Liveticker

Corona-Ticker (29. Mai): Bremen meldet einen weiteren Corona-Toten

Im Land Bremen wurden am Freitag 32 neue Corona-Fälle bestätigt. Derzeit müssen 23 Personen stationär versorgt werden. Die Entwicklung im Liveticker.

Eine Hand mit Schutzhandschuh hält ein verschlossenes Reagenzglas mit der Aufschrift Covid-19.
In Bremen sind am Freitag 32 neue Corona-Fälle bestätigt worden. Bild: DPA | ANE

+++ Ein weiterer Corona-Toter in Bremen +++

In Bremen ist eine weitere Person am Coronavirus gestorben. Somit steigt die Zahl der Verstorbenen auf 41. Am Freitag wurden in Bremen 17 neue Corona-Fälle bestätigt, in Bremerhaven 15. Im Land Bremen sind seit Ausbruch der Pandemie insgesamt 1.404 Corona-Fälle bestätigt worden, 1.095 Patienten gelten als genesen.

Ein Großteil der Fälle in Bremerhaven ist auf den Ausbruch des Virus in einer Pfingstgemeinde zurückzuführen. Dort haben sich nach aktuellem Kenntnisstand insgesamt 16 Bremerhavener angesteckt. Hinzu kommen 28 Personen, die im angrenzenden Landkreis Cuxhaven leben. Der Krisenstab rechnet damit, dass die Zahl jedoch noch auf eine dreistellige Fallzahl weiter ansteigt.

Die 17 bestätigten Neuinfektionen in Bremen sind nicht auf einen Cluster zurückzuführen, sagte Lukas Fuhrmann, Sprecher der Gesundheitsbehörde. Der Anstieg könne auch mit dem Himmelfahrtswochenende zusammenhängen.

+++ Brief aus der Unionsfraktion im Bundestag unterstützt Erhöhung des Rundfunkbeitrags +++

Insgesamt 32 Mitglieder der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag haben einen Brief an die Ministerpräsidenten verfasst, in dem sie die Erhöhung des Rundfunkbeitrags unterstützen, darunter auch die Bremer Abgeordnete Elisabeth Motschmann. "Auch in der jetzigen Corona-Krise sind wir auf objektive, gut recherchierte Informationen angewiesen", heißt es in dem Brief. "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat gerade in der Krise mit zusätzlichen Sondersendungen, Kultur- und Bildungsangeboten in hervorragender Weise seinen Auftrag erfüllt."

Teile der Unionsfraktion hatten eine Verschiebung der geplanten Beitragserhöhung gefordert. Die Ministerpräsidenten hatten zuvor nach einer Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) eine Erhöhung um monatlich 86 Cent auf 18,36 Euro beschlossen. Wenn die Landtage zustimmen und die Verträge unterschrieben sind, würde der neue Beitrag ab dem 1. Januar 2021 wirksam.

+++ Mehrsprachige Plakataktion soll über Corona-Regeln informieren +++

In Bremen sollen ab der kommenden Woche insgesamt 300 mehrsprachige Plakate über die Corona-Regeln informieren. "Wir wollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger in Bremen und Bremerhaven erreichen, auch diejenigen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist", sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Außerdem sollen die Informationen in den sozialen Medien ausgespielt werden.

+++ Fahrraddemo gegen Abwrackprämien und Kaufanreize für Autos +++

Etwa 250 bis 300 Personen haben in Bremen gegen die Pläne für Abwrackprämien und Kaufanreize für Benziner und Diesel-Pkw demonstriert. Die Bundesregierung zieht in Erwägung, solche Prämien in Aussicht zu stellen, um die von der Corona-Krise gebeutelte Automobilindustrie zu unterstützen. Anfang Juni soll entschieden werden, ob die Prämie kommt.

+++ Coronafälle in Bremerhavener Pfingstgemeinde: Zahl der Infizierten mehr als verdoppelt +++

Die Zahl der Coronafälle in Verbindung mit einer Bremerhavener Pfingstgemeinde ist auf 49 gestiegen. Das hat die Stadt Bremerhaven bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Ob sich die Betroffenen während eines Gottesdienstes angesteckt haben, ist laut Stadt noch unklar.

+++ Mein Schiff 3 verlässt Cuxhaven +++

Nach rund einem Monat Liegezeit verlässt die "Mein Schiff 3" heute Cuxhaven. Gegen 18 Uhr legt das Tui-Schiff ab und wird dann auf der Nordsee zwischengeparkt. Die "Mein Schiff 3" war Ende April von den Kanaren nach Cuxhaven gekommen und hatte 2.900 Crewmitglieder mitgebracht. Sie stammten von verschiedenen Schiffen der Tui-Flotte. Neun mit Corona infizierte Besatzungsmitglieder wurden an Land behandelt. Nach Tests wurden Rückflüge für 1.900 Menschen in ihre Heimatländer organisiert. Für viele der verbliebenen Besatzungsmitglieder werden weiterhin Rückflugmöglichkeiten gesucht. Ein Teil muss aber auch an Bord bleiben, bis Kreuzfahrten wieder möglich sind.

+++ Zehn Bremer Schulen melden Corona-Fälle +++

Laut der Bremer Bildungsbehörde gibt es aktuell in zehn Schulen im Stadtgebiet Bremen bestätigte Corona-Fälle. Betroffen sind demnach sieben Schüler und Schülerinnen sowie ein Beschäftigter und zwei Väter, die sich in den Schulen aufgehalten hatten. Auch sie werden zu den Fällen in Schulen hinzugezählt, da sie auf dem Schulgelände Kontakt zu anderen Personen hatten. Insgesamt gibt es in der Stadt Bremen etwa 70.000 Schüler und Schülerinnen an 181 Schulen.

