Neue Durchsuchungen im Fall Niels Högel

  • Polizei durchsucht Räume im Klinikum Oldenburg
  • Außerdem wurde die Privatwohnung eines Mitarbeiters durchsucht
  • Beamte beschlagnahmen Unterlagen und Speichermedien
Niels Högel sitzt neben seine Anwältin auf der Anklagebank
Ab Oktober muss sich Niels Högel erneut vor Gericht verantworten.

Im Fall des verurteilten Patientenmörders Niels Högel hat es am Mittwoch neue Durchsuchungen im Klinikum Oldenburg gegeben. Polizei und Staatsanwaltschaft durchsuchten Diensträume und die Privatwohnung eines Mitarbeiters. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden Unterlagen und Speichermedien sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen fünf ehemalige verantwortliche Mitarbeiter des Oldenburger Krankenhauses wegen Totschlags durch Unterlassen. Sie stehen im Verdacht, Hinweisen auf die Taten von Niels Högel nicht nachgegangen zu sein.

Die Staatsanwaltschaft hatte den bereits wegen Mordes verurteilten Ex-Krankenpfleger Niels Högel erneut angeklagt – wegen Mordes in 98 weiteren Fällen. Ab Oktober wird er erneut vor Gericht stehen. Für sechs Taten musste sich der Ex-Pfleger bereits vor Gericht verantworten, er sitzt seitdem im Gefängnis.

Högel hatte seinen Patienten eigenmächtig Medikamente gespritzt, die tödliche Nebenwirkungen hatten. Anschließend versuchte er, seine Opfer wiederzubeleben, um Kollegen sein Können zu beweisen.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 17. Mai 2018, 6 Uhr