Warum Kinder in Bremen jetzt Nummern bekommen

  • Identifikationsnummer für Erstklässler ab 2018
  • Überblick beim Thema Nachmittagsbetreuung
  • Behörde will so den Verwaltungsaufwand verringern
Eine Gruppe Kinder mit Betreuer im Herbstlaub
Die Betreuung am Nachmittag wird nach den Sommerferien 2018 neu geregelt. Bild: DPA | Winfried Rothermel

In Bremen wird die Vergabe von Hortplätzen neu geregelt. Dafür bekommen Erstklässler ab kommendem Jahrgang eine Identifikationsnummer. Für Eltern und Behörden soll die Bewerbung um eine Nachmittagsbetreuung dadurch einfacher werden. Die Eltern von fast 4.400 Kindern, die im 2018 Sommer eingeschult werden, wurden in den vergangenen Tagen von der Bremer Bildungsbehörde angeschrieben. In dem Brief steht: Jedes Kind bekommt eine eigene "Betreuungskennziffer" – und behält diese bis zum vierzehnten Lebensjahr. Sie wird benötigt, wenn Eltern ihr Kind zusätzlich zur Schule noch für eine Betreuung am Nachmittag – zum Beispiel in einem Hort – anmelden wollen.

Zum einen wollen die Behörden so Mehrfach-Anmeldungen und Zusagen verhindern. Zum anderen könnten die Daten aus Schul- und Hortanmeldungen miteinander verknüpft werden, heißt es aus der Behörde. So würden Betreuungseinrichtungen sofort feststellen, welche Schüler nicht zur Ganztagsschule gehen, und damit Anspruch auf einen Betreuungsplatz am Nachmittag haben. Bremen hofft mit Einführung der Betreuungskennziffer auch, den Verwaltungsaufwand verringern zu können.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 22. Dezember 2017, 6 Uhr