Infografik

Bremer Schulen bringen mehr Einser-Abiturienten hervor

  • Anteil der Einser-Abiturienten in den vergangenen zehn Jahren gestiegen
  • Bundesweiter Trend: Anteil wuchs in 15 von 16 Bundesländern
  • Bremen im Länder-Vergleich aktuell auf dem siebten Platz
Abiturienten während einer Prüfung.
Der Anteil der Einser-Abiturienten ist bundesweit gestiegen. (Symbolbild) Bild: DPA | Bernd Wüstneck

Der Anteil der Einser-Abiturienten ist bundesweit in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Hatte 2008 noch jeder fünfte Schulabsolvent einen Notenschnitt von mindestens 1,9, war es 2018 bereits mehr als jeder vierte. In Bremen lag der Anteil der Einser-Absolventen im vergangenen Jahr bei 27,4 Prozent, 2008 waren es noch 24,7 Prozent. Damit liegt das kleinste Bundesland auf dem siebten Platz, vor zehn Jahren hatte es allerdings auf dem vierten Platz gelegen.

Die Zahlen gehen aus einer Umfrage der Düsseldorfer "Rheinischen Post" in allen 16 Bundesländern hervor. Demnach ist in den vergangenen zehn Jahren der Anteil der Einser-Abiturienten in 15 von 16 Bundesländern gewachsen. Allein Baden-Württemberg verzeichnete einen leichten Rückgang. Deutschlandweit stieg der Anteil der Abiturienten mit einer Eins vor dem Komma von 20,2 auf 25,8 Prozent.

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Für den Deutschen Hochschulverband (DHV) sind mehr Einser-Abiturienten eine schlechte Nachricht. "Wir sehen es mit Sorge, dass die Abiturnoten besser werden", sagte DHV-Sprecher Matthias Jaroch. Der "Noteninflation" müsse Einhalt geboten werden: "Qualität muss Vorrang vor Quantität haben." Schon heute fehlten den Studienanfängern häufig wichtige Grundkenntnisse, etwa in der Mathematik.

Die Daten der Länder zeigen nicht nur, dass die Zahl der Einser-Abiturienten zugenommen hat. Sie belegen auch, wie groß nach wie vor die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind. 37,9 Prozent der Thüringer Abiturienten hatten 2018 eine Eins vor dem Komma stehen. Bei Schlusslicht Schleswig-Holstein waren es zuletzt nur 17,3 Prozent.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 16. September 2019, 6 Uhr