlaf erstochen haben – dafür muss sich ein 19 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Verden verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem jungen Deutschen heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor.

Am ersten Verhandlungstag regte einer der drei Verteidiger an, den Angeklagten möglichst schnell psychiatrisch zu untersuchen. Das Motiv der Tat sei noch völlig unklar. "Er hat letztlich den getötet, den er auch geliebt hat. Das, was dahinter steht, muss man aufklären." Auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters sagte der Angeklagte, er sei bereit, mit der psychiatrischen Sachverständigen zu reden.

Laut Anklage soll er Ende Mai 2017 ins elterliche Schlafzimmer in Osterholz-Scharmbeck gegangen sein und seinem dort schlafenden Vater ein Messer in den Hals gerammt haben. Als der blutende Vater sich aufrichtete, soll der Angeklagte weiter auf den Mann eingestochen haben. Der 58-Jährige starb am Tatort. Am ersten Verhandlungstag soll die Mutter des 19-Jährigen als Zeugin vernommen werden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem jungen Mann heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor. Die Verteidigung sagte zu Beginn des Prozesses, dass es an der Täterschaft keine Zweifel gebe. Ob sich der Angeklagte selbst zur Tat äußern wird, ist unklar.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 3. Januar 2017, 9 Uhr