Personalrat Schulen: Bremer Regelungen sind "schädlich und gefährlich"

  • Die geplanten Regelungen würden die Gesundheit gefährden
  • Freiwilliger Besuch der Schule wird als "pädagogisch nicht wertvoll" bewertet
  • Personalrat beklagt Missachtung seiner Rechte und fordert Beteiligung
leerer Klassenraum
Für Bremens Schuljahrgänge gibt es unterschiedliche Konzepte. Die Anwesenheitspflicht bleibt bis Ende Januar ausgesetzt Bild: Radio Bremen | Ulrike Kunze

"Pädagogisch nicht wertvoll" und gefährlich für die Gesundheit nennt der Personalrat die aktuelle Lösung. Gestört sei auch die Zusammenarbeit mit Senatorin Claudia Bogedan (SPD). Die jüngsten Pläne der Bildungsbehörde zum Schulbetrieb würden das "unkalkulierbare Vorgehen vor Weihnachten" fortsetzen. In einer Mitteilung ist von einem "Flickenteppich von Regelungen" die Rede, "der in mehrfacher Hinsicht schädlich und gefährlich" sei.

"Ein Risiko für die Gesundheit"

Der Gesundheitsschutz all derer, die in den Schulen lernen und arbeiten, werde missachtet, so der Personalrat. Die Bildungsbehörde würde das Ansteckungsrisiko in unteren Jahrgängen vernachlässigen. Verantwortliche würden weder über eine Maskenpflicht für alle Schulstufen, noch über die ansteckendere Variante des Virus sprechen.

"Pädagogisch nicht wertvoll"

An den Tagen vor Weihnachten sind nach Angaben des Personalrats 15 Prozent der Schüler zur Schule gegangen. Dies sei Betreuung gewesen – aber kein sinnvoller Unterricht. Gefordert werden verlässliche Konzepte, wie zum Beispiel ein planbarer Distanz- oder Wechselunterricht. Alle Vorschläge, die der Personalrat hinsichtlich einer Anpassung der Abiturthemen und der Bildungspläne schon vor Ende der Sommerferien gemacht habe, habe die Behörde in den Wind geschlagen.

Zusammenarbeit mit der Behördenspitze empfindlich gestört

Der Personalrat beklagt außerdem, dass seine Rechte derzeit nicht eingehalten würden. "Wir als gewählter Personalrat sind bei den Entscheidungen von Bildungsbehörde und Senat im Wesentlichen auf die Rolle von Zuschauer*innen reduziert worden", heißt es in der Mitteilung. So sei der Personalrat nach Kritik an wöchentlichen Lagebesprechungen ausgeschlossen worden.

Das stellt einen Tiefpunkt in einer auch vorher nicht immer einfachen Zusammenarbeit dar, für die laut Personalvertretungsgesetz gleichberechtigte Mitbestimmung vorgesehen ist. 

Personalrat Schulen, Pressemitteilung

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Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. Januar 2020, 19:30 Uhr