Bremen und Bremerhaven wollen Konzept für Modellprojekt erarbeiten

  • Bald könnten Geschäfte oder Kultureinrichtungen wieder öffnen
  • Bremen und Bremerhaven planen ein Modellprojekt
  • Viele Fragen sind noch offen
Auf einem Schild in der Obernstraße steht "Wir haben geöffnet" (Archivbild)
Ob Geschäfte bald öffnen können? Bild: DPA | Sina Schuldt

Auch in Bremen macht sich der Senat jetzt Gedanken über mögliche Öffnungsstrategien, also Modellprojekte. Bremen und Bremerhaven wollen in den nächsten Tagen ein Konzept für solch ein Projekt erarbeiten. Das ist das Ergebnis eines Treffens, zu dem Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) und Wirtschafssenatorin Kristina Vogt (Linke) unter anderem Wirtschafts- und Arbeitnehmerinnen-Vertreterinnen und Vertreter eingeladen hatten.

"Das Rathaus wird jetzt einen Vorschlag erarbeiten, wie und unter welchen Voraussetzungen solche Modellprojekte realisiert werden können" sagte der Sprecher des Senats, Christian Dohle. In der Stadt Bremen ist der Inzidenzwert am Mittwoch unter die 100er-Marke (97,8) gesunken. Allerdings sind die Zahlen wegen der Osterfeiertage zurzeit nicht besonders aussagekräftig.

Viele Fragen warten auf Antworten

Vieles ist noch offen nach dem Treffen, bei dem es darum ging, die Bedingungen und den Rahmen für Modellprojekte in Bremen und Bremerhaven abzustecken. Klar ist: Es wird nur begrenzte Lockerungen für bestimmte Stadtteile oder Branchen geben. Unklar ist noch, wer sein Geschäft öffnen darf und welche Kultur- und Freizeiteinrichtungen mitmachen können. Auch muss noch geklärt werden, wann die Modellprojekte starten könnten.

Senat, Magistrat und Handelskammer wollen jetzt jeweils Konzepte erarbeiten. Akteure aus Handel, Gastronomie, Kultur und Sport können ihre Ideen dafür einreichen. Bremerhaven will sein Konzept für das Modellprojekt schon nächste Woche vorstellen. Man denke an ein Stufenmodell, so der Magistratssprecher Volker Heigenmooser.

Projekte in Niedersachsen schon gestartet

In Niedersachsen sind ähnliche Modellprojekte bereits in 13 Städten gestartet. Darunter sind auch Achim, Oldenburg und Cuxhaven. Am vergangenen Samstag hatte das Land erst 14 Städte mit einer Inzidenz unter 100 für das Projekt ausgewählt. Eine davon wurde nachträglich wieder zurückgenommen, da sie die Anforderungen doch nicht erfüllt hatte.

Die verbleibenden 13 Städte wollen in der kommenden Woche mit den Lockerungen beginnen und zum Beispiel "sichere Zonen" einrichten: Dort dürfen unter anderem Geschäfte und die Außengastronomie öffnen. Passanten müssen aber einen negativen Coronatest vorweisen und eine App zur Nachverfolgung von Infektionen nutzen.

Lockdown oder Lockerung: Wie verhält sich Bremen?

Video vom 7. April 2021
Das Bremer Rathaus im Regen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Weitere Informationen:

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 8. April 2021, 7 Uhr