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Corona-Ticker (26. Mai): Soforthilfen für Sportvereine verlängert

Die Hilfen für die rund 400 Bremer Sportvereine laufen nun bis Ende August. Auch die Fördersumme wurde erhöht. Die Entwicklung im Ticker.

Jugendliche trainieren Basketball in einer Halle (Archivbild)
Sportvereine konnten bisher kaum Angebote machen. Bild: DPA | Felix Zahn

+++ Fitnessstudios öffnen in Bremen wieder +++

Endlich wieder trainieren: Darauf haben viele Freizeitsportler gewartet. Die Studios sind für den Neustart vorbereitet – Besucher müssen aber eine Reihe von Regeln einhalten. So muss die Anzahl der Nutzer beschränkt werden, die Trainingszeiten werden zum Teil reduziert. Manch Sportler muss sich vorher anmelden. Duschen bleiben dicht, Umkleiden können nur als Ablagen verwerdet werden.

+++ Regierung greift Bremer Sportvereinen weiter unter die Arme +++

Der Bremer Senat hat die Soforthilfe für die rund 400 Bremer Sportvereine bis Ende August verlängert. Auch die Fördersumme wurde erhöht. Aus dem Topf können Vereine jetzt bis zu 25.000 Euro bekommen, bisher waren es maximal 5.000 Euro. Nur 70 Vereine haben bisher Geld beantragt. Das Hilfsprogramm soll verhindern, dass Vereine wegen der Corona-Einschränkungen in wirtschaftliche Not geraten. Abschließend muss sich noch die Sportdeputation mit dem Hilfsprogramm befassen.

+++ 5 Neuinfektionen in Bremerhavener Pfingstgemeinde +++

Der Bremerhavener Magistrat spricht von einem "begrenzten Geschehen". Zwei Betroffene wohnen in Niedersachsen – und tauchen deshalb in den Zahlen des Landes Bremen nicht auf. In Bremerhaven wurden heute drei Neuinfektionen gemeldet – alle führt der Magistrat auf eine Pfingstgemeinde zurück. "Die bisherigen Erkenntnisse lassen vermuten, dass es sich um ein begrenztes Geschehen im sozialen und familiären Kontext handelt", teilte der Magistrat mit. Menschen aus dem Umfeld der Glaubensgemeinschaft sollen bei geringsten Symptomen Kontakt zum Gesundheitsamt aufnehmen und vorsorglich zu Hause bleiben.

+++ Bund und Länder verlängern Kontaktbeschränkung bis 29. Juni +++

Die Kontaktbeschränkungen in Deutschland werden Regierungskreisen zufolge bis zum 29. Juni verlängert. Bund und Länder einigten sich auch darauf, dass die Länder den Aufenthalt im öffentlichen Raum nunmehr mit bis zu zehn Personen oder den Angehörigen zweier Hausstände gestatten können, wie die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr. Thüringen erklärte in einer Protokollerklärung seine abweichende Meinung.

+++ Steigende Fallzahlen nach Corona-Ausbruch in Restaurant im Kreis Leer +++

Die Ansteckungskette unter Besuchern eines Restaurants in Ostfriesland hat bislang zu 27 nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus geführt. Fünf neue Fälle sind heute dazugekommen, teilte der Landkreis Leer mit. Den Erkenntnissen nach zählen 23 Infizierte zu der geschlossenen Gesellschaft, die sich am 15. Mai in dem Restaurant in Moormerland getroffen hatte. Die Zahl der Menschen in Quarantäne sei seit Montag von 133 auf 154 gestiegen.

+++ Zahl der bekannten Infektionen steigt im Land Bremen auf 1.323 +++

Ein Stempel mit der Aufschrift "Corona-Virus"
Im Land Bremen sind zehn weitere Infizierte registriert. Bild: DPA | Bildagentur-online/McPhoto

Im Land Bremen sind den Behörden nun 1.323 Infektionen bekannt. Das sind zehn mehr als gestern. Sieben davon entfallen auf die Stadt Bremen, drei auf Bremerhaven. 974 gelten landesweit als genesen, das sind zwölf mehr als am Tag zuvor.

