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Corona-Ticker (5. Juni): 9 neue Fälle in der Stadt Bremen

Im Land Bremen wurden seit Ausbruch der Pandemie 1.514 Personen positiv auf das Virus getestet, 1.181 von ihnen gelten als genesen. Die Entwicklung im Liveticker.

Eine Frau im Schutzanzug hält eine Ampulle mit der Aufschrift "Covid 19" hoch
In Bremen gab es am Freitag 9 neue Coronafälle, in Bremerhaven 4. Bild: Imago | Independent Photo Agency Int.

+++ 9 neue Coronafälle in Bremen +++

In Bremen sind am Freitag neun neue Coronafälle bestätigt worden, in Bremerhaven fünf. Insgesamt sind seit Ausbruch der Pandemie im Land Bremen 1.514 Personen positiv auf das Virus getestet worden, 1.181 von ihnen gelten als genesen. Am Freitag ist niemand am Virus gestorben. Derzeit werden nach Angaben des Gesundheitsressorts im Land Bremen 31 Infizierte stationär versorgt, fünf von ihnen auf der Intensivstation.

+++ Bremerhaven liegt wieder unter Obergrenze +++

Bremerhaven verzeichnet fünf neue Coronafälle. Damit liegt die Stadt wieder unter der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Der Wert beträgt nun 47,6. Der Wert könne in den kommenden Tagen aber wieder ansteigen, da umfangreich getestet werde, sagte Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD). Änderungen der aktuellen Corona-Regeln hält die Stadt nicht für notwendig.

Mitschnitt der Pressekonferenz zur Corona-Lage in Bremerhaven

Video vom 5. Juni 2020
Melf Grantz und Ronny Möckel bei einer Pressekonferenz

+++ Bremerhaven: Magistrats-Pressekonferenz im Stream +++

Ab 16 Uhr hält der Magistrat in Bremerhaven eine Pressekonferenz nach seiner Sondersitzung. Bremerhaven hatte gestern mit etwa 56 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner die Corona-Obergrenze gerissen. Wir übertragen die Pressekonferenz live in einem Stream.

+++ Stadionbad beginnt am Samstag mit Ticketverkauf +++

Am Montag, 8. Juni, startet das Bremer Stadionbad in die Freibadsaison. Bereits ab Samstag, 6. Juni, können Tickets online und im Bremer Bäder Shop bei Karstadt Sports gekauft werden.

+++ Bremer Senat will Außengastronomie erleichtern +++

Der Bremer Senat will Restaurants die Außengastronomie erleichtern. Das haben die Umwelt- und Wirtschaftsbehörde verfügt. Gastwirte können jetzt eine Sondernutzung beantragen. Die muss dann mit dem Amt für Straßen und Verkehr sowie dem jeweiligen Ortsamt abgestimmt werden. Dabei kann es sich um Flächen von benachbarten Wohngebäuden oder Geschäften oder Parkplätzen handeln. Gastwirte können durch die wegen der Coronakrise vorgeschriebenen Hygieneregeln teilweise nur ein Drittel ihrer Tische besetzen. Mit zusätzlicher Außengastronomie könnte das Überleben von Gastwirten gesichert werden, erklärte Senatorin Vogt. Außerdem will das Bauressort beim Senat erreichen, dass für die zusätzlichen Flächen keine Gebühren anfallen.

+++ Bars und Kneipen in Niedersachsen dürfen wieder öffnen +++

Die niedersächsische Landesregierung hat heute weitere Corona-Lockerungen beschlossen. Unter anderem dürfen gastronomische Einrichtungen, in denen eher Getränke als Speisen angeboten werden, wieder öffnen. Außerdem sind ab Montag kulturelle Aufführungen unter freiem Himmel wieder erlaubt, wenn nicht mehr als 250 Menschen daran teilnehmen. Auch an Hochzeitsfeiern und Beerdigungen dürfen wieder mehr Menschen teilnehmen. Busreisen sind ebenfalls wieder erlaubt. Statt wie bisher zu 60 Prozent dürfen Hotels, Pensionen, Jugendherbergen und Campingplätze ab Montag zu 80 Prozent belegt werden.

+++ ICE fährt im Sommer zur ostfriesischen Küste +++

Zum ersten Mal wird die Küste Ostfrieslands in diesem Sommer mit dem ICE erreichbar sein. Die Deutsche Bahn lässt vom 3. Juli bis Ende September Züge aus München über Würzburg, Kassel und Münster nach Emden und Norden fahren. Ein breites Verkehrsangebot für den Deutschland-Tourismus sei in diesem Jahr wichtiger denn je, wird Fernverkehrschef Michael Peterson zitiert. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg begrüßt die Entscheidung der Bahn. Die neue ICE-Verbindung passe auch deshalb besonders gut in die Zeit, da wegen der Corona-Krise mehr Menschen auf eine Auslandsreise verzichteten und Urlaub in Deutschland machen würden, teilte IHK-Präsident Bernhard Brons mit.

