IG Metall befürchtet Stellenabbau bei Bremerhavener Lloyd Werft

IG Metall befürchtet Stellenabbau bei Bremerhavener Lloyd Werft

Audio vom 19. Oktober 2021
Ein Plakat von Mitarbeitern der Lloyd-Werft auf dem sie für ihre Arbeitsplätze kämpfen.
Bild: Radio Bremen
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  • Gewerkschaft rechnet mit weiterem Stellenabbau bei jeder dritten Werft
  • 1.500 Stellen wurden im vergangenen Jahr bereits gestrichen
  • Verkauf der Lloyd Werft ist noch nicht vom Tisch

Jeder dritten Werft in Norddeutschland droht im kommenden Jahr ein weiterer Stellenabbau, darunter auch der Bremerhavener Lloyd Werft. Zu dieser Einschätzung kommen die Werft-Betriebsräte nach einer Umfrage der IG Metall Küste. Schon im vergangenen Jahr sind laut Gewerkschaft 1.500 Stammarbeitsplätze bei den Werften verloren gegangen.

Besonders stark vom Stellenabbau betroffen waren demnach Werften in Mecklenburg-Vorpommern. Hier wurde fast ein Viertel aller Stammarbeitsplätze gestrichen – zum Beispiel beim Stralsunder MV-Werftenverbund. Ohne staatliche Hilfen wäre der Jobabbau allerdings noch drastischer ausgefallen, schätzt die IG Metall.

Bei der Bremerhavener Lloyd Werft, die wie MV-Werften zum asiatischen Genting-Konzern gehört, könnten nach Ansicht der Betriebsräte bei den 300 Stammbeschäftigten weitere Stellen wegfallen. Denn ein Verkauf der Werft sei noch nicht vom Tisch, bestätigte die Geschäftsführung buten un binnen. Man stehe im Austausch mit potenziellen Käufern. Zuletzt hatte die Bremerhavener Rönner-Unternehmensgruppe Interesse signalisiert. Doch die Verhandlungen waren offenbar ins Stocken geraten.

Die Genting-Gruppe hatte angekündigt, die Lloyd Werft Ende des Jahres zu schließen. Davon ist der Konzern inzwischen aber wieder abgerückt.

Rückblick: Verkaufen oder behalten – doch keine Schließung der Lloyd Werft?

Video vom 30. Juli 2021
Ein Plakat von Mitarbeitern der Lloyd-Werft auf dem sie für ihre Arbeitsplätze kämpfen.
Bild: Radio Bremen
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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 19. Oktober 2021, 16 Uhr