Betriebsrat will Stellenabbau bei Meyer-Werft auf 450 begrenzen

Ein Sicherheitshelm eines Mitarbeiters der Meyer-Werft liegt während der Betriebsversammlung auf einem Parkplatz vor den Toren der Werft auf dem Boden. Im Streit über Personalabbau bei dem Kreuzfahrtschiffbauer hatte der Betriebsrat zu der Betriebsversammlung aufgerufen.
Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam
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  • Betriebsrat und IG Metall wollen Job-Abbau bei Meyer-Werft begrenzen
  • Geschäftsführung hatte zuvor Abbau von 660 Jobs angepeilt
  • Gespräche über Stellenabbau laufen im Rahmen von Schlichtung

Bei der Meyer-Werft in Papenburg werden wahrscheinlich weniger Stellen als bislang geplant abgebaut. "Es gibt ein vorläufiges Verhandlungsergebnis", sagte der Betriebsratsvorsitzende Nico Bloem am Mittwoch. Die Zahl 450 liege auf dem Tisch. Unter Dach und Fach sei das aber noch nicht. Informationen des NDR zufolge sollen bei Deutschlands größtem Schiffbaubetrieb 450 Stellen gestrichen werden.

Bislang hatte die Geschäftsführung den Abbau von 660 Stellen angepeilt. Ein Sprecher der Werft wollte sich nicht zu den Verhandlungen äußern und die Zahl 450 weder bestätigen noch dementieren. Die Flaute in der Kreuzfahrtbranche während der Corona-Krise hat die Werft zunehmend unter Druck gesetzt. Die Gespräche über den Stellenabbau und einen Sozialplan laufen im Rahmen einer Schlichtung, nachdem es zwischen Geschäftsführung sowie Betriebsrat und IG Metall keine Verständigung gab.

Betriebsrat und IG Metall sprechen von Verhandlungserfolg

Dass das vorläufige Ergebnis den Abbau von 450 Arbeitsplätzen und nicht von mehr vorsehe, sei ein Erfolg von Betriebsrat und IG Metall, sagte Bloem. "Trotzdem ist es bitter", sagte der Betriebsratsvorsitzende. An jedem Arbeitsplatz hänge eine Existenz und eine Familie. Die Verhandlungen sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Er hoffe, dass es zeitnah ein endgültiges Ergebnis geben werde, so Bloem.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 7. Juli 2021, 12 Uhr