Exklusiv

Vorerst kein Azubi-Wohnheim im Papageienhaus

  • Bei Ausschreibung fand sich kein Investor für das Hochhaus
  • Gebäude in Bremer Bahnhofsvorstadt sollte Azubi-Wohnheim werden
  • Künstlerkollektiv Zuckerwerk wird ab Herbst Zwischenmieter
Das Papageienhaus in Bremen hat weiterhin keinen Investor

Die Zukunft des Bremer Jacobushauses, bekannt als Papageienhaus, ist wieder fraglich. Denn die Suche nach einem Investor für das Gebäude in der Bremer Bahnhofsvorstadt war erfolglos. Das hat die städtische Verwaltungsanstalt Immobilien Bremen gegenüber buten un binnen bestätigt.

Auf Wunsch des Senats sollte in dem Gebäude auf 4.000 Quadratmetern ein Azubi-Wohnheim mit rund 100 Zimmern entstehen. Die Stiftung Azubiwerk, die in Hamburg bereits ähnliche Einrichtungen betreibt, hatte im Vorfeld der Ausschreibung Interesse bekundet, gab aber letztendlich kein Angebot ab. "Wir sind jetzt in Gesprächen, um zu klären, woran es gelegen hat", sagt Peter Schulz von Immobilien Bremen. Man wolle erfahren, welche Hindernisse potenzielle Investoren bei der Immobile sehen und diese nach Möglichkeit aus dem Weg räumen.

Künstlergemeinschaft wird zunächst Zwischenmieter

Hochhaus mit bunten Fenstern.
Das als "Papageienhaus" bekannte Jacobushaus in der Bremer Bahnhofsvorstadt.

Immobilien Bremen will nach eigener Darstellung weiter daran arbeiten, das Azubi-Wohnheim im Jacobushaus doch noch zu ermöglichen. Die unteren Etagen des Gebäudes sind nun laut Immobilien Bremen für eine Zwischennutzung freigegeben worden. Das Künstlerkollektiv Zuckerwerk will dort demnach ab Herbst einen Club betreiben.

Bis 2015 hatte die Innere Mission im Jacobushaus ein Männerwohnheim für Obdachlose betrieben. Ein entsprechender Nutzungsvertrag wurde allerdings auf Wunsch der damaligen Betreiber aufgelöst. Eigentlich wollte Bremen bereits im vergangenen Jahr mit ersten Umbauarbeiten für eine neue Nutzung beginnen. Auch verschiedene Zwischennutzungen des Gebäudes waren im Gespräch. Bisher ist aber nichts geschehen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, buten un binnen, 16. August 2019, 19:30 Uhr