+++ Bremer Musikfest wegen Corona abgesagt +++

Das Bremer Musikfest ist abgesagt. Man beuge sich den unvorhersehbaren Entwicklungen der Corona-Pandemie, teilten die Organisatoren am Freitag mit. Das Musikfest, das im vergangenen Jahr rund 25.000 Besucher zählte, war vom 29. August bis zum 19. September in Bremen, Bremerhaven und in vielen Orten im Nordwesten sowie im niederländischen Groningen geplant. Zum Programm gehörten 43 Konzerte und dazu im November ein Beethoven-Zyklus mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Letzter wird weiterhin vom 18. bis zum 22. November im Bremer Konzerthaus Glocke stattfinden, hieß es. Außerdem sind kleinere Konzertprojekte geplant.

+++ Corona-Fallzahl nach Restaurant-Eröffnung in Leer steigt auf 34 +++

In Verbindung mit einer Restaurant-Wiedereröffnung bei Leer steigt die Zahl der Corona-Fälle weiter an. Bis Donnerstagnachmittag sind 34 Infizierte mit dem Ausbruch in Verbindung gebracht worden. Betroffene kommen aus dem Landkreis Leer aber auch aus anderen Landkreisen. Nach Angaben des Landkreises Leer befinden sich jetzt 217 Menschen in Quarantäne.

Der Betreiber des Restaurants "Alte Scheune" in Moormerland, in dem es offenbar zu den Corona-Infektionen gekommen war, hat seine gerade erst wiedererlangte Lizenz zum Betrieb des Restaurants inzwischen zurückgegeben. Nach Informationen des NDR ist er damit dem Landkreis zuvorgekommen, der ihm die Lizenz entziehen wollte.

+++ Jetzt 20 Corona-Fälle in Bremerhavener Kirchengemeinde +++

In einer in Bremerhaven ansässigen Pfingstgemeinde haben sich mindestens 20 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Wie es zu den Infektionen kommen konnte, ist noch unklar. Die Gemeinde befindet sich in der Stadt Bremerhaven, hat aber auch viele Mitglieder im angrenzenden Landkreis Cuxhaven. Die Behörden rechnen mit weiteren Infektionsfällen. Derzeit befinden sich in der Stadt Bremerhaven insgesamt 43 Menschen in Quarantäne. Nicht alle von ihnen haben aber einen Bezug zur Pfingstgemeinde, sagte ein Sprecher des Bremerhavener Magistrats. Derzeit versuche man, die Quelle der Ansteckung zu ermitteln. Möglicherweise spielen religiöse Zusammenkünfte eine Rolle. Die Gemeindemitglieder sollen kürzlich Gottesdienste mit bis zu 150 Mitgliedern gefeiert haben.

+++ Mehrere Jugendherbergen öffnen wieder +++

Mehrere Jugendherbergen in der Region haben ab diesem Freitag wieder geöffnet, darunter auch Einrichtungen in Oldenburg, Bremerhaven und Cuxhaven. Die Jugendherberge Bremen wird bis Mitte Dezember als Unterkunft für Geflüchtete genutzt. Die geöffneten Jugendherbergen dürfen zwar wieder Gäste aufnehmen. Doch nur 60 Prozent der Betten dürfen ausgelastet und nur ein Teil der Zimmer gleichzeitig belegt werden. Einige Jugendherbergen sollen noch geschlossen bleiben. Laut Jugendherbergsverband wäre ihr Betrieb derzeit unwirtschaftlich. Reisen von Gruppen und Schulklassen sind nach wie vor nicht möglich. Der Landesverband Unterweser-Ems hat seit dem 1. April alle 650 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Außerdem wurden alle Bauarbeiten bis auf weiteres gestoppt.

+++ BSAG hofft auf Finanzhilfe vom Bund +++

Die Bremer Straßenbahn AG kann sich berechtigte Hoffnung auf finanzielle Unterstützung in der Corona-Krise machen. Der Bund will insgesamt 2,5 Milliarden Euro bereitstellen, um angeschlagenen Nahverkehrsbetrieben bundesweit unter die Arme zu greifen. In den vergangenen Wochen hatten die Kommunen immer wieder betont, dass die massiven Einnahmeverluste der Unternehmen nicht alleine geschultert werden könnten. Der BSAG könnten wegen der Krise allein in diesem Jahr 35 Millionen Euro fehlen.

+++ Abstandsregel in Grundschule könnte gekippt werden +++

Im Gegensatz zu den Kitas gilt an Bremens Schulen weiterhin die Abstandsregel. Laut Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) kann sich das unter Umständen an den Grundschulen bald ändern. "Es beginnt aber eine bundesweite Diskussion darüber, dass man Grundschulkinder eher wie Kitakinder behandeln kann – sprich, auch dort nicht mehr das Abstandsgebot zwingend notwendig ist", sagte sie im buten un binnen-Studio.

+++ Bremerhaven-Update: Krisenstab rechnet mit steigenden Fallzahlen +++

In Bremerhaven geht der Krisenstab nach mehreren Infektionen in einer Pfingstgemeinde von steigenden Fallzahlen in den kommenden Tagen aus. Mehr dazu und weitere Neuigkeiten aus der Seestadt im Update.

Das Corona-Update aus Bremerhaven vom 28. Mai

Video vom 28. Mai 2020
Reporter Patrick Florenkowsky aus Bremerhaven.

Mehr zum Thema

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 29. Mai 2020, 19:30 Uhr