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Corona-Liveticker (13. März): 48 bestätigte Fälle in Bremen

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Land Bremen ist auf 48 gestiegen. In Bremen sind laut Gesundheitsbehörde vier und in Bremerhaven zwei Neuerkrankungen dazugekommen.

Eine Hand hält ein Blutröhrchen
Bild: DPA | Bildagentur-online/Ohde

Das war der Liveticker vom 13. März. Über die weiteren Entwicklungen halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden in unserem ...

Liveticker vom 14. März

+++ Neue Corona-Fälle im Land Bremen +++

Insgesamt sechs weitere Fälle von Corona-Infektionen sind gemeldet worden. Vier davon in Bremen und zwei in Bremerhaven, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Lukas Fuhrmann, buten un binnen. Damit gibt es aktuell 48 bestätigte Corona-Fälle im Land Bremen.

+++ Diverse Museen und Veranstaltungsorte schließen vorläufig +++

Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven wird für eine Woche, bis zum 20. März, geschlossen. Das gilt auch für alle in dem Zeitraum geplanten Veranstaltungen, sagte Direktorin Simone Eick. Auch das Bremerhavener Klimahaus pausiert vorsorglich. Im Deutschen Schiffahrtsmuseum gibt es vorerst keine Führungen. Der Zoo am Meer bleibt – mit Ausnahme des Shops und des Aquariums – erst einmal geöffnet. In Bremen wird das Universum vorläufig geschlossen. Außerdem unter anderem das Aladin, Tower, Pier 2 und Modernes. Besucher von Veranstaltungen sollten sich vorab informieren.

+++ Wochenmärkte und Tafeln weiter in Betrieb +++

Im Land Bremen wird es vorerst keine Einschränkung bei den Wochenmärkten geben. Der technische Leiter des Großmarktes Bremen, Ulrich Stief, betonte: "Alle Wochenmärkte bleiben offen. Wir sind Grundversorger." Man sei auch von der Politik gehalten, die Märkte offenzuhalten. Auch die Tafeln in Bremen und Bremerhaven bleiben in Betrieb. Es gibt aber mehr Hygienemaßnahmen und es werden weniger Leute auf einmal reingelassen, heißt es von der Hilfsorganisation.

+++ Mäurer kritisiert DFL +++

Bremen Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hat die Absage des Fußballbundesliga-Heimspiels von Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen noch einmal verteidigt. Bundesweit würden Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. "Nur die DFL hält weiterhin an dem Irrsinn fest, den Spielbetrieb der Bundesliga an diesem Wochenende aufrecht zu erhalten“, kritisierte Mäurer. Es sei jedoch eine Illusion, davon auszugehen, dass die Veranstaltung von Geisterspielen die Fans davon abhalten werde, sich in gewohnter Weise zu versammeln. Die Polizei geht davon aus, dass sich mindestens 2.000 Fans in der Innenstadt versammeln würden, wenn das Spiel stattfände.

+++ Kirchen raten zur Absage von Gottesdiensten +++

Die Bremische Evangelische Kirche und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg haben ihren Gemeinden geraten, sämtliche Gottesdienste bis Mitte April zu streichen. Auch Konzerte und Chorproben oder andere kirchliche Veranstaltungen sollten angesichts der Infektionsgefahr durch das Coronavirus bis auf weiteres abgesagt werden, heißt es. Anstehende Konfirmationen sollten auf einen späteren Termin verschoben werden. In Niedersachsen haben die katholischen Bistümer Hildesheim und Osnabrück alle kirchlichen Veranstaltungen bis Mitte Mai abgesagt. Firmungen und Erstkommunionen werden verschoben. Bis Anfang April wird es in der Bremer Fatih Moschee kein Freitagsgebet geben.

+++ Corona-Ambulanz in Bremerhaven geplant +++

In der Stadt soll es in der kommenden Woche eine spezielle Ambulanz für Corona-Fälle geben. Das kündigte Ronny Möckel vom Gesundheitsamt Bremerhaven an. Diese wird im Bereich des US Army-Hospitals eingerichtet.

+++ Auch Bremerhaven schließt Schulen und Kitas +++

In der Stadt werden nach Angaben von Schuldezernent Michael Frost dieselben Vorsichtsmaßnahmen ergriffen wie in Bremen: Von der Schließung der Einrichtungen sind demnach etwa 17.000 Schüler und 4.700 Kinder in Kindertagesstätten und Horten betroffen. Nach Angaben des Gesundheitsamtes gibt es aktuell sechs Fälle von Corona-Erkrankungen in Bremerhaven. 30 Personen sind derzeit in Quarantäne. Bei allen Infizierten sei klar, wo sie sich mit dem Virus angesteckt hätten, sagte Ronny Möckel vom Gesundheitsamt Bremerhaven.