+++ Aufnahmestopp in Bremer Erstaufnahmestelle für Geflüchtete beendet +++

Die Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete im Land Bremen nimmt ab sofort wieder geflüchtete Menschen auf. Das teilte Sozialsenatorin Anja Stahmann in der Deputation für Soziales mit. Bereits am Dienstag habe das Gesundheitsamt den Corona-Ausbruch in der Einrichtung offiziell für beendet erklärt. Rund 200 Bewohner waren in den letzten Monaten positiv auf das Virus getestet worden. Inzwischen seien alle wieder genesen.

Immer wieder hatten Bewohner und Initiativen gegen die Unterbringung in der Einrichtung und die dortigen Bedingungen protestiert.

Derzeit sei die Einrichtung mit rund 160 Personen belegt, hieß es in der Sozialdeputation. Für die Dauer der Corona-Pandemie werde eine Belegung mit etwa 200, aber nicht mehr als 250 Personen angestrebt.

+++ Bremer Kulturetat muss aufgestockt werden +++

Der Bremer Kulturetat für dieses Jahr muss aufgestockt werden. Bei einer Videositzung der Kulturdeputation sagte ein Behördenvertreter: "Wir haben noch ausreichend Liquidität, um den Kulturhaushalt in den nächsten Monaten zu finanzieren, es wird allerdings im vierten Quartal ein beträchtlicher Teil fehlen." Er begründete das mit Sonderlasten durch die Coronakrise. Allein bei der Bremer Volkshochschule wird ein Finanzbedarf von drei Millionen Euro erwartet. Bei der Stadtbibliothek seien es 250.000 Euro. Der Gesamtbedarf aller Einrichtungen werde gerade noch ermittelt. Die Politik müsse entweder vor oder nach den Sommerferien weiteres Geld zuschießen.

+++ DLRG befürchtet wegen Corona mehr Badetote +++

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) befürchtet mehr Badetote als in den vergangenen Jahren für diesen Sommer. "Insgesamt haben wir Angst davor, dass die Schwimmfertigkeit noch weiter nachlässt", sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese der Deutschen Presse-Agentur. Denn neben den bekannten Problemen wie einer sinkenden Zahl von Schwimmbädern und langen Wartezeiten für Schwimmkurse komme in diesem Jahr die Corona-Pandemie dazu. Dadurch seien Schwimmbäder wochenlang geschlossen gewesen, Schwimmkurse seien deshalb ausgefallen. Menschen müssten nun noch länger auf einen Kurs warten.

+++ Bremer Kliniken im ersten Quartal mit 1,8 Millionen Euro Minus +++

Der angeschlagene Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) hat mit den finanziellen Folgen der Corona-Krise zu kämpfen. Das erste Quartal des laufenden Jahres beendete die Betreiberin der städtischen Kliniken mit einem Minus von 1,8 Millionen Euro. Allerdings fiel das Minus deutlich geringer aus als erwartet. Die Geno hatte im ersten Quartal ein Minus von 3,8 Millionen Euro erwartet. Dass das Defizit nun trotz der Corona-Krise deutlich kleiner ausfällt, führt die Geschäftsleitung auf das jüngste Sanierungskonzept zurück.

+++ Karl-Marx-Schule bleibt geschlossen +++

In Bremerhaven wird die Karl-Marx-Grundschule in Leherheide ab sofort bis mindestens zum Ende der kommenden Woche geschlossen. Laut Magistrat wird die Schule von vielen Mitgliedern der Freikirche besucht, in der es ein sogenanntes Cluster gibt. Neben der Schließung sollen umfangreiche Tests an der Schule durchgeführt werden.

Nach bisherigem Kenntnisstand des Krisenstabs gebe es bisher keinerlei Hinweise auf eine Übertragung des Coronavirus in Bremerhavener Schulen. Am Donnerstag stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Bremerhaven auf 56,1 und liegt somit über der Obergrenze. Ein Großteil der Infektionen ist auf eine freikirchliche Gemeinde zurückzuführen. Insgesamt sind der Religionsgemeinschaft mittlerweile 96 positive Fälle zuzuordnen, davon 59 mit Wohnsitz in Bremerhaven.

Corona-Update Bremerhaven: Obergrenze überschritten

Video vom 4. Juni 2020
Moderator Felix Krömer im buten un binnen Studio, im Monitor Patrick Florenkowsky live aus Bremerhaven.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 5. Juni 2020, 19:30 Uhr