Meinungsmelder

Befragung: Viele sind für dichtere Bebauung in der Bremer Innenstadt

Bremen soll nicht auf der grünen Wiese wachsen, sondern nach innen. Dafür hat sich die rot-grün-rote Regierung ausgesprochen. Viele Bremer finden das richtig.

Luftbild: Ein großes weißes Hochhaus.

"Rein in die Baulücke oder Bauen am Rand?", das wollten wir von den Radio-Bremen-Meinungsmeldern wissen. Knapp die Hälfte der Befragten findet: Die Innenstadtverdichtung der rot-grün-roten Regierung ist der richtige Kurs. Gleichzeitig sprechen sich allerdings auch knapp 40 Prozent dafür aus, die grünen Ränder Bremens zu bebauen. Konkret nennen Meinungsmelder die Gebiete Osterholzer Feldmark und Brokhuchting – beides Projekte, die die Bremische Bürgerschaft zurzeit nicht weiter verfolgt.

Wo sollten neue Wohnungen entstehen?

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Bevor in Bremen oder umzu gebaut wird, haben die Meinungsmelder allerdings ein dringendes Anliegen: Sie wollen, dass leerstehende Häuser endlich genutzt werden. Knapp vier von fünf Befragten gaben das als Antwort an.

In meinem Wohnviertel steht ein Einfamilienhaus seit Jahrzehnten leer. Auch von anderen Wohnvierteln ist mir dies bekannt. In solchen Fällen muss meiner Meinung nach der Staat eingreifen.

59-jährige Meinungsmelderin aus Horn-Lehe

Auch wo Gewerbeflächen schon lange leer stehen, wünschen sich die Meinungsmelder eine Möglichkeit für neue Entwicklungen. Die Befragten können sich neue Wohnungen unter anderem auf dem Gelände des Max-Bahr-Baumarktes vorstellen oder auf der Fläche der leerstehenden Autohäuser an der Stresemannstraße.

Welche Ideen finden Sie gut, um den Bedarf an Wohnraum zu decken?

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Unsere Befragung zeigt allerdings auch: Nur weil ein Stadtteil städtebauliches Potenzial hat, ziehen die Menschen nicht unbedingt dorthin. In Bremen trifft das besonders auf den Osten der Stadt zu. Nach Borgfeld, Osterholz oder Hemelingen würde die Mehrheit der Befragten nicht umziehen. Das liegt vor allem daran, dass viele Befragte einen eher negativen Eindruck vom Bremer Osten haben – besonders Infrastruktur und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr kommen nicht gut weg. Das gilt auch für Meinungsmelder, die selbst schon im Osten wohnen.

... gerade die Anbindungen an den ÖPNV [sind] ziemlich schlecht bzw. nur spärlich getaktet/zu kleiner Bus und die Hauptstraße ist dauerhaft voll, sodass der Bus auch im Stau steht.

17-jährige Meinungsmelderin aus Osterholz

Zieht es Sie in den Bremer Osten?

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Mehr Wohnraum in Bremen: Hier sollen Baulücken geschlossen werden

Eine Baulücke in Bremen.

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Autorin

  • Sarah Kumpf

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 6. November 2019, 19:30 Uhr