Meinungsmelder

Mehrheit lehnt finanzielle Unterstützung für Werder ab

Die Stadt Bremen soll sich nicht an den Kosten für ein Werder-Leistungszentrum beteiligen. Das findet zumindest ein Großteil der Radio Bremen Meinungsmelder.

Zu sehen ist das geplante Leistungszentrum von Werder Bremen.

Die Stadt Bremen soll sich finanziell nicht an den Kosten für das geplante Werder-Leistungszentrum beteiligen – zumindest wenn es nach der Mehrheit von fast 900 Meinungsmeldern von Radio Bremen geht. Bei einer Online-Befragung von buten un binnen votierten 59 Prozent der Teilnehmer bei der Frage, ob die Stadt das Bauprojekt des Bundesligisten finanziell unterstützen soll, mit Nein. 41 Prozent stimmten mit Ja.

Zwei Balken - ein grüner für Ja und mit der Aufschrift 41 Prozent sowie ein roter für Nein und mit 59 Prozent.

Bei der Frage "Welche Aussage spiegelt Ihren ersten Gedanken dazu am besten wieder?", war die mit 40 Prozent meist genannte Begründung: "Bildung? Gesundheit? Das Geld wird an anderer Stelle benötigt." Die meisten Befürworter argumentierten mit Werders Strahlkraft: Der Verein sei wichtig für die Identität der Stadt (15 Prozent).

Bremen hat leider zu viele aktuell neu hinzukommende finanzielle Baustellen (Geno, Flughafen), da muss Werder zurück stehen und gegebenenfalls auf das Leistungszentrum verzichten.

Meinungsmelderin auf butenunbinnen.de

Bereits am Mittwochabend hatten wir gefragt, wie Sie zur Debatte um die Finanzierung des Projekts stehen. An der Befragung wollten innerhalb kurzer Zeit so viele User teilnehmen, dass die Server eines externen Dienstleisters zum Erliegen kamen. Daher wurde die Abstimmung am Donnerstag noch einmal wiederholt.

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Werders Sportdirektor Frank Baumann wollte sich am Donnerstag bei der Pressekonferenz vor Werders Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund nicht zur Diskussion in der Bremischen Bürgerschaft äußern, bei der zu Beginn der Woche über Werder Bremen diskutiert wurde. "Da ging es um die Parteien, die sich positioniert haben. Von meiner Seite gibt es dazu nichts beizutragen." In den vergangenen Tagen seien "einige Dinge durcheinander geworfen worden", sagte Baumann. "Ich habe mich zum Leistungszentrum zum Beispiel gar nicht geäußert. Aber dass wir durch das Thema Polizeikosten und die letzten 15 Jahre einen Wettbewerbsnachteil in der Bundesliga haben, dabei bleibe ich zu 100 Prozent."

Trotzdem werde der Verein im Austausch mit der Stadt und der Politik bleiben, versicherte Werders Ehrenspielführer. "Wir werden mit der Politik die Themen, die wir gemeinsam angehen wollen, besprechen. Wir werden versuchen eine Lösung zu finden, von der alle profitieren", sagte Baumann. "Ich bin optimistisch, dass wir das in den nächsten Monaten und Jahren auch ganz gut hinbekommen werden."

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 26. September 2019, 19:30 Uhr