Nahles: Ohne Quote und neues Wahlrecht keine Gleichstellung

  • SPD-Bundesvorsitzende fordert mehr politischen Druck
  • Nahles sprach im Bremer Landtag als Gastrednerin des 44. Schafferinnenmahls
  • Dieses Frauentreffen gibt es seit 1975 als Gegenpol zur Schaffermahlzeit
Andre Nahles von der SPD beim Schaffarinnenmahl.
Bild: Importer

Gleichstellung ist für SPD-Chefin Andrea Nahles keine Selbstverständlichkeit. Das sagte sie am Donnerstagabend beim 44. Schafferinnenmahl in der Bremischen Bürgerschaft. Als Gastrednerin sprach Nahles zum Thema "100 Jahre Frauenwahlrecht".

Was an Gleichstellung erreicht wurde, sei nicht sicher. Deswegen brauche es weiter politischen Druck, um mehr Frauen in der Wirtschaft und in der Politik zu etablieren. So plädierte Nahles vor den 100 geladenen Frauen für die Frauenquote und für eine Reform des Wahlrechts mit dem Ziel, dass genauso viele Frauen wie Männer in den Parlamenten sitzen. Gegen soziale Ungerechtigkeit forderte sie eine Aufwertung der sozialen Berufe.

Wir müssen auch in den sozialen Bereichen Tarifverträge hinbekommen.

Andre Nahles von der SPD beim Schaffarinnenmahl.
Andrea Nahles, SPD-Bundesvorsitzende

Nötig sei dafür eine gesetzliche Regelung auf Bundesebene, um Rechtssicherheit zu schaffen. Bremen habe bereits versucht, das im Pflegebereich anzuschieben. Das sei vorbildlich, meinte Nahles. Das Schafferinnenmahl wurde 1975 als Protest gegen die ausschließlich Männern vorbehaltene Schaffermahlzeit gegründet. 100 Bremer Frauen aus den unterschiedlichsten Berufen werden seitdem jährlich zum Netzwerken von der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen eingeladen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 7. Dezember 2018, 6 Uhr