Die Zahl der Verstorbenen hat sich nicht weiter verändert. In der Stadt Bremen starben bisher 37, in Bremerhaven drei Menschen. Im Land Bremen müssen aktuell 42 Personen stationär versorgt werden, davon sieben auf Intensivstationen. Vier der intensivmedizinisch behandelten Personen müssen beatmet werden.

+++ Bremer FDP-Fraktion: Außengastronomie Pacht erlassen +++

Die FDP-Fraktion Bremen fordert den Senat dazu auf die Außenpacht für Gastronomen für ein Jahr zu erlassen. Die Vorsitzende der FDP-Fraktion Bremen, Lencke Wischhusen, erklärte: "Die Geschäftsgrundlage für Gastronomen wurde durch den Corona-Lockdown erheblich gestört. Es ist deshalb folgerichtig, dass nun die Öffnung unter Auflagen möglich ist." Allerdings reiche das aus ihrer Sicht noch nicht aus. Die Gastronomie sei ein wichtiger Image- und Wirtschaftsfaktor. Es brauche deshalb dringend weiterer Unterstützungsmaßnahmen.

+++ Rathaus korrigiert: geänderte Regeln für Partys erst ab 1. Juni +++

Die vom Senat beschlossenen Änderungen für Partys gelten erst ab dem 1. Juni. Das hat ein Regierungssprecher buten un binnen mitgeteilt. Der Senat hatte in seiner Pressekonferenz am Mittag davon berichtet, dass die Lockerungen ab Mittwoch gelten. Der Senat hatte beschlossen, private Feiern unter Auflagen zu erlauben. "Innerhalb von Gebäuden sind Veranstaltungen mit bis zu 20 Personen erlaubt, wenn Abstand eingehalten und ein Hygienekonzept vorgelegt wird", sagte Bürgermeister Bovenschulte (SPD). Unter freiem Himmel seien sogar bis zu 50 Personen möglich – allerdings nur auf privatem Gelände.

+++ Filmfest Bremen auf April 2021 verschoben +++

Das Filmfest Bremen wird wegen der Corona-Pandemie vom Herbst auf den Frühling 2021 verschoben. Das teilten die Veranstalter mit. Neuer Termin ist demnach der 14. bis 18. April 2021. "Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich leider nicht absehen, welche gesundheitsschützenden Maßnahmen in diesem Herbst zu beachten sind und inwieweit ein Festival überhaupt möglich sein wird", sagte Festivalleiter Matthias Greving. Um Besuche aus anderen Ländern, Austausch mit dem Publikum und die Vernetzung mit lokalen und internationalen Filmschaffenden zu ermöglichen, werde die Veranstaltung verschoben.

+++ Viele Jugendherbergen im Nordwesten öffnen wieder +++

Rechtzeitig vor dem Pfingstfest wollen mehr als die Hälfte der Jugendherbergen im Nordwesten im Zuge der Corona-Lockerungen wieder öffnen. In 15 der 27 Häuser der Region könnten von Freitag an Gäste wieder einchecken, teilte der Landesverband Unterweser-Ems mit Sitz in Bremen mit. Um das Infektionsrisiko zu senken, können aber nur 60 Prozent der Betten gebucht werden. "Wir werden die Anzahl der Gäste deutlich reduzieren und nur einen Teil der Zimmer gleichzeitig belegen", kündigte Geschäftsführer Thorsten Richter an.

+++ 11.620 gemeldete Covid-19-Infektionen in Niedersachsen +++

11.620 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind nun in Niedersachsen bestätigt. Insgesamt 580 an Covid-19 Erkrankte wurden als verstorben gemeldet. Genesen sind in Niedersachsen jetzt 10.075 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 86,7 Prozent. In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 396 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 312 Erwachsene auf Normalstationen, 81 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung.

