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Corona-Ticker (8. Mai): 27 neue Infektionen im Land Bremen registriert

Inzwischen sind 1.025 Corona-Infektionen im Land Bremen bestätigt worden. Besuche in Pflegeheimen sollen bald wieder möglich sein. Die Entwicklung im Liveticker.

Aufnahmeraum/ Arzt in Schutzkleidung hält Corona-Test-Stäbchen und Röhrchen.
Im Land Bremen wurden 27 neue Corona-Fälle registriert. Bild: Gesundheit Nord gGmbH | Kerstin Hase

+++ Corona-Update aus Bremerhaven +++

Wie ist der Stand der Dinge in Bremerhaven? Aus dem Radio Bremen-Studio berichtet Catharina Spethmann von den Neuigkeiten in der Corona-Krise.

Video vom 8. Mai 2020
Moderatorin Lea Reinhard im buten un binnen Studio, rechts im Monitor Catharina Spethmann live aus Bremerhaven.

+++ Zehn weitere Corona-Tote in Niedersachsen +++

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Niedersachsen am Freitag auf 10.782 gestiegen. Das waren 125 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Demnach stieg die Zahl der Menschen, die mit einer Corona-Infektion gestorben sind, um zehn auf 500.

+++ 27 neue Infektionen registriert +++

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist im Land Bremen erstmals über 1.000 gestiegen. Am Freitag wurden laut Gesundheitsbehörde insgesamt 27 neue Fälle registriert – 24 in Bremen, drei in Bremerhaven. Damit liegt die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen jetzt bei 1.025. Die Zahl der Genesenen steigt auf insgesamt 572 (+ 8), die der Verstorbenen bleibt bei 32.

Keine neuen Infektionen gab es in einer Pflegeeinrichtung, die seit Mitte März unter Quarantäne stand, weil fast drei Dutzend Personen positiv getestet worden waren. Deshalb wurden der Behörde zufolge die Maßnahmen dort aufgehoben.

+++ Besuche in Pflegeheimen sollen wieder möglich werden +++

Ab kommenden Mittwoch sollen unter bestimmten Auflagen wieder Besuche in Bremer Pflegeheimen möglich sein. Das haben Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) und Vertreter der Einrichtungsträger heute bei einem Gespräch mit Bürgermeister Andras Bovenschulte (SPD) vereinbart. Spätestens am 25. Mai müssen alle Einrichtungen die Voraussetzungen geschaffen haben, Besuche wieder zu ermöglichen. Die rechtliche Grundlage solle am Dienstag im Senat verabschiedet werden.

Allerdings können wohl nicht alle Pflegeheime sofort öffnen. "Jede Einrichtung braucht ein eigenes Besuchskonzept für die sichere Umsetzung der Besuche. Aber nicht alle haben schon eines in der Schublade liegen, manche brauchen einen längeren Vorlauf. Den muss man ihnen geben", sagte Arnold Knigge, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände Bremen.

+++ Handwerkskammer: Sind mit blutiger Nase davongekommen +++

Die meisten Handwerksbetriebe in Bremen und Bremerhaven werden die Corona-Krise überstehen. Davon geht die Handwerkskammer aus. Man sei noch mit einer blutigen Nase davongekommen, so der Vorstand.

Am stärksten betroffen von der Corona-Pandemie sind demnach beispielsweise Fußpflegpraxen oder Optiker. Hier wird bei nahezu allen Unternehmen ein Umsatzrückgang von knapp 80 Prozent erwartet. Ähnlich sieht es da bei den Frisören aus – hier rechnet knapp jeder neunte Laden mit etwa 90 Prozent weniger Umsatz. Allerdings werden sich diese Betriebe mittel- bis langfristig wieder erholen, so die Einschätzung der Kammer. Um die Unternehmen schneller aus der Krise zu holen, fordert der Vorstand eine befristete Reduzierung der Gewerbe- und Grundsteuer.

+++ Hygienemängel in Bremer Pflegeheim +++

Wegen eines schweren Corona-Ausbruchs haben die Bremer Behörden eine Pflegeeinrichtung für demenzkranke Menschen in Osterholz komplett unter Quarantäne gestellt. Das teilte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) mit. Insgesamt seien zurzeit zwölf Bewohner sowie ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Weitere Laborergebnisse stehen Stahmann zufolge noch aus. Sie rechnet aber "wegen festgestellter erheblicher Hygienemängel in der Einrichtung und angesichts der demenziell erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner" mit zahlreichen weiteren Infektionen.

Die Staatsanwaltschaft prüft, ob Mängel und Versäumnisse in der Einrichtung so gravierend sind, dass ein strafrechtliches Verfahren eingeleitet werden muss, heißt es.

+++ Zentraler Elternbeirat stellt in offenem Brief Forderung an Senat +++

Der Zentralelternbeirat Bremen (ZEB) fordert in einem offenen Brief an Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) "endlich einen klaren Fahrplan zur Schulöffnung". Viele Eltern seien wegen der Unsicherheit, wann ihre Kinder wieder zur Schule gehen, "frustriert und häufig verzweifelt". Aus Sicht der Bremer Eltern fehle ein transparentes Konzept, wie die Wiedereröffnung der Schulen aussehen soll.

Ein solches Konzept würde den Eltern Sicherheit bringen. Sie fordern den Senat auf, bis nach Pfingsten den Schulbesuch für alle Bremer Kinder zu ermöglichen. Das sei auch in einem Schichtbetrieb oder halbierten Klassen denkbar, natürlich unter Einhaltung von Hygieneregeln. Dabei ging es dem ZEB nicht in erster Linie um Wissensvermittlung, sondern um die sozialen Aspekte des Schulbesuchs für die Kinder.

