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Corona-Ticker (7. Mai): Gut 3.000 Verstöße in Bremen und Bremerhaven

Allein in Bremen sind laut Innensenator über 130.000 Euro Bußgeld zusammengekommen. Die meisten hielten sich aber an die Corona-Auflagen. Die Entwicklung im Liveticker.

Ein Polizist trägt eine Atemschutzmaske
In Bremen und Bremerhaven mussten Polizisten unter anderem Partys beenden. Bild: DPA | Stefan Sauer

+++ Bovenschulte: Lob für Bremerhavener Krisenstab +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat am Abend die Arbeit des Krisenstabs in Bremerhaven gelobt. Man arbeite sehr effizient und gut mit Bremen zusammen, so Bovenschulte. "Bin froh, dass die Arbeit in Bremerhaven so gut organisiert ist und dass da so gut und koordiniert an der Bekämpfung der Pandemie gearbeitet wird", sagte der Regierungschef. Vor allen Dingen nehme er mit, dass auch eine große Bereitschaft bestehe, gemeinsam mit dem Land zu arbeiten und zu einer landeseinheitlichen Strategie zu kommen. Auch Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) betonte die gute Zusammenarbeit. In der aktuellen Situation brauche man keine unterschiedlichen Maßnahmen für die beiden Städte.

+++ Mehr als 3.000 Verstöße gegen Corona-Auflagen +++

Bremen und Bremerhaven melden bisher mehr als 3.000 Verstöße gegen die Corona-Auflagen. Der größte Teil der Bevölkerung aber halte sich an die gesetzlichen Bestimmungen, erklärte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) in einer ersten Zwischenbilanz für die Zeit der Corona-Pandemie in einer Deputationssitzung.

In der Stadt Bremen haben Polizei und Ordnungsamt demnach rund 2.300 Mal Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit erstattet. In den meisten Fällen sei es darum gegangen, dass Menschen das Kontaktverbot nicht einhielten. Bisher sind laut Mäurer dadurch Bußgelder in Höhe von insgesamt mehr als 130.000 Euro verhängt worden. Die Höhe des Bußgeldes bewegt sich zwischen 50 und 250 Euro. In Bremerhaven wurden in den vergangenen Wochen etwa 700 Verstöße gegen die Corona-Auflagen gezählt.

+++ Stadttheater und Philharmoniker sollen Saison beenden +++

Bremen will die laufende Saison für das Stadttheater und die Philharmoniker offiziell abbrechen. Die Corona-Abstandsregeln seien nicht einzuhalten, sagte Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz (SPD) zur Begründung in einer Videokonferenz der Deputation. Dieser Schritt treffe alle "großen, bestuhlten Kultureinrichtungen". Für den Herbst kündigte Emigholz "andere Formate" für den Spielbetrieb an. Zurzeit arbeite man an den Regeln dafür.

Die Kulturstaatsrätin stellte auch eine baldige Bundesratsinitiative in Aussicht. Damit wollten die Kultusminister der Länder erreichen, dass sich der Bund an Hilfsprogrammen für Kulturschaffende beteiligt. Es gehe darum, "existenzielle Not" zu verhindern. Parteiübergreifend lobte die Deputation die Arbeit des Kulturressorts in der Coronakrise. Die Deputierten beschlossen einstimmig, das Bremer Nothilfeprogramm für Künstler zunächst bis August zu verlängern.

+++ Zahl der Infektionen im Land Bremen steigt auf 998 +++

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Land Bremen ist der Gesundheitsbehörde zufolge auf 998 gestiegen. Das sind 32 mehr als am Vortag. In der Stadt Bremen gibt es demnach 30 neue bestätigte Corona-Fälle (insgesamt 925), in Bremerhaven zwei (insgesamt 73). Die Zahl der verstorbenen Corona-Patienten bleibt bei 32.

Bei den drei gestern bekanntgegebenen Corona-Ausbrüchen, sind der Behörde zufolge weitere Fälle hinzugekommen. In der neu hinzugekommenen Pflegeeinrichtung seien bislang insgesamt zwölf Fälle bekannt, im Klinikum Bremen-Nord acht Fälle und im Callcenter elf Fälle. Aktuell würden Kontaktpersonen und Infektionsketten ermittelt. Der Behörde zufolge muss deshalb mit weiteren Fällen gerechnet werden.

