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Corona-Ticker (4. Mai): Spielplätze werden wieder geöffnet

Eine weitere Lockerung der Corona-Maßnahmen kommt auf Bremen zu, die besonders Eltern freuen dürfte: Ab Samstag dürfen Spielplätze unter Auflagen wieder betreten werden. Die Entwicklungen im Liveticker.

Ein Mädchen auf einem Spielplatz hängt an einer Seilbahn.
Bild: Imago | PhotoAlto

+++ Bremer Spielplätze ab dem 9. Mai wieder offen +++

Auch auf Bremens Spielplätzen sollen die bisherigen Coronamaßnahmen gelockert werden: Schon ab dem 9. Mai will der Bremer Senat die Spielplätze wieder öffnen. Das geht aus einer Beschlussvorlage der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport hervor, die buten un binnen vorliegt. Demnach arbeiten derzeit mehrere Senatsressorts an einer "Spielplatz-Etikette", die dann vorerst gelten soll. Diese beinhalte mehrere Eckpunkte:

  • Erlaubt ist der Zutritt nur alleine, in Zweiergruppen oder mit Menschen, mit denen man einen Haushalt teilt.
  • Kinder dürfen nur unter Aufsicht der Erziehungsberichtigten auf Spielplätze.
  • Ein Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen Personen ist vorgeschrieben.
  • Auch auf Bänken gilt ein Mindestabstand von 1,50 Meter.
  • Picknicken und Grillen ist nicht erlaubt.

+++ Ein neuer Coronafall im Land Bremen +++

Laut den aktuellen Zahlen des Gesundheitsressorts gibt es in Bremen eine weitere Person, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Zurzeit führe man in Bremen etwa 540 Tests am Tag durch. Die Gesamtzahl der Infizierten steigt mit dem neuen Fall auf 894 Personen; 500 davon sind von dem Virus genesen, die Todeszahl stieg mit einem weiteren Verstorbenen in Bremerhaven auf 32, so die aktuellen Statistiken. Aktuell müssen im Land Bremen 56 Personen stationär versorgt werden, sieben davon auf Intensivstationen. Sechs der intensivmedizinisch behandelten Personen müssen beatmet werden.

+++ Bremen plant weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen für Mitte Mai +++

Nach der Ankündigung Niedersachsens, die geltenden Corona-Maßnahmen im Mai stufenweise lockern zu wollen, zieht Bremen nach buten un binnen-Informationen nun nach. Wie aus einer Vorlage aus dem Wirtschaftsressort hervorgeht, sollen Restaurants und Hotels ab Mitte Mai unter Auflagen ihren Betrieb wieder aufnehmen können. Auch der Zoo am Meer in Bremerhaven solle beispielsweise wieder öffnen dürfen. Wann und in welcher Größe Veranstaltungen wieder stattfinden können, bleibe jedoch weiterhin Gegenstand von Diskussionen, heißt es in der Vorlage. Über die Details will der Senat am Dienstagnachmittag in einer Pressekonferenz informieren.

Wir werden nochmal beraten. Die gemeinsame Grundlage der norddeutschen Länder war eigentlich der 18. Mai. Jetzt geht Niedersachsen eine Woche vor und wir müssen gucken, ob wir abweichend von unserer Vorlage im Senat morgen nochmal etwas anderes beschließen.

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke)
Kristina Vogt (Linke), Wirtschaftssenatorin

Niedersachsen will seine Gastronomie wieder öffnen

Video vom 4. Mai 2020
Ein Lokal an der Bremer Schlachte, vor dem die Stühle auf dem Boden liegen. Drumrum ist Absperrband aufgestellt.

+++ Protest vor Bremer Gesundheitsbehörde gegen Aufnahmestelle für Asylbewerber +++

Rund 80 Personen haben sich am Montagnachmittag an einer Kundgebung vor der Bremer Gesundheitsbehörde beteiligt. Die Demonstranten forderten erneut die Schließung der Landeserstaufnahmestelle (Last) in der Lindenstraße in Bremen-Vegesack. Mehrere Initiativen und Geflüchtete verlangen das bereits seit Wochen.