+++ Private Veranstaltungen sollen erlaubt werden +++

Der Bremer Senat hat beschlossen, private Feiern unter Auflagen zu erlauben. "Innerhalb von Gebäuden sind Veranstaltungen mit bis zu 20 Personen erlaubt, wenn Abstand eingehalten und ein Hygienekonzept vorgelegt wird", sagte Bürgermeister Bovenschulte (SPD). Unter freiem Himmel seien sogar bis zu 50 Personen möglich – allerdings nur auf privatem Gelände. Im öffentlichen Raum bleiben die bisherigen Kontaktverbote bestehen.

+++ Zahl der beatmeten Patienten deutlich gesunken +++

Die Anzahl der Corona-Patienten, die beatmet werden müssen, hat sich im Land Bremen deutlich verringert. "Wenn man sich den schweren Verlauf anguckt, wer muss beatmet werden, da haben wir über die Wochen eine deutlich positive Entwicklung gehabt", sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Waren es vor Ostern noch bis 30 Patienten, die entsprechend intensivmedizinisch betreut werden mussten, liege die Zahl inzwischen bei weniger 10. "In dieser Situation ist das Gesundheitssystem nicht überlastet", so Bovenschulte. Die gebe Spielraum für weitere Lockerungen.

Mitschnitt der Pressekonferenz zu Corona-Lockerungen

Video vom 26. Mai 2020
Pressekonferenz mit Andreas Bovenschulte und Claudia Bernhard sowie einer Gebärdendolmetscherin
Bild: Radio Bremen

+++ Bovenschulte: Die Pandemie ist vorläufig unter Kontrolle +++

Bremens Bürgermeister Bovenschulte hat sich erfreut gezeigt über den positiven Trend bei den Neuinfektionen im Land Bremen. Die Zahl der Neuinfektionen hätten sich von rund 25 pro 100.000 Einwohner und Woche auf derzeit rund 13 halbiert. "Die Pandemie ist vorläufig unter Kontrolle, aber das Virus gibt es weiter", sagte er. Alle müssten weiter vorsichtig sein. Auch wenn weitere Lockerungen "alternativlos" seien, bleibe der Rahmen erhalten: Hygiene, Abstand, Mund-Nase-Bedeckung und die Kontaktbeschränkungen.

+++ Senats-PK: Bremen plant Ausweitung präventiver Testungen +++

Der Bremer Senat hat entschieden, die Covid19-Tests in Bremen deutlich auszuweiten. "Wir wollen mehr testen", kündigte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) auf der Senatspressekonferenz im Rathaus an. Geplant sei, zunächst anlassbezogen zu testen, also wenn konkrete Verdachtsfälle vorlägen. Darüber hinaus plant Bremen künftig, auch stärker präventiv zu testen. "Prävention wollen wir in den Mittelpunkt stellen. Da können und wollen wir mehr machen." Dabei sollen anlassbzogene Verdachtstests und präventionsbezogene Stichprobentests kombiniert werden.

"Wir werden die Aufmerksamkeit dabei auf die Cluster lenken", sagte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke). Sie verwies dabei auf die bereits erfolgten ausführlichen Testungen in Bremer Pflegeheimen. "Wir werden die Aufmerksamkeit auf die Cluster lenken", sagte Bernhard. Wobei sie auch darauf verwies, dass Bremen künftig auch Unternehmen stärker in die neue Teststrategie einbinden werde – auch vor dem Hintergrund der Corona-Ausbrüche bei Paketdienstleistern in der Region.

Der Senatorin zufolge lag die Zahl täglicher Tests zuletzt bei rund 800 am Tag. "Wir können das aber auf 1.200 Tests erweitern", so Bernhard.

+++ Bremen will an betroffenen Schulen umfangreich testen +++

In Pflegeeinrichtungen mit Corona-Fällen testet Bremen bereits mehr als für die reine Risikotestung nötig wäre. Dieses Prinzip soll nun auch für Schulen und Kitas gelten. "Wenn in Einrichtungen Fälle auftreten, testen wir so umfassend, dass dabei schon häufig der Bereich der präventiven Testung erreicht wird, da tatsächlich nicht nur die direkten Kontaktpersonen getestet werden", sagte der Sprecher des Gesundheitsressorts, Lukas Fuhrmann, zu buten un binnen.

