Bremerhavener Lloyd Werft soll offenbar Ende März geschlossen werden

Bremerhavener Lloyd Werft soll offenbar Ende März geschlossen werden

Audio vom 22. Oktober 2021
Blick auf ein eingerüstetes Schiff. Davor ist der Schriftzug "Lloyd-Werft" zu sehen.
Bild: Imago | Joker/Hartwig Lohmeyer
Bild: Imago | Joker/Hartwig Lohmeyer
  • Geschäftsleitung informiert Mitarbeiter über anstehende Kündigungen
  • Verhandlungen über einen Verkauf der Werft laufen aber weiter
  • Rönner-Gruppe hat weiter Interesse an Übernahme

Die Bremerhavener Lloyd Werft soll nach Informationen aus Gewerkschaftskreisen nun doch Ende März geschlossen werden. Die 300 Beschäftigten der Stammbelegschaft sind demnach jetzt von der Geschäftsleitung darüber informiert worden, dass es ab November Kündigungen geben soll. Weil sich der asiatische Genting-Konzern, zu dem die Lloyd Werft gehört, auf die ostdeutschen Standorte konzentriere und dafür auch die Bundesförderung bekommen habe, solle Bremerhaven offenbar weggestrichen werden.

Auf Anfrage von buten un binnen sagte Carsten Haake, Chef der Lloyd Werft, hingegen, die Verhandlungen über einen Verkauf der Werft seien nicht beendet. Im Gegenteil: Sie würden jetzt noch intensiviert.

Rönner-Gruppe zeigt sich überrascht

Die Bremerhavener Rönner-Gruppe, die Interesse signalisiert hatte, zeigte sich überrascht über die erneute Schließungsankündigung. Man gehe davon aus, dass weiterverhandelt werde. Genting habe aber bislang zu viel Geld für die Werft haben wollen.

Der asiatische Konzern hatte im Frühjahr zunächst angekündigt, die Werft Ende des Jahres zu schließen. Das nahm das Unternehmen später wieder zurück.

Rückblick: Verkaufen oder behalten – doch keine Schließung der Lloyd Werft?

Video vom 30. Juli 2021
Ein Plakat von Mitarbeitern der Lloyd-Werft auf dem sie für ihre Arbeitsplätze kämpfen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 22. Oktober 2021, 17 Uhr