Essen für Bedürftige vom "guten Griechen von Bremerhaven"

Großer Ansturm im Bremerhavener "Theo": Zum Adventsessen haben die AWO und ein Gastronom Bedürftige eingeladen. Sein Spitzname: "Der gute Grieche von Bremerhaven".

Schlange stehen sind die Kunden der Bremerhavener Tafel oft gewohnt. Doch diesmal standen sie nicht für Lebensmittel an, sondern für ein opulentes Menü. Gastronom Alexis Vaiou und Manfred Jabs, Chef der Bremerhavener Tafel der Arbeiterwohlfahrt (AWO), luden Hilfebedürftige wieder zum Nikolausessen ein – Hunderte kamen.

Vaiou, der in der Stadt ein griechisches Restaurant betreibt, hatte wegen des Ansturms Sorge – und wegen des großen Appetits seiner Gäste: "Hoffentlich ist genug Essen da, die Leute holen sich alle mehrmals nach ..." Doch am Ende wurden alle satt, Vaiou hatte richtig geschätzt.

Für ihn, der bei vielen den Spitznamen "Der gute Grieche von Bremerhaven" trägt, war das schließlich nicht die erste Veranstaltung dieser Art. Er und Manfred Jabs hatten vor drei Jahren mit einem Oster-Essen für Tafel-Kunden begonnen, danach wurde die Gourmet-Sause in die Weihnachtszeit verlegt. An der Aktion beteiligen sich zahlreiche ehrenamtliche Helfer und Vereine.

Kostenlose Brillen und Gratis-Frisuren

Mittlerweile gibt es nicht nur Essen, sondern auch medizinische Angebote. Man kann sich nach dem Essen sogar kostenlos frisieren lassen oder eine neue Brille aussuchen, für die sich viele die Zuzahlungen nicht mehr leisten können.

"Viele Menschen in der Stadt können diese Hilfe wirklich gut gebrauchen", sagt Vaiou. Mit vielen anderen Spendenaktionen hat Alexis Vaiou Menschen schon ganz woanders geholfen: Er sammelte in Bremerhaven immer wieder Sachspenden ein, die er dann in ganzen Lastwägen nach Griechenland bringen ließ. "Uns geht es hier so gut", denkt der Gastronom, "daran sollten wir andere teilhaben lassen, egal ob in Griechenland oder Bremerhaven."

  • Boris Hellmers

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 6. Dezember 2017, 12:10 Uhr