Die Aktivisten forderten in einer Mitteilung außerdem eine öffentliche Erklärung und persönliche Entschuldigung von Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) "für ihr Schweigen und ihr Nicht-Handeln, mit dem sie die Menschen in der Lindenstraße einer massiv erhöhten Gesundheitsgefährdung ausgesetzt hat". Sie habe "zusammen mit Sozialsenatorin Anja Stahmann die geflüchteten Menschen, die in der Lindenstraße leben, einem erheblichen Infektions- und Gesundheitsrisiko ausgesetzt", so der Vorwurf.

Als Mitte April die ersten Corona-Infektionen in der Flüchtlingsunterkunft festgestellt wurden, spitzte sich der Konflikt zwischen den Behörden und den Initiativen weiter zu. Mehr als 140 Bewohnern der Einrichtung waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. In der vergangenen Woche wurde schließlich die Bremer Geschäftsstelle der Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit Steinen und mit Farbe gefüllten Bierflaschen beworfen. Die AWO betreibt die Last im Auftrag der Bremer Sozialbehörde.

+++ Niedersachsen will Regeln für Gastronomie lockern +++

Niedersachsen will die Gastronomie ab dem kommenden Montag mit Einschränkungen wieder öffnen. Restaurants, Gaststätten und Biergärten sollen dann mit maximal der Hälfte der Plätze für Gäste öffnen können, sagte Landeswirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Zudem soll eine Reservierungspflicht gelten.

Der Vorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Bremen (DEHOGA), Detlef Pauls, begrüßt diesen Schritt: "Das ist endlich ein Zeichen, dass es für uns Gastronomen eine Perspektive gibt." Er gehe davon aus, dass Bremen es Niedersachsen gleichtun wird. Darüber brauche es jetzt so schnell wie möglich Klarheit.

+++ Bremerhavener Polizei löst Poker-Turnier auf +++

Die Bremerhavener Polizei hat ein Poker-Turnier aufgelöst. Das illegale Treffen fand schon vergangenen Donnerstag statt, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Beamten hatten nach einem Tipp ein Haus in der Bürgermeister-Smidt-Straße durchsucht. Dort trafen sie 16 Menschen an, die an Tischen Poker spielten. Gegen sie wird nun wegen Verstoß gegen die Corona-Beschränkungen ermittelt.

+++ Zoo im Landkreis Cuxhaven öffnet wieder – Öffnung in Bremerhaven noch unklar +++

Der Zoo in der Wingst im Landkreis Cuxhaven wird am 6. Mai wieder geöffnet. Allerdings gilt auf dem gesamten Gelände die Abstandsregel von 1,5 Meter. Einige Wege dürfen nur als Einbahnstraße benutzt werden. Zudem finden keine Führungen und Schaufütterungen statt. Getränke und Snacks gibt es außerdem zum Mitnehmen. Inwieweit die Spielplätze auf dem Gelände geöffnet werden können, steht noch nicht fest. Wann der Zoo am Meer in Bremerhaven wieder öffnet, steht bisher nicht fest, teilte ein Sprecher des Magistrats mit.

+++ Bremer Stadtbibliothek öffnet wieder +++

Die Bremer Stadtbibliothek öffnet am heutigen Montag wieder, allerdings nur eingeschränkt. Bis auf Weiteres ist nur die Ausleihe und Rückgabe von Medien möglich. Der Aufenthalt in der Bücherei ist nicht möglich. So soll das Ansteckungsrisiko reduziert werden, wie es auf der Homepage der Stadtbibliothek heißt. Außerdem darf nur eine begrenzte Anzahl von Menschen gleichzeitig in der Bibliothek sein, sie müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, den Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten und Kinder dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen kommen.

In Bremerhaven kann man aktuell nur über den Online-Katalog Bücher aussuchen und bestellen. Dann packen die Büchereimitarbeiter ein Paket, das man abholen kann.

