Mercedes beendet Kurzarbeit in Bremer Werk

  • Seit Ende April wurde nur ein paar Stunden am Tag produziert
  • Jetzt soll Schritt für Schritt wieder normal gearbeitet werden
  • Auch die Arbeit in der Verwaltung wird wieder hochgefahren
Ein Mitarbeiter von Mercedes-Benz bringt im Werk in Bremen den Stern an ein C-Klasse Modell.
Die Produktion im Bremer Mercedes-Werk wird wieder hochgefahren. (Archivbild) Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Im Bremer Mercedes-Werk ist seit heute die Kurzarbeit beendet. Nach wochenlangem Produktionsstillstand und langsamem Hochfahren des Betriebs sollen Autoherstellung und Verwaltung jetzt wieder halbwegs normal arbeiten.

Zwar müssen Bremer Mercedes-Mitarbeiter, wenn es irgendwie geht, von zu Hause aus arbeiten. Die Auto-Produktion soll jetzt aber schrittweise wieder auf das normale Niveau gebracht werden. Nachdem die Bänder in der Autofabrik mehrere Wochen lang stillgestanden hatten, liefen sie Ende April wieder an – aber nur für ein paar Stunden am Tag, um die Beschäftigten vor der Ansteckung mit Covid-19 zu schützen.

Höhe der Einbußen durch die Corona-Pandemie noch unklar

Mit dem Ende der Kurzarbeit wird jetzt auch die Daimler-Verwaltung in Bremen wieder hochgefahren. Schon jetzt ist klar: So viele Autos wie sonst werden das Werk in Bremen-Sebaldsbrück 2020 nicht verlassen. Wie groß die Einbußen für Daimler durch die Pandemie sind, ist noch unklar.

Im Stahlwerk Bremen dagegen wird die Kurzarbeit noch mindestens bis zum Jahresende laufen. Arcelor Mittal hatte Hochöfen und Kokerei in Bremen schon Ende März heruntergefahren oder sogar stillgelegt. Wegen der Corona-Krise ist Stahl auf dem Weltmarkt kaum noch gefragt.

Corona-Krise sorgt in Bremen für steigende Arbeitslosenzahl

Video vom 30. April 2020
Der Eingangsbereich der Agentur für Arbeit mit dem gleichnamigen Schriftzug über der Tür.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 29. Juni 2020, 7 Uhr