+++ Bislang 11 Corona-Infektionen in Callcenter +++

Die Zahl der bestätigten Infektionen in einem Bremer Callcenter, in dem es einen größeren Corona-Ausbruch gegeben hat, liegt der Gesundheitsbehörde zufolge bei elf. Zahlreiche weitere Mitarbeiter könnten aber noch dazu kommen. Denn angesteckt haben sich die Callcenter-Mitarbeiter offenbar bei einer Schulung, an der 50 Personen teilgenommen haben. Sie befänden sich nun in häuslicher Quarantäne. Insgesamt arbeiten 340 Menschen in dem Unternehmen. Der Chef der Callcenters räumte im Gespräch mit buten un binnen ein, dass der Schulungsraum zu klein gewesen sei.

+++ 50 Studenten aus Bremerhaven erhalten finanzielle Unterstützung +++

50 Studenten der Hochschule Bremerhaven bekommen in der Corona-Krise finanzielle Unterstützung aus dem spendenbasierten Sozialfonds der Hochschule. Anfang April hatte die Hochschule den Fonds eingerichtet. Die Studenten erhalten bis zu 300 Euro pro Person. Viele Studenten seien wegen der Krise in eine finanzielle Notsituation geraten, weil sie ihren Nebenjob verloren hätten. Die meisten waren nach Angaben der Hochschule in der Gastronomie tätig.

+++ Cuxhavener Strände öffnen wieder für Tagestouristen +++

Die Strände an Elbe und Außenweser im Kreis Cuxhaven werden am 14. Mai wieder für Tagestouristen geöffnet. Das derzeitige Verbot laufe am 13. Mai aus und werde nicht verlängert, sagte ein Sprecher des Landkreises am Donnerstag. Die Küstenorte waren seit kurz vor Ostern den Einheimischen vorbehalten gewesen. Als erster Schritt der Lockerung dürfen nach einer Verordnung des Landes seit Mittwoch wieder Besitzer von Ferienwohnungen und Dauercamper anreisen.

+++ Bremer Kliniken dürfen wieder operieren +++

Krankenhäuser im Land Bremen dürfen wieder planbare Operationen durchführen, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurden. Seit Mitte März war den Kliniken alle OPs untersagt, die nicht überlebensnotwendig waren, um Kapazitäten vor allem auf den Intensivstationen für den befürchteten Bedarf für Corona-Erkrankte frei zu halten. Laut Gesundheitssenatorin Claudia Bernhardt (Die Linke) sind so genannte "elektive Operationen" jetzt wieder erlaubt.

+++ 59 neue Infektionen in Niedersachsen +++

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Niedersachsen ist dem Gesundheitsministerium in Hannover zufolge auf 10.657 gestiegen. Das sind 59 mehr als am Vortag. Die Zahl der Verstorbenen Corona-Patienten steigt demnach um sieben auf 490.

+++ Nach Corona-Ausbruch: Mitarbeiter erheben Vorwürfe gegen Callcenter +++

In einem Bremer Callcenter haben sich mehrere Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. Das hat das Unternehmen buten un binnen auf Anfrage bestätigt. Nach eigenen Angaben schickte das Callcenter daraufhin 50 Mitarbeiter nach Hause, weil es möglicherweise zu Kontakten mit den Infizierten gekommen ist. Mitarbeiter werfen dem Unternehmen unter anderem vor, dass bei Schulungen der Mindestabstand nicht eingehalten werden konnte.

+++ Bundesliga-Neustart: Geisterspiel im Weser-Stadion am Montag +++

Mit einem Montagabendspiel gegen Bayer Leverkusen setzt Werder Bremen am 18. Mai seine wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Bundesliga-Saison fort. Wenn alles nach Plan läuft, endet die Spielzeit am 27. Juni.

+++ Werften an der Weser stehen noch besser da als andere +++

Die Gewerkschaft IG Metall fordert wegen der Corona-Krise ein Konjunkturprogramm für die deutschen Werften. Das Virus habe den Wachstumstrend der Branche radikal unterbrochen, sagte IG-Metall-Bezirksleiter Friedrich. Vor allem betreffe das Werften, die Kreuzfahrtschiffe bauen, wie die Papenburger Meyer- Werft. Der Marine- und Behördenschiffbau sei dagegen noch relativ stabil, die Reparaturwerften profitierten derzeit sogar. Das komme den Werften an der Weser, wie der Bremer Lürssen-Werft und der Bremerhavener Lloyd-Werft zugute, so die Gewerkschaft. Auch für sie gebe es aber keine Entwarnung.

