Bildungsbehörde hebt Bremer Mathe-Abinoten um 2 Punkte an

  • Notendurchschnitt war schlechter als üblich
  • Alle Mathe-Noten sollen angehoben werden
  • Prüflinge in Mathe-Grund- und Leistungskursen profitieren
Abiturienten sitzen mit Abstand zueinander in einem Klassenraum.
Zu schwer: Weil der Notendurchschnitt bei den Bremer Mathe-Abiprüfungen schlechter als gewöhnlich war, werden die Noten jetzt um zwei Punkte angehoben. (Symbolbild) Bild: DPA | Sebastian Kahnert

Die Bremer Bildungsbehörde hebt die Noten aller Abiturienten in Mathe-Grund- und Leistungskursen um zwei Punkte an. Das hat die Sprecherin der Behörde, Annette Kemp, mitgeteilt. Der Grund für die Entscheidung seien die auffälligen Ergebnisse der Mathe-Abiprüfungen. Der Notendurchschnitt sei schlechter als üblich, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung des Ressorts.

Den Ausschlag für die Entscheidung hätten auch Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern, Oberstufenleitungen und Lehrern gegeben. Die Aufgaben stammten demnach zum größten Teil aus dem zentralen Abi-Pool der Bundesländer. Offenbar seien diese wegen ihres Aufbaus und der Verständlichkeit der dazugehörigen Texte sehr schwer gewesen. In vielen anderen Bundesländern seien diese Aufgaben deshalb nicht ausgewählt oder sprachlich "erheblich modifiziert" worden. "Wir gehen davon aus, dass es sich weniger um ein coronabedingtes Phänomen handelt, als vielmehr um die Schwere der Aufgaben", sagte Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD). Eine pauschale Anhebung der Abiturnoten werde es daher nicht geben.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 29. Juni 2020, 19:30 Uhr