+++ Corona-Ambulanz nimmt nur noch vereinzelt Patienten auf +++

Laut des Sprechers der Gesundheitsbehörde werden an der Corona-Ambulanz am Klinikum Bremen-Mitte derzeit nur noch vereinzelt Patienten aufgenommen. Wichtig sei vor allem, das nur Menschen mit vorheriger Überweisung des Hausarztes die Ambulanz aufsuchen. Einen Aufnahmestopp gibt es derzeit nicht.

+++ Überseemuseum schließt bis Ende März +++

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus schließt das Bremer Überseemuseum bis zum 29. März. Veranstaltungen fallen sogar bis zum 14. April aus, teilte das Museum mit.

+++ Kein Freitagsgebet in Bremer Fatih Moschee bis zum 3. April +++

Fatih Moschee in Bremen-Gröpelingen hat nach eigenen Angaben am heutigen Freitag ihr vorerst letztes Freitagsgebet abgehalten. Bis einschließlich 3. April sollen keine Freitagsgebete mehr stattfinden. Üblicherweise kommen laut Gemeinde etwa 500 Menschen zum Freitagsgebet in die Moschee.

+++ Chef von Kita Bremen: "Ab Montag werden die Kitas nur noch Kinder von Eltern mit bestimmten Berufen betreuen" +++

Der Chef von Kita Bremen, Wolfgang Bahlmann, begrüßt die Entscheidung des Bremer Senats, die Kitas in Bremen ab Montag zu schließen. "Wir haben jetzt mehr Klarheit, als gestern. Das ist gut. Jetzt organisieren wir die Notbetreuung." Alle Mitarbeiter von Kita Bremen sollen laut Bahlmann am Montag normal zur Arbeit kommen. Alle Kitas werden auch weiter öffnen, aber eben nur die Kinder von Beschäftigten im Gesundheitswesen, Polizisten und Feuerwehrleuten betreuen. "Am Montag werden wir die Eltern, die ihre Kinder bringen wollen, nach ihrem Beruf fragen und die Kinder dann übernehmen, wenn die Eltern in den genannten Berufen tätig sind", sagte Bahlmann.

+++ Alle städtischen Sportanlagen schließen +++

Ab Montag schließen laut des Sprechers der Bremer Sport- und Sozialbehörde alle städtischen Sportanlagen bis zum Ende der Osterferien. Die Schwimmbäder sind davon ausgenommen.

+++ Zweite Corona-Ambulanz soll im Klinikum Bremen-Ost eingerichtet werden +++

Laut Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) soll am Montagmittag eine zweite Corona-Ambulanz im Klinikum Bremen-Ost eingerichtet werden.

+++ So soll Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden +++

Ein Kernbotschaft des Bremer Senats: "Die Ausbreitung des Virus muss verlangsamt werden, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern." Das sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Deshalb müsse jetzt alles konsequent getan werden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Um das zu tun, habe der Senat verschiedene Maßnahmen diskutiert und beschlossen.


Eine Maßnahme: Umgang mit Veranstaltungen wird verschärft: Bisher wurden alle Events mit mehr als 1.000 Teilnehmern abgesagt, eine Anmeldepflicht gab es für Veranstaltungen mit mehr als 250 Teilnehmern. Jetzt: "Auch Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern sollen von nun abgesagt werden, wenn diese nicht erforderlich sind", so Bovenschulte. Im privaten Bereich, etwa bei Kinos, liege es in der Verantwortung privater Anbieter, ob Veranstaltungen weiterhin stattfänden.


Weitere Maßnahme des Senats: Kitas, Schulen und weitere Bildungseinrichtungen sind ab Montag geschlossen. Sie sollen vorerst bis zum 14. April geschlossen bleiben. Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) sagte: Das Bundesland Niedersachsen habe diese Entscheidung auch getroffen. "Und es war klar, dass eine Insellösung nicht möglich ist." Im Land Bremen seien insgesamt fast 122.000 Kinder und Jugendliche betroffen. "Wir haben deshalb sehr sorgfältig abgewogen, ob diese Maßnahmen angemessen sind."

+++ Verschärfungen der Veranstaltungsverbote möglich +++

Der Bremer Senat werde jetzt schauen, ob es weitere Verbotsmaßnahmen brauche, sagt Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). "Der Innensenator wird jetzt prüfen, ob die Allgemeinverfügung noch weiter verschärft werden muss."