Die IG Metall fordert deswegen unter anderem, die Kurzarbeit bis über 24 Monate hinaus zu verlängern. Auch müsse der Staat bei Finanzierungslücken zum Beispiel mit Bürgschaften und Kredite helfen.

+++ SWB rechnet mit Verlusten durch Corona-Krise +++

Der Bremer Energieversorger SWB rechnet in diesem Jahr mit deutlichen Verlusten durch die aktuelle Corona-Pandemie. Grund dafür ist der Produktionsstopp bei vielen Großkunden, wie im Mercedes-Werk oder bei Arcelor Mittal. Wie hoch dieser Verlust aktuell ist, könne man derzeit nicht sagen, sagte eine Konzernsprecherin.

+++ Arbeitnehmerkammer: Corona-Sonderregelungen für Klinik-Personal zurücknehmen +++

Die Bremer Arbeitnehmerkammer fordert, dass in den Krankenhäusern wieder eine Mindestanzahl an medizinischem Personal arbeiten muss. Die Geschäftsführerin der Arbeitnehmerkammer, Elke Heyduck, sagte: "Die bestehende Rechtsverordnung zur Aussetzung der Personaluntergrenzen in Krankenhäusern muss wieder aufgehoben werden." Hintergrund ist, dass das Bundesgesundheitsministerium ab Mai wieder eine erhöhte Zahl planbarer Operationen zugelassen hat. In der Folge müssten nun auch andere Sonderregelungen zurückgenommen werden, heißt es in einer Mitteilung der Arbeitnehmerkammer. Das gelte neben der Aussetzung der Personaluntergrenzen auch für die zwischenzeitlich auf zwölf Stunden angehobene Tageshöchstarbeitszeit sowie die verkürzten Ruhezeiten.

+++ Infizierte Besatzungsmitglieder der "Mein Schiff 3" werden auf Quarantänestation gebracht +++

Im Laufe des Tages sollen die mit dem Coronavirus infizierten Besatzungsmitglieder der "Mein Schiff 3", die aktuell in Cuxhaven liegt, auf eine Quarantänestation des Ameos-Klinikums "Seepark Geestland" gebracht werden. Allen Infizierten geht es nach Angaben der Reederei TUI Cruises gut, sie sind ohne Symptome. Insgesamt waren neun der 2.900 Besatzungsmitglieder positiv auf Covid-19 getestet worden. Das als erstes positiv getestete Besatzungsmitglied liegt mittlerweile ebenfalls ohne Symptome weiterhin auf der Isolierstation der Helios-Klinik in Cuxhaven. Derweil treten morgen die ersten negativ getesteten Besatzungsmitglieder ihre Heimreise an. TUI hat bisher Rückflüge für rund 1.200 Crewmitglieder in ihre Heimatländer organisiert.

+++ Bürgermeister Bovenschulte trägt Notfallmechanismus mit +++

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf einen Notfallmechanismus für die Corona-Lockerungen verständigt. Dieser sieht vor, dass bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Landkreisen oder Städten in einem Zeitraum von sieben Tagen wieder regional verschärfte Beschränkungen gelten. "Welche Maßnahmen das sind, ist nicht vorgegeben", sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Er sagte bei buten un binnen auch, dass er sich in der Diskussion zunächst für eine andere Bemessungsgrundlage ausgesprochen hätte. In der Diskussion seien die Länderchefs aber zu dem Ergebnis gekommen, dass es keine bessere Bemessungsgrundlage als die 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gebe.

+++ Bürgermeister Bovenschulte warnt vor "anything goes"-Haltung +++

Eine Sechser-WG aus der Neustadt kann sich ab nächster Woche theoretisch mit einer Sechser-WG aus Walle treffen, um gemeinsam rauszugehen, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte auf Bremen Next. Allerdings bleibe es dabei, dass man die Situation sehr ernst nehmen müsse. "Da wo es irgendmöglich ist, sollten Kontakte weiter beschränkt bleiben", warnte Bovenschulte. Sonst würden wir riskieren, dass das Infektionsgeschehen wieder Fahrt aufnehme und dass Lockerungen zurückgenommen werden müssen.

