Bremer Satellitenbauer OHB geht bei Galileo-Projekt leer aus

  • OHB erhält keinen Auftrag für Galileo-Navigationssystem
  • Der Zuschlag geht an andere Unternehmen
  • OHB hatte das Projekt ursprünglich aufgebaut
Eine Grafik des europäischen Navigationssatellitensystems "Galileo"
An der ersten Galileo-Generation hat OHB noch mitgebaut. Jetzt soll Schluss sein. (Archivbild) Bild: DPA | Ingo Wagner

Das Bremer Unternehmen OHB geht beim Auftrag für den Bau weiterer Satelliten für das Navigationssystem Galileo leer aus. Entsprechende Berichte der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" wurden jetzt bestätigt. Danach geht der Zuschlag für den Bau der zweiten Generation an Galileo-Satelliten künftig an zwei andere Unternehmen. Nämlich an Airbus und die französisch-italienische Thales Alenia Space.

Es geht um den Bau von insgesamt zwölf neuen Satelliten im Auftrag der europäischen Raumfahrtagentur ESA mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Euro. Diese neuen und leistungsstärkeren Satelliten sollen ab 2024 ins All geschickt werden und einige der insgesamt 22 dort schon vorhandenen Satelliten ersetzen.

Für das börsennotierte Bremer Familienunternehmen OHB ist dies ein schwerer Rückschlag. Es hatte das Galileo-Projekt ursprünglich aufgebaut.

Bremen im All: Galileo

Video vom 1. Oktober 2018
Eine Grafik eines Satelliten der eesa
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 19. Januar 2021, 19:30 Uhr