Gesund oder nicht? "Nutri-Score" soll Lebensmittel kennzeichnen

  • Bremer Verbraucherzentrale spricht sich für Lebensmittelkennzeichnung mit "Nutri-Score" aus
  • Lebensmittel-Logo schnitt bei Befragung in Auftrag des Bundes am besten ab
  • Nutri-Score zeigt Fett-, Salz-, Zuckergehalt auf Verpackungen an
Eine Lebensmittel-Ampel auf einer Verpackung von lebensmitteln
Das Lebensmittel-Logo Nutri-Score stößt auch bei der Bremer Verbraucherzentrale auf Zustimmung. Bild: dpa | Patrick Pleul

Nach jahrelangem Streit über eine klarere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz hat sich Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) für das in Frankreich eingeführte System "Nutri-Score" ausgesprochen. In einer offiziellen Verbraucherbefragung schnitt dieses Kennzeichnungs-System am besten ab, wie die CDU-Politikerin am Montag in Berlin sagte. Die Verbraucherzentrale Bremen begrüßt die Entscheidung.

Verbraucherzentrale Bremen: "Einfache Kennzeichnung wichtig"

Bundesministerin Klöckner will nun eine Verordnung vorlegen, die den Rechtsrahmen schaffe, sodass Unternehmen das Logo freiwillig auf der Vorderseite vieler Packungen verwenden können. Die zusätzliche Kennzeichnung könne helfen, "die gesunde Wahl zur einfachen Wahl zu machen", sagte Klöckner. In der Befragung im Auftrag des Ministeriums habe Nutri-Score in allen Fragestellungen an erster Stelle gelegen – bei der Frage, welches Modell in Deutschland eingeführt werden solle, mit 57 Prozent.

"Wir sprechen uns ebenfalls klar für den Nutri-Score aus. Eine einfache Kennzeichnung bei verarbeiteten Lebensmitteln ist wichtig, um die Zusammensetzung auf den ersten Blick erkennen zu können. Das hat sich bei den Energieeffizienzklassen bereits bewährt, sagte Gertraud Huisinga, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 30. September 2019, 14 Uhr