+++ Viertklässler gehen wieder zur Schule +++

In Bremen und Niedersachsen gehen die Viertklässler seit heute wieder in die Schule. In Bremen starten zusätzlich die Schüler, die nächstes Jahr ihr Abitur machen. Der Plan ist, die Kinder und Jugendlichen in Kleingruppen stundenweise und an unterschiedlichen Tagen zu unterrichten. "Es wird bis zum Sommer keinen schulischen Vollbetrieb geben", betonte Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD). Das Ziel sei, dass jede Schülerin und jeder Schüler aber regelmäßig tage- oder wochenweise in die Schule komme, sagte Bogedan.

+++ Friseursalons im Land Bremen dürfen ab heute wieder öffnen +++

Mehr als fünf Wochen waren sie geschlossen, ab heute dürfen Friseursalons im Land Bremen wieder waschen, schneiden, fönen. Allerdings gelten besondere Hygienemaßnahmen. So müssen die Friseure Mund-Nase-Schutzmasken tragen, außerdem dürfen Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege derzeit nicht ausgeführt werden. Jeder dritte Bundesbürger will jetzt schnell wieder zum Friseur. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse Agentur.

+++ Werder Bremen will Spieler nicht zu möglichen Geisterspielen zwingen +++

Im Interview mit buten un binnen mit Sportblitz hat Werder Aufsichtsratchef Marco Bode Verständnis für möglicherweise besorgte Spieler geäußert. Der Verein werde aus seiner Sicht niemals jemanden zwingen. "Wenn wir nochmal Spiele in dieser Bundesliga-Saison oder in der kommenden Hinrunde sehen wollen, brauchen wir hochmotivierte Profis, die nach wie vor in dieser Situation gewinnen wollen. Und das kann ich nicht tun, wenn jemand eigentlich nicht will", sagte Bode.

+++ Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" bleibt vorerst in Cuxhaven +++

Ursprünglich sollte das Schiif am Sonntagabend Cuxhaven verlassen und in die Deutsche Bucht hinaus fahren. Grund dafür waren Umweltvorschriften. Unter anderem hätte das Kreuzfahrtschiff des TUI-Konzerns altes Wasser ablassen sollen. Nach Informationen der Deutschen Presse Agentur bleibt das Schiff jetzt bis auf weiteres in Cuxhaven. Zunächst soll wohl abgewartet werden, wie die Corona-Tests der Menschen an Bord ausfallen. Insgesamt befinden sich rund 2.900 Menschen auf dem Schiff. Es handelt sich um Crew-Mitglieder verschiedener anderer Kreuzfahrtschiffe des Konzerns. Ein Crew-Mitglied war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Jetzt werden alle Menschen an Bord getestet. Die Ergebnisse sollen am Montagabend vorliegen. Dann werde über das weitere Vorgehen entschieden, hieß es am Sonntag.

Die "Mein Schiff 3" wird bis auf weiteres in Cuxhaven bleiben, um nach Vorlage der Ergebnisse das weitere Vorgehen in Zusammenarbeit mit allen zuständigen Behörden zu bestimmen.

+++ Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Land Bremen steigt auf 893 +++

Von Samstag auf Sonntag sind im Land Bremen 18 weitere bestätigte Corona-Fälle gemeldet worden. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen steigt damit auf 893. Die Zahl der Genesenen hat sich nicht verändert. Sie liegt weiterhin bei 438. Weitere Todesfälle gab es seit Samstag nicht.

Von den 18 neuen Fällen wurden 17 aus der Stadt Bremen gemeldet und einer aus Bremerhaven. Aktuell werden im Land 57 Patienten stationär versorgt, davon elf auf Intensivstationen. Sieben Menschen müssen beatmet werden.

Corona-Krise: Auswirkungen für Menschen mit Beeinträchtigungen

Video vom 3. Mai 2020
Die blinde Sängerin Corinna May mit Nase-Mund-Schutz im Supermarkt.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 4. Mai 2020, 19:30 Uhr