Hauptsitz der Restaurantkette "Nordsee" bleibt in Bremerhaven

  • Geschäftsführung hat sich für Standort Bremerhaven entschieden
  • Konzern will sich trotzdem verändern, um konkurrenzfähig zu bleiben
  • Keine tarifliche Einigung mit der Gewerkschaft NGG
Video vom 2. Dezember 2020
Das Logo der Restaurantkette "Nordsee".
Bild: Radio Bremen

Der Hauptsitz der Fischrestaurantkette "Nordsee" bleibt in Bremerhaven. Das hat die Geschäftsführung am Abend bekanntgeben. In den vergangenen Monaten hatte "Nordsee" immer wieder öffentlich mit dem Gedanken gespielt, den Hauptsitz aus Bremerhaven weg zu verlegen. Teile der Belegschaft hatten zusammen mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mehrfach gestreikt. Schließlich hatten Vermittlungen der Bremerhavener und Bremer Bürgermeister, Melf Grantz und Andreas Bovenschulte (beide SPD), zur Aufnahme von Gesprächen geführt.

Nun können die 120 Beschäftigten der Fischrestaurantkette in der Seestadt aufatmen. Nach Monaten der Unsicherheiten steht jetzt fest, der Hauptsitz bleibt am Traditionsstandort in Bremerhaven. Trotzdem müsse sich der Konzern verändern, heißt es von der Geschäftsführung in einer Mitteilung an die Beschäftigten. Andernfalls würde der Konzern von konkurrierenden Unternehmen überholt werden. Was dies konkret heißt, blieb zunächst unklar. Eine tarifliche Einigung konnte nicht erzielt werden – trotz mehrerer Verhandlungstage mit der NGG.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sowie Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) reagierten erleichtert auf die Entscheidung des Unternehmens. Das sei eine gute Nachricht für Bremerhaven, hieß es am Abend in einer gemeinsamen Erklärung. Man hoffe, dass der Beschluss auch für die Beschäftigten eine dauerhafte Perspektive am Standort Bremerhaven bedeute.

Rückblick: "Nordsee"-Mitarbeiter streiken für Verbleib in Bremerhaven

Video vom 28. September 2020
Zwei Personen malen mit neonfarben auf die Straße.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 2. Dezember 2020, 19:30 Uhr