Wir haben es selbst in der Hand, ob die Lockerungen zurückgenommen werden müssen.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte spricht im Bremer Rathaus.
Andreas Bovenschulte (SPD), Bremens Bürgermeister auf Bremen Next

Zur Frage einer Hörerin, warum Friseure eine Maske tragen müssen, Verkäufer im Einzelhandel aber nicht, sagte Bovenschulte, dass die Nähe zwischen Friseuren und Kunden größer sei als die zwischen den Verkäufern und den Kunden in Geschäften. Die Entscheidung am 15. Mai wieder den Spielbetrieb der Fußball-Bundesliga aufzunehmen, hält Bovenschulte für falsch. Da die Entscheidung der DFL jetzt aber so gefallen sei, wolle der Bremer Senat Werder keine Steine in den Weg legen. Gerichtet an die Hörerinnen und Hörer von Bremen Next sagte Bürgermeister Bovenschulte: "Wir haben es selbst in der Hand, ob die Lockerungen zurückgenommen werden müssen."

+++ Bovenschulte sieht Wiederaufnahme des Bundesliga-Spielbetriebs kritisch +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat immer wieder betont, dass er in der Corona-Krise für bundeseinheitliche Lösungen sei. In Sachen "Bundestreue" konnte er sich allerdings nun nicht durchsetzen. Die Länder haben weitgehend freie Hand, was die weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Wenn das Infektionsgeschehen aber wieder anzieht, will Bovenschulte mögliche Wieder-Verschärfungen der Maßnahmen zumindest im Einklang mit Niedersachsen vornehmen. Das sagte er auf Bremen Eins. Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Fußball-Bundesliga sehe er mit großer Skepsis. Letztlich habe er aber nichts anderes erwartet.

+++ Bovenschulte: Bis Fitnessstudios und Schwimmbäder wieder aufmachen, wird es noch dauern +++

Was die Öffnung von Fitnessstudios und Schwimmbädern in geschlossenen Räumen angeht, hat Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) auf Bremen Vier um Geduld gebeten. Darüber könne erst in einer späteren Phase entschieden werden. Bei der Gastronomie solle es schneller gehen. Über die werde der Bremer Senat am nächsten Dienstag beraten. Theoretisch könne es dann auch schon am 13. Mai losgehen. Da die Lokale sich aber vorbereiten müssten, werde es wohl noch etwas länger dauern, die Öffnung solle aber so schnell wie möglich kommen, sagte Bovenschulte. Zuvor hatte der Bremer Senat wiederholt vom 18. Mai als Datum für eine Wiederöffnung der Gastronomie in Bremen gesprochen.

+++ Bremer Senat will Kontaktbeschränkungen ab 13. Mai lockern +++

Die Kontaktbeschränkungen wurden von den Länderchefs und Kanzlerin Merkel grundsätzlich bis zum 5. Juni verlängert. Allerdings sollen sie etwas gelockert werden. Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte auf Bremen Vier, dass der Bremer Senat am nächsten Dienstag darüber beraten werde. Die entsprechende neue Rechtsverordnung könne dann ab Mittwoch, 13. Mai, gelten. Dann solle es beispielsweise möglich sein, dass eine Wohngemeinschaft von Freunden mit einer befreundeten zweiten WG gemeinsam rausgeht.

+++ Ab dem 18. Mai soll die Wiederöffnung der Schulen und Kitas weitergehen +++

Der Bremer Senat wird am nächsten Dienstag über die Umsetzung der angekündigten Lockerung der Kontaktbeschränkungen beraten, sagte Bovenschulte auf Bremen Zwei. Künftig sollen wieder die Angehörigen zweier Haushalte gemeinsam rausgehen können. Außerdem soll ab dem 18. Mai die nächste Phase der Rückkehr der Kinder in die Schulen und Kitas beginnen. So solle ab dem 18. Mai der Präsenzunterricht in Kleingruppen ausgebaut werden.

+++ Bürgermeister Bovenschulte: "Das Virus ist weiter unter uns" +++

Man könne nicht sagen, dass die Corona-Pandemie besiegt sei, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) auf Bremen Zwei. Zwar sei klar, dass der Zustand, der vergangenen Wochen nicht bis in alle Ewigkeit fortgesetzt werden könne. Jetzt sei aber die Frage, was die Konsequenzen der Lockerungen seien. Das müsse man weiter beobachten. Bovenschulte warnte: "Wenn wir jetzt undiszipliniert werden, wird das Infektionsgeschehen wieder anziehen."