+++ Jetzt steht es fest: Werder-Spiel gegen Leverkusen am Montag abgesagt +++

Das Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen am Montag ist abgesagt worden. Diesen Entschluss von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hat Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) bestätigt. Hintergrund der Entscheidung ist, dass mehr als 1.000 Fans vor dem Stadion erwartet würden. Laut Bovenschulte erwartete Mäurer gar 2.000 bis 3.000 Fans. Dies sei in der aktuellen Situation rund um die Corona-Krise nicht akzeptabel.

+++ Bovenschulte: "Wesentliche Beeinträchtigungen für die öffentliche Verwaltung" +++

"Die öffentliche Verwaltung wird wesentlich beeinträchtigt sein", sagt Bovenschulte. Die Bereiche, die für die Bekämpfung der Corona-Krise wichtig sind, sollen davon aber nicht betroffen sein. "Das wäre ja kontraproduktiv."

+++ Zwei Bremer Corona-Infizierte im Krankenhaus +++

Zwei der mit dem Coronavirus infizierten Bremer sind laut Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) in stationärer Behandlung. Ihnen gehe es vergleichsweise gut. Es gibt keinen lebensbedrohlichen Zustand. Die anderen Fälle befänden sich in häuslicher Quarantäne.

+++ Bovenschulte: "Wir müssen Gesundheitssystem aufrechterhalten +++

"Ziel aller Maßnahmen ist es, dass das Gesundheitssystem aufrechterhalten werden kann", sagt Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Alle Entscheidungen seien eine Reaktion auf eine sehr schwierige Situation. Grundsätzlich gelte: "Sich sozial zurückzuziehen, ist jetzt das Gebot der Stunde", sagt Bürgermeister Bovenschulte.

+++ Bogedan: "Wir empfehlen auf keinen Fall, dass Kinder von ihren Großeltern betreut werden" +++

"Wir empfehlen auf keinen Fall, dass Kinder von ihren Großeltern betreut werden", sagt Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD). Vielmehr müsse es andere Lösungen für berufstätige Eltern, wie etwa Notbetreuungen oder Home-Office, geben. Notbetreuung ist aber erst einmal nur für Beschäftigte des Gesundheitswesens, der Polizei und der Feuerwehr vorgesehen. Im Übrigen dürfen auch Tagesmütter und -väter ab Montag keine Kinder mehr betreuen.

+++ Notbetreuung für Kinder von Beschäftigten in wichtigen Bereichen, wie Polizei und Feuerwehr +++

Alle Bremer Schulen und Kitas werden ab Montag bis zum 14. April geschlossen bleiben. Das sagte Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD). Davon seien im Land Bremen fast 122.000 Kinder betroffen. Für alle Kinder von Beschäftigten des Gesundheitswesens, der Polizei und der Feuerwehr soll ab Dienstag eine Notbetreuung eingerichtet werden. Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sollen Sonderurlaub machen können. In Gesprächen hätten auch private Arbeitgeber bisher grundsätzlich ihr Entgegenkommen signalisiert, was zum Beispiel Möglichkeiten wie Home-Office anbelangt.

+++ Gesundheitssenatorin Bernhard: "Wir richten uns auf steigende Fallzahlen ein" +++

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke): Seit Donnerstag sind keine neuen Corona-Fälle in Bremen hinzugekommen. Sie sagte aber auch: "Trotzdem richten wir uns auf steigende Zahlen ein."

+++ Bovenschulte: Schutz der Bevölkerung wird nicht am Geld scheitern +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagt, dass der Schutz der Bevölkerung jetzt absolute Priorität habe. "Und der wird auch in Bremen nicht am Geld scheitern."

+++ Sonderbeauftragter soll sich um die Corona-Krise kümmern +++

Der Bremer Senat setzt einen Sonderbeauftragten für die Corona-Krise ein. Das hat Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Mittag auf der Pressekonferenz des Bremer Senats mitgeteilt. Bovenschulte berichtete außerdem vom dringenden Rat einiger Experten, wonach zwar ein besonnenes, aber auch sehr bestimmtes und vor allem einheitliches Vorgehen aller Bundesländer erforderlich sei.

