Meinungsmelder

Mehrheit der Meinungsmelder senkt bei Kohfeldt-Verbleib den Daumen

63 Prozent der Befragten halten es für falsch, dass Werder an seinem Coach festhält. Der Glaube an den Klassenerhalt der Bremer ist zudem auf äußerst niedrigem Niveau.

Florian Kohfeldt schaut verzieht das Gesicht.
Die meisten Radio Bremen Meinungsmelder halten es für falsch, dass Werder sich nicht von seinem Coach Florian Kohfeldt getrennt hat. Bild: Imago | Contrast

Die Verantwortlichen von Werder Bremen halten vorerst an ihrem Cheftrainer Florian Kohfeldt fest. Das haben die vom Samstagabend bis zum späten Montagnachmittag andauernden Beratungen ergeben. Seitdem wird kontrovers diskutiert. Ist Kohfeldt wirklich noch der richtige Trainer für Werder? Die Radio Bremen Meinungsmelder glauben dies nicht. 63 Prozent von ihnen haben bei der Frage nach Florian Kohfeldt den Daumen gesenkt und halten die Entscheidung des Klubs für falsch. Lediglich 28 Prozent befürworten es, dass Kohfeldt bleibt. "Was muss denn noch passieren, damit hier ein Neubeginn ermöglicht wird?", fragt ein 61-jähriger Meinungsmelder aus Bremen. Ein 17-jähriger Meinungsmelder aus Bremen ist hingegen der Auffassung, dass Kohfeldts Verbleib richtig sei, weil dieser die Mannschaft kenne und aktuell die Zeit fehle, sich als Mannschaft unter einem neuen Trainer neu zu orientieren.

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Kaum noch Glaube an den Klassenerhalt

Der Glaube an den Klassenerhalt ist an der Weser nach sieben Niederlagen nur noch klein. Unsere Meinungsmelder konnten auf einer Skala von 0 bis 10 angeben, wie groß sie die Chancen der Bremer auf den Bundesliga-Verbleib einschätzen. 72 Prozent von ihnen gaben lediglich einen Wert im Skalenbereich von 0 bis 4 an. Werder wird also kaum noch etwas zugetraut.

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Kohfeldt ist nicht der Hauptschuldige

Auch wenn die meisten Meinungsmelder das Festhalten an Kohfeldt für einen Fehler halten, sehen nur 50 Prozent von ihnen den Coach als Grund für die aktuell schwache Platzierung der Bremer an. Bei dieser Frage waren auch Mehrfachnennungen möglich. 76 Prozent sind der Auffassung, dass die sportlichen Leistungen der Spieler der Hauptgrund für die Misere sind. Die Zusammenstellung der Mannschaft haben 63 Prozent als Kernursache ausgemacht. 59 Prozent der Meinungsmelder halten derweil die Arbeit des Managements für das auschlaggebende Kriterium.

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Neun Prozent glauben, dass andere Gründe zur Bremer Talfahrt geführt haben. Unter anderem wurde auch die finanzielle Situation der Region genannt, unter der auch Werder leide.

Bremen ist eine Pleiteregion. Es fehlt die Unterstützung durch die Wirtschaft für den Verein. Ohne Investoren in den Verein zu lassen, ist Bundesliga Fussball in Bremen nahezu unmöglich. Wir haben zu schlechte Spieler, weil wir uns keine besseren leisten können.

Radio Bremen Meinungsmelder, 60 Jahre alt, aus Bremen

Angeführt wurde in den Kommentaren zudem, dass der Klub seine Strukturen überdenken müsse und dass das Konzept der Werder-Familie nicht mehr funktioniere. Es könne nicht mehr der Weg sein, im Verein stets nur auf ehemalige Spieler zu setzen.

Kohfeldt bleibt Werder-Coach – zumindest vorerst

Video vom 26. April 2021
Werder-Trainer Florian Kohfeldt erscheint nach der Vertrauensfrage in Berlin beim Reservistentraining.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 27. April 2021, 18:06 Uhr