+++ Pressekonferenz des Senats ab 13 Uhr im Livestream +++

Der Bremer Senat berät heute erneut über die Corona-Maßnahmen. Über die Ergebnisse informieren Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) und Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) ab 13 Uhr in einer Pressekonferenz. Wir übertragen live aus dem Rathaus.

+++ CDU-Chef Meyer-Heder: "Vor Corona ist nichts passiert" +++

Ein Jahr nach der Bürgerschaftswahl stellt die CDU in Bremen der rot-grün-roten Landesregierung ein schlechtes Zeugnis aus. Vor Corona ist eigentlich gar nichts passiert, sagte Bremens CDU-Chef Carsten Meyer-Heder gegenüber Radio Bremen. "Wenn ich mir die substanziellen Probleme der Stadt angucke oder des Landes, dann sehe ich da überhaupt keine Weiterentwicklung in irgendeine Richtung", sagte er.

Mit den Maßnahmen des Senats in der Corona-Krise zeigte sich der Bremer CDU-Chef hingegen weitgehend einverstanden. Die meisten Maßnahmen sind jetzt geboten, so Meyer-Heder. Für die Zukunft käme es aber darauf an, wie Bremen die Hilfen zur Überwindung der Corona-Krise einsetze. "Jetzt ist viel Geld im System, wo noch keiner so richtig weiß, wo läuft es eigentlich hin und wie wollen wir es eigentlich ausgeben."

+++ Gesundheitssenatorin: "Thüringen kein Modell für Bremen" +++

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) sieht im Thüringer Vorstoß, die Corona-Maßnahmen im Land aufzuheben, kein Modell für Bremen. "Ich halte das deutlich für zu früh", sagte Bernhard buten un binnen. "Wir werden den Stufenplan weiter beibehalten, die bisherige Entwicklung gibt uns Recht." Zuvor hatte sich schon Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) gegen einen Weg wie in Thüringen ausgesprochen.

+++ Lunchpakete für Schüler in Bremerhaven +++

1.400 Kinder in Bremerhaven sollen ab Juni einmal in der Woche Lebensmittelpakete bekommen. Weil Kindergärten und Schulen noch geschlossen sind, sollen Kinder aus armen Familien sich die Pakete selbst in ihrem Kindergarten oder ihrer Schule abholen. So sollen sie auch den Kontakt zu ihren Betreuern oder Lehrern halten. In die Pakete kommen nur haltbare Lebensmittel. Die Stadt organisiert die Aktion zusammen mit der Tafel, der Arbeiterwohlfahrt und der Diakonie. Das Deutsche Rote Kreuz soll die Auslieferung übernehmen. Die Kosten für die Pakete belaufen sich auf mehr als 56.000 Euro monatlich.

+++ Ein weiterer Corona-Fall in der Stadt Bremen +++

Ein weiterer bestätigter Corona-Fall ist dazugekommen, er stammt aus der Stadt Bremen. Die Zahl der Neu-Infektionen ist montags häufig niedrig, weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt zählt das Land Bremen jetzt 1.313 Infizierte. Ein Großteil der Betroffenen gilt bereits als genesen, insgesamt 962.

+++ 133 Menschen nach Restaurantöffnung bei Leer in Quarantäne +++

Die Behörden haben nach der Restaurantöffnung im Landkreis Leer für 133 Menschen häusliche Quarantäne angeordnet. Die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Menschen, die am 15. Mai in dem Lokal in Moormerland waren, war im Laufe des Sonntags auf 14 gestiegen. Hinzu kamen vier weitere Personen, die sich in der Folge angesteckt hatten. Bei der Restauranteröffnung sei es offenbar zu mehreren Verstößen gegen die Corona-Auflagen gekommen, unter anderem habe es Händeschütteln und Umarmungen gegeben. Den Beteiligten drohen nun Geldstrafen.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 26. Mai 2020, 19:30 Uhr