So wird die "Lütte Sail" 2021: 5 Fakten zum Bremerhavener Schiff-Event

Video vom 22. Juni 2021
Schiffe liegen in einem Hafen.
Bild: Imago | Panthermedia
Bild: Imago | Panthermedia

Die "Lütte Sail" wird noch "lütter" und soll in diesem Jahr auch einen anderen Namen bekommen. Hier finden Sie die wichtigsten Infos zur maritimen Veranstaltung.

Der Bremer Senat hat am Dienstag der Förderung der "Lütten Sail" in Bremerhaven mit 970.000 Euro zugestimmt. Bereits im September 2020 hatte der Senat das Geld bereitgestellt, als die Sail 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Allerdings war damals noch mit 800.000 Besuchern geplant worden, nun soll die "Lütte Sail" wegen der unklaren Entwicklung der Pandemie noch "lütter" ausfallen – und auch ganz anders heißen: "Maritime Tage 2021" hat die Stadt die Veranstaltung getauft.

1 Termin

Das Segler-Volksfest soll vom 11. bis 15. August stattfinden.

2 Tickets

Die Zahl der Besucher soll Stand jetzt auf maximal 50.000 beschränkt werden – also 10.000 pro Tag. Je nach Entwicklung der Pandemie ist es laut Stadt möglich, die Besucherzahl nach oben oder unten anzupassen. Besucher müssen vorab Tickets im Internet buchen, die personalisiert werden. Pro Tag sollen zwei Zeitfenster zur Auswahl stehen: 11 bis 16:30 Uhr und 17 bis 24 Uhr beziehungsweise am Sonntag von 17 bis 22 Uhr. Die Tickets sind kostenlos. Das Programm soll in sechs abgesperrten Bereichen stattfinden, mit einem Ticket bekommt man Zugang zu allen Bereichen. Somit soll gesichert werden, dass sich in den abgesperrten Bereichen zeitgleich nur maximal 5.000 Besucher aufhalten.

3 Programm

Ein Segelschiff fährt über das Meer.
Die "Christian Radich" aus Norwegen hat ihre Teilnahme zugesagt. Bild: Erlebnis Bremerhaven | Francesco G. Fantauzzi

Im Neuen Hafen sollen laut Stadt bis zu 17 Schiffe und im Alten Hafen bis zu 50 Schiffe liegen. Unter anderem haben die "Christian Radich" (Norwegen), die "Gulden Leeuw", die "Artemis" und die "Kamper Kogge" (alle Niederlande), die "El Galeón" und die "Pascual Flores" (beide Spanien), die "Pogoria" (Polen), die "Alexander von Humboldt II" und die "Großherzogin Elisabeth" (beide Deutschland) ihre Teilnahme zugesagt. Sieben Schiffe bieten Schiffstörns an, Tickets dafür können über die Bremerhavener Tourismusgesellschaft "Erlebnis Bremerhaven" gebucht werden.

Die sechs abgesperrten Programm-Bereiche teilen sich folgendermaßen auf:

  1. "Freibeuter-Insel" beim Schifffahrtsmuseum: Kleinkünstler und Handwerker mit verschiedenen mittelalterlichen Ständen mit Programm für Familien
  2. "Haven-Kneipe" auf dem Parkplatz am Zoo: zahlreiche Sitzgelegenheiten und gastronomische Stände
  3. "Freiluft-Kombüse" auf dem Willy-Brandt-Platz: Street-Food-Angebote
  4. "Musik-Werft" auf dem Lloyd-Dock: vorwiegend Bremerhavener Künstler und Musiker treten auf einer Bühne auf
  5. "Wein-Deck" auf dem Lloyd-Platz: Weinangebote und Speisen bei Pianomusik
  6. "Sand-Bank" am Weser-Strandbad: Soulmusik, Cocktails und Gegrilltes am Sandstrand

Die von der Stadthalle geplanten Konzerte mit Sarah Connor, Ben Zucker und Revolverheld sind auf August 2022 verschoben worden.

4 Corona-Regeln

Auf das Veranstaltungsgelände darf nur, wer geimpft oder genesen ist oder alternativ ein negatives Testergebnis vorlegen kann. Auf dem Gelände soll es ein Testzentrum geben, in dem sich Besucher kostenlos testen lassen können. Damit nicht außerhalb der abgesperrten Bereiche Menschentrauben entstehen, soll es keine Programmpunkte wie ein Feuerwerk oder eine Einlaufparade geben. Karussells und Buden außerhalb der abgesperrten Bereiche sollen weit auseinanderstehen, Bühnen soll es dort nicht geben. Die umliegende Gastronomie außerhalb der abgesperrten Bereiche darf keinen Alkohol ausschenken, ausgenommen sind dort ansässige Betriebe.

Im Neuen und Alten Hafen soll ein Rundweg eingerichtet werden, damit alle Besucher die Schiffe aus der Nähe sehen können. Inwieweit Veranstaltungen an Bord möglich sein werden, hängt von der Entwicklung der Pandemie ab. Private und öffentliche Empfänge auf Schiffen sind aber vorerst untersagt.

5 Kosten

Für das Event sind 970.000 Euro vorgesehen. Rund 510.000 Euro sind nicht benötigte Mittel der Sail 2020, der Rest kommt aus dem Bremen-Fonds des Landes. Teuerster Punkt ist laut Senatsvorlage das Anwerben der Schiffe, dafür sind allein 540.000 Euro vorgesehen. Sollte die Veranstaltung bis Ende Juni doch abgesagt werden, wären 450.000 Euro verloren.

Das ist gut angelegtes Geld, damit auch der ganze Veranstaltungsbereich, der Kulturbereich und die touristische Wirtschaft merkt, dass sowohl der Senat als auch der Magistrat an ihrer Seite stehen.

Der Oberbürgermeister von Bremerhaven Melf Grantz im Interview.
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Video vom 22. Juni 2021
Der Tourismuschef Ralf Meyer im buten un binnen Studio.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autorin

  • Sonja Harbers Autorin

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 22. Juni 2021, 19:30 Uhr