Schließt "Nordsee" seine Firmenzentrale in Bremerhaven?

  • "Nordsee" überlegt, die Zentrale von Bremerhaven in eine andere Stadt zu verlegen
  • Belegschaft bereits informiert
  • 120 Mitarbeiter wären betroffen
Ein Nordsee-Restaurant mit Gästen
"Nordsee“ will möglicherweise die Hauptverwaltung in Bremerhaven mit der Marketing-Abteilung in Düsseldorf zusammenlegen. Bild: DPA | Jens Wolf

Die Schnellrestaurantkette "Nordsee“ hat bestätigt, dass es Überlegungen gibt, die Firmenzentrale von Bremerhaven in eine andere Stadt zu verlegen. Das Unternehmen habe die Belegschaft in der vergangenen Woche darüber informiert. 120 Mitarbeiter arbeiten insgesamt in der Bremerhavener Zentrale.

"Nordsee“ will möglicherweise die Hauptverwaltung in Bremerhaven mit der Marketing-Abteilung in Düsseldorf zusammenlegen. Neuer Standort könnte dann vielleicht Düsseldorf sein. Aber auch Hamburg oder eine andere Großstadt sollen infrage kommen. Die Lohnbuchhaltung soll an einen Dienstleister ausgelagert werden. Die Geschäftsleitung betonte aber, dass noch nichts feststeht. Sie berät nach eigenen Aussagen aktuell mit dem Wirtschaftsausschuss und dem Betriebsrat, wie es weitergehen soll.

Ziel ist es, gemeinsam mit den oben genannten Gremien sicherzustellen, dass Nordsee den Agilitätsanforderungen des Marktes heute und in Zukunft noch besser entsprechen kann. In diese Gespräche sind beide Hauptverwaltungsstandorte, Bremerhaven und Düsseldorf, inkludiert.

Antwort der "Nordsee GmbH" auf eine Anfrage von buten un binnen

Der Betriebsrat beschreibt die Stimmung bei der Belegschaft als gedrückt bis wütend. Er fühlt sich nach eigener Aussage auch sehr spät über die Pläne informiert.

Wirtschaftsförderungsgesellschaft hatte Neubau bezuschusst

Die Stadt Bremerhaven hat nach Angaben eines Sprechers noch keine offiziellen Informationen. Der Oberbürgermeister wolle nun Kontakt zum Unternehmen aufnehmen. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS sagte, man sei in Gesprächen mit dem Unternehmen. Sie hatte den Neubau der "Nordsee“ bezuschusst. Der Zuschuss war an die Zusage der "Nordsee“ gebunden, die Arbeitsplätze zu erhalten.

"Nordsee“ war vor rund einem Jahr an den schweizerisch-belgischen Finanzdienstleister Kharis Capital verkauft worden.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 23. September 2019, 16 Uhr