+++ Bürgermeister Bovenschulte jetzt im buten un binnen-Radio +++

Der Bremer Senat will am nächsten Dienstag weitere Lockerungen der Corona-Auflagen beschließen. Das hat Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) nach dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwochabend bei buten un binnen angekündigt. Ab 7:30 Uhr spricht Bovenschulte über den aktuellen Stand der Pläne auch auf Bremen Zwei, ab 8 Uhr auf Bremen Vier, ab 8:30 Uhr auf Bremen Eins und ab 9 Uhr auf Bremen Next.

+++ Innensenator Mäurer kritisiert Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga scharf +++

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) sagte zu buten un binnen: "Der Profifußball hat eine Vorzugsbehandlung bekommen. Das war für mich wenig überraschend. Es geht dabei um viel Geld. Und da werden alle Bedenken hinten angestellt. Aber ich halte es für möglich, dass sich das Ganze noch völlig anders entwickelt als von der DFL geplant."

+++ Bremer Senat will nächste Woche über weitere Lockerungen beraten +++

Ab dem 18. Mai will Bremen die Wiederöffnung von Gastronomie und Hotelerie, die Rückkehr der Kinder in die Kitas und Schulen beschließen. Doch wie genau, dass muss noch bis Anfang nächster Woche geklärt werden, sagte Bürgermeister Bovenschulte. Eine weitere Lockerung: Paare aus verschiedenen Haushalten dürfen sich wieder öffentlich treffen.

Das Innenressort prüft außerdem, wie Bremen die ab dem 15. Mai erlaubten Geisterspiele der Fußball-Bundesliga durchführen kann. Unter anderem müsse ein Fanauflauf verhindert werden, sagte Bovenschulte. Er kritisierte den geplanten Wiederanpfiff, sagte aber: "Ich möchte nicht dem lokalen Verein dafür, dass wir uns nicht durchgesetzt haben und dass die DFL so unverständig ist, ins Kreuz treten." Werder müsse jetzt auch im Weserstadion spielen können und nicht irgendwo anders. Bovenschulte mahnte grundsätzlich aber auch zur Vorsicht: Der Rückgang der Infektionszahlen sei ein "fragiler Erfolg". Es gehe daher nicht um Lockerungen um jeden Preis.

+++ DFL setzt Fußball-Bundesliga ab dem 15. Mai fort +++

Nun gibt es ein festes Datum für die Rückkehr des Fußballs: Ab dem 15. Mai soll die aktuelle Saison fortgesetzt werden. Das entschied das DFL-Präsidium und informierte die Vereine. Die Entscheidung folgt auf die Bekanntgebung der Bundesminister vom Nachmittag, dass man sich auf politischer Ebene "auf einen Zeitraum vom 15. bis 31. Mai" geeinigt habe; das genaue Datum wolle man letztlich der DFL überlassen. Dass diese nun den frühstmöglichen Termin wählt, hatte unter anderem Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) befürchtet, der der Fortsetzung der Saison in Form von Geisterspielen ohnehin skeptisch gegenübersteht. Für Werder Bremen geht es nach dem Spielplan vor der Corona-Krise als nächstes gegen Bayer Leverkusen; wann das Spiel stattfindet, steht noch nicht fest. Auch Werder hatte sich für einen späteren Start der Bundesliga ausgesprochen und den 23. Mai als Datum ins Gespräch gebracht.

+++ 49 neue bestätigte Corona-Fälle im Land Bremen +++

Im Land Bremen sind weitere 49 bestätigte Corona-Fälle gemeldet worden. Das besagen die aktuellen Zahlen des Gesundheitsamts. 41 Fälle davon gibt es in Bremen. Acht weitere Fälle wurden aus Bremerhaven gemeldet. Genesen sind im Land Bremen insgesamt 559 Menschen. Die Zahl der Toten liegt unverändert bei 32. Damit sind derzeit offiziell 375 Menschen im Land mit dem Virus infiziert. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen im Land Bremen seit Beginn der Corona-Pandemie liegt jetzt bei 966.

Mehrere Corona-Fälle meldet das Klinkum Bremen-Nord. Auf der Geriatrie-Station des Krankenhauses seien 6 Patienten und 2 Mitarbeiter positiv getestet worden. Die Station nimmt derzeit keine neuen Patienten mehr auf. Das Gesundheitsamt bemüht sich jetzt, mögliche Kontaktpersonen der Infizierten zu ermitteln. Mehrere Infektionen gibt es auch in einem Bremer Call-Center. Weitere Details sind zur Zeit nicht bekannt.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 7. Mai 2020, 19:30 Uhr