+++ Egal welcher Träger: Alle Kitas bleiben am Montag in Bremen geschlossen +++

Egal welcher Träger – ob städtisch, kirchlich oder frei: Alle Kindertageseinrichtungen werden ab Montag geschlossen bleiben, heißt es aus dem Rathaus. Auch Tagesmütter und -väter dürfen keine Kinder mehr betreuen. Außerdem bleiben alle Schulen im Land zu. Es gelte, jetzt entschieden gegen die Ausbreitung des Corona-Virus vorzugehen, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte am Morgen auf Bremen Eins. Das sei auch der Rat von Experten, die gestern mit den Ministerpräsidenten aller Bundesländer im Bundeskanzleramt das weitere Vorgehen beraten haben. Ob und wie das Land Bremen Eltern bei der Kinderbetreuung unterstützen wird, ist noch unklar. Mehr als 65.000 Tausend Kinder und Jugendliche gehen in Bremen zur Schule. Gut 23.000 davon sind Grundschüler.

+++ Schulen und Kitas schließen in Bremen ab Montag +++

Der Bremer Senat hat am Freitag in seiner Sondersitzung beschlossen, dass die Schulen, Kitas und Einrichtungen der Kindertagespflege ab Montag geschlossen bleiben. Der Senat sieht diese Maßnahme als notwendig an, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, heißt es in der entsprechenden Mitteilung.

+++ DFL will Spielbetrieb am nächsten Dienstag aussetzen +++

Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) will im Zuge der Corona-Pandemie den Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga aussetzen. Die Maßnahme soll ab Dienstag bis einschließlich 2. April gelten. Der "Geisterspieltag" am Wochenende würde demnach wie geplant ohne Zuschauer stattfinden.

+++ Bundesliga-Partie Werder gegen Leverkusen soll abgesagt werden +++

Nach Informationen von buten un binnen soll das Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen am nächsten Montag abgesagt werden. Hintergrund der Entscheidung ist, dass mehr als 1.000 Fans vor dem Stadion erwartet wurden. Das sei in der aktuellen Situation rund um die Corona-Krise nicht aktzeptabel.

+++ Niedersachsen schließt Schulen ab Montag +++

Niedersachsen schließt als nächstes Bundesland wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Schulen. Sie bleiben nach dpa-Informationen von Montag an dicht. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung würden am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien beginnen. Bremen will seine Entscheidung zwar erst um 12 Uhr verkünden. Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hatte aber schon am Morgen auf Bremen Zwei klargemacht, dass sich Bremen in dieser Sache eng mit Niedersachsen abstimmten wird. Dass die Bremer Schulen ab Montag geschlossen bleiben, wird damit immer wahrscheinlicher.

+++ Livestream von Senatspressekonferenz ab 12 Uhr +++

Der Bremer Senat kommt in diesen Minuten zu seiner Sitzung zusammen. Auf dieser wird entschieden, ob die Bremer Schulen und Kitas ab Montag wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen bleiben. Die Entscheidung wird um 12 Uhr auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Sie können diese Pressekonferenz auf butenunbinnen.de live verfolgen.

+++ Vier Bremer Schulen am Freitag geschlossen +++

Der Bremer Senat entscheidet zwar erst heute über flächendeckende Schließungen von Schulen in Bremen. Bereits heute bleiben aber schon vier Schulen geschlossen. Und zwar: Die Grundschule am Bunnsackerweg in Habenhausen, die Grundschule Rönnebeck, die Oberschule an der Egge in Blumenthal und das Schulzentrum in Blumenthal. Die Schließungen haben die Schulen selbst veranlasst, weil im Umfeld der Schulen Corona-Verdachtsfälle aufgetreten sind. Die Entscheidung gilt erst einmal nur für heute.

+++ Evangelische Kirche will sich der Entscheidung des Bremer Senats anschließen +++

Der Bremer Senat entscheidet heute erst einmal nur, ob die staatlichen Schulen und Einrichtungen von Kita Bremen ab Montag geschlossen werden. Laut der Sprecherin der Bildungsbehörde können den freien Trägern nur Empfehlungen ausgesprochen werden. Der größte freie Kita-Träger in Bremen, die Bremische Evangelische Kirche, hat aber schon klar gemacht, dass man sich in jedem Fall dem Bremer Senat anschließen würde, sollten die städtischen Kitas ab Montag geschlossen bleiben. Das sagte eine Sprecherin zu buten un binnen. Die Bremische Evangelische Kirche betreibt in Bremen rund 70 Kitas.

+++ Bovenschulte: "Schutz der Bevölkerung hat absolute Priorität"

Die Corona-Pandemie hat auch negative wirtschaftliche Auswirkungen. Mit Blick auf das chronische klamme Bundesland Bremen sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) auf Bremen Eins: "Absolute Priorität hat der gesundheitliche Schutz der Bevölkerung und der wird nicht am Geld scheitern." Darüber hinaus müssten Bund und Länder überlegen, wie sie besonders betroffenen Branchen unter die Arme greifen können.