+++ Abreise der Kreuzfahrer-Besatzung aus Cuxhaven läuft +++

Die Abreise der ersten Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 3" ist in vollem Gange. Mit Bussen seien rund 190 Crewmitglieder vom Terminal in Cuxhaven zum Flughafen in Hamburg gebracht worden, sagte eine Sprecherin von Tui Cruises am Freitag. Insgesamt würden zunächst 316 Mitglieder der Crews der "Mein Schiff 3", "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 6" in ihre Heimat gebracht. Die "Mein Schiff 4" liege in Bremerhaven. Für 12 Uhr sei der Start in Richtung Ukraine geplant.

Zuvor waren am Donnerstag mit dem Coronavirus infizierte Besatzungsmitglieder auf die Quarantänestation eines Krankenhauses gekommen. Sie sollten dort in Isolation untergebracht und versorgt werden. Den acht Patienten geht es früheren Angaben zufolge gut. Tui Cruises zufolge hat auch das am 30. April als erstes positiv getestete Crewmitglied keine Symptome mehr.

+++ Bremer Gesundheitsamt rüstet weiter auf +++

41 Corona-Neuinfektionen kann Bremen pro Tag verkraften, um die neue Obergrenze nicht zu überschreiten. 50 Neuinfektionen dürfen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen maximal verzeichnet werden, sonst sind Regelverschärfungen erforderlich. Darauf haben sich Bund und Länder am Mittwoch geeinigt. Medienberichten zufolge kritisieren viele Gesundheitsämter diese Grenze als zu hoch, sie fürchten eine Überlastung. Das Bremer Gesundheitsamt rüstet für einen möglichen Anstieg auf und setzt dabei vor allem auf Containment-Scouts, die Infektionsketten nachverfolgen.

+++ Bremen berät Dienstag über Versammlungsverbot +++

In der Coronakrise lockern viele Bundesländer ihre Versammlungsverbote. Der Bremer Senat will darüber am kommenden Dienstag entscheiden. Wieviele Menschen zulässig sind, unterscheidet sich zwischen den Bundesländern, in Schleswig-Holstein sollen 50 Menschen erlaubt sein, in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 150.

+++ Bovenschulte lobt Krisenstab in Bremerhaven +++

Bremens Bürgermeister Bovenschulte hat am Donnerstagabend die Arbeit des Krisenstabs in Bremerhaven gelobt. Man arbeite sehr effizient und gut mit Bremen zusammen, sagte er nach einem Treffen . "Ich bin froh, dass die Arbeit in Bremerhaven so gut organisiert ist und dass da so gut und koordiniert an der Bekämpfung der Pandemie gearbeitet wird", sagte Bovenschulte. "Vor allen Dingen nehme ich aber auch mit, dass auch eine große Bereitschaft besteht, dass gemeinsam mit dem Land zu machen und zu einer landeseinheitlichen Strategie zu kommen."

+++ Zoo und Museen öffnen +++

Der Zoo am Meer in Bremerhaven öffnet ab heute wieder für Besucher. Damit ist der Zoo eine von mehreren Einrichtungen im Land Bremen, die in diesen Tagen die beschlossenen Corona-Lockerungen umsetzen. Für die Besucher wird sich allerdings einiges ändern. Sie können beispielsweise Eintrittskarten ausschließlich online kaufen. Dadurch soll vermieden werden, dass sich vor dem Zoo lange Warteschlangen bilden. Ebenfalls heute öffnet das Auswandererhaus in Bremerhaven. Auch hier werden nur begrenzt Gäste eingelassen. Daneben können Besucher etwa ihre eigenen Kopfhörer für die Audio-Stationen im Museum mitbringen. Seit gestern ist zudem auch das Deutsche Schifffahrtsmuseum teilweise wieder geöffnet.

Das Bremer Überseemuseum ist auch seit gestern wieder offen. Hier dürfen zeitgleich bis zu 150 Besucher rein. Die Kunsthalle und das Focke-Museum öffnen heute wieder. Ab morgen ist zudem auch die Botanika wieder offen. Wann das Universum wieder aufmacht ist aktuell noch nicht klar. Und auch das Klimahaus in Bremerhaven öffnet diese Woche noch nicht. Geplant ist der 20. Mai. Generell werden alle Einrichtungen kontrollieren, ob ihre Gäste die Abstands- und Hygieneregeln einhalten.

+++ Zahl der Infektionen im Land Bremen steigt auf 998 +++

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Land Bremen ist der Gesundheitsbehörde zufolge auf 998 gestiegen. Das sind 32 mehr als am Vortag. In der Stadt Bremen gibt es demnach 30 neue bestätigte Corona-Fälle (insgesamt 925), in Bremerhaven zwei (insgesamt 73). Die Zahl der verstorbenen Corona-Patienten bleibt bei 32.

Bei den drei gestern bekanntgegebenen Corona-Ausbrüchen, sind der Behörde zufolge weitere Fälle hinzugekommen. In der neu hinzugekommenen Pflegeeinrichtung seien bislang insgesamt zwölf Fälle bekannt, im Klinikum Bremen-Nord acht Fälle und im Callcenter elf Fälle. Aktuell würden Kontaktpersonen und Infektionsketten ermittelt. Der Behörde zufolge muss deshalb mit weiteren Fällen gerechnet werden.

Das sind die geplanten Corona-Lockerungen für Bremen

Video vom 7. Mai 2020
Mehrere unterschiedliche Menschen am Weserdeich.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. Mai 2020, 19:30 Uhr