74 Prozent weniger Fluggäste in Bremen

  • Knapp 600.000 Passagiere am Bremer Flughafen 2020
  • 2019 zählte der Airport 2,3 Millionen Fluggäste
  • Airport macht Verlust von 20 Millionen Euro
Verwaiste Check-In-Schalter am Bremer Flughafen.
Der Bremer Flughafen hat in Folge der Corona-Pandemie einen dramatischen Passagierrückgang zu verbuchen. Bild: DPA | Oliver Baumgart

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben am Bremer Flughafen im Jahr 2020 zu einem massiven Rückgang der Passagierzahlen geführt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Airports hervor. Den Zahlen zufolge nutzten im vergangenen Jahr rund 600.000 Passagiere den Flughafen. Ein Jahr zuvor waren es noch 2,3 Millionen. Die Differenz ergibt einen Rückgang von 74 Prozent. Die Zahl der Flüge sank um 50 Prozent von 29.533 auf 14.661.

Ein bisschen besser sieht es bei den Frachtflügen aus. Zwar sank das Fracht-Ergebnis insgesamt um 19 Prozent. Im November verbuchte der Flughafen laut Pressemitteilung aber mit knapp 876 Tonnen einen Rekordumschlag.

Sinkende Einnahmen bei weiter laufenden Ausgaben

Wegen der immer wieder wechselnden Quarantänebestimmungen befinde sich der Flughafen faktisch seit Monaten im Lockdown, sagt Geschäftsführer Elmar Kleinert. "Der Bremen Airport hat als systemrelevanter Partner den Flugbetrieb seit März permanent aufrechterhalten, um Fracht- und Ambulanzflüge jederzeit sicherzustellen." Das habe zu drastisch gesunkenen Einnahmen, bei weiter laufenden Ausgaben geführt. "Deshalb haben wir im Jahr 2020 einen Verlust von rund 20 Millionen Euro zu verzeichnen", sagt Kleinert.

Kleinert fordert, dass die angekündigte Unterstützung aus der Luftverkehrskonferenz nun zügig umgesetzt und zumindest ein Teil der entstandenen Vorhaltekosten vom Bund aufgefangen wird. Bis Mitte des Jahres sei der Bremer Flughafen aber finanziell abgesichert.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 19. Januar 2021, 19:30 Uhr