+++ Planbare Operationen sollen verschoben werden +++

"Es müssen ganz konkrete Maßnahmen getroffen werden, um die Krankenhäuser noch weiter auf die Situation einzustellen", sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) bei Bremen Eins. Deshalb sei am Donnerstag beschlossen worden, dass planbare Operationen verschoben werden, damit die Kapazitäten der Krankenhäuser für die Behandlung von Erkrankten der Corona-Pandemie zur Verfügung stehen und nicht belegt sind, durch planbare Operationen.

+++ Bovenschulte: Einheitliches Vorgehen mit Niedersachsen ist wichtig +++

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte auf Bremen Zwei, dass der Bremer Senat bei der Entscheidung, ob Kindertagesstätten und Schulen im Land Bremen geschlossen ab Montag werden, in engem Kontakt mit den niedersächsischen Behörden sei. Denn: "Es bedarf eines einheitlichen Vorgehens und es wäre nicht akzeptabel, wenn Niedersachsen und Bremen da unterschiedlich vorgehen. Vielleicht mal in den Details, aber nicht, was die Grundrichtung angeht." Jetzt müssten besonnene, aber sehr, sehr deutliche Entscheidungen getroffen werden.

+++ Bürgermeister Bovenschulte: Voraussichtlich ab Montag Kitas und Schulen zu +++

"Es läuft darauf hinaus, dass ab Montag kein Betrieb der Kitas und Schulen mehr stattfinden wird", sagte Bremens Bürgermeister auf Bremen Zwei. Aber eine endgültige Entscheidung darüber werde der Senat erst am Vormittag treffen. Die Senatsmitglieder kommen ab 10 Uhr zusammen.

Außerdem hätten Bund und Länder beschlossen, dass alle "nicht notwendigen Veranstaltungen" auch mit weniger als 1.000 Menschen abgesagt werden sollen. "Nicht notwendig" bedeute, alle Veranstaltungen, die nicht zur Aufrechterhaltung von Staat und Gesellschaft nötig sind.

+++ Bundeskanzlerin Merkel: "Wir sind in außergewöhnlicher Situation" +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten zu einem Verzicht auf alle nicht notwendigen Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern auf. "Das ist ein Aufruf an alle", sagte Merkel. Bisher galt die Aufforderung der Bundesregierung, Veranstaltungen ab 1.000 Teilnehmern abzusagen. Die aktuelle Situation sei außergewöhnlicher als die Finanzkrise von 2008/2009. "Wir sind in einer Situation, die außergewöhnlich ist in jeder Beziehung, und zwar, ich würde sagen außergewöhnlicher als zu der Zeit der Bankenkrise".

Man habe es hier mit einer gesundheitlichen Herausforderung zu tun, auf die Wissenschaft und Medizin noch keine Antwort hätten. Aufgabe sei es jetzt Menschenleben zu retten, "so gut wir das können". "Ganz besondere Situationen erfordern auch besondere Maßnahmen. Das ist alles andere als irgendwie eine kleine Facette in einem Lauf der Geschichte, sondern es ist ein Einschnitt, der uns sehr viel abverlangt", erklärte Merkel.

Liveticker vom 12. März zum Nachlesen

+++ Alle Schulen und Kitas in Stuhr und Weyhe am Freitag geschlossen +++

Alle Schulen und Kindergärten in den Gemeinden Stuhr und Weyhe bleiben am Freitag geschlossen. Das hat der Kreis Diepholz am Donnerstagabend entschieden, nachdem in einer Kinderarztpraxis in Stuhr ein Corona-Fall bekannt geworden war. Ob die Einrichtungen, zu denen auch die Kindertagespflegestellen gehören, darüber hinaus geschlossen bleiben, werde am Freitag im Laufe des Tages entschieden und bekannt gegeben, sagte eine Kreissprecherin.

+++ Sieben neue Corona-Fälle in der Stadt Bremen +++

Allein in der Stadt Bremen hat es am Donnerstag sieben neue bestätigte Fälle von Corona-Infizierten gegeben. Das hat das Gesundheitsressort buten un binnen bestätigt. Damit sind nun in der Stadt 38 Menschen erkrankt. Im Land Bremen sind es insgesamt 42.

Der Liveticker von Donnerstag zum Nachlesen:

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 13. März 2020, 19:30 Uhr