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Corona-Ticker (5. April): 2 neue Todesfälle in Bremen

Bremen meldet mit fünf neuen Fällen einen leichten Anstieg der Corona-Neuinfektionen, am Samstag waren es 34. Im Land Bremen sind insgesamt 393 Infektionen registriert.

Abstricj-Röhrchen liegt auf Überweisungsschein
Bild: Imago | xBjörnxHakex

+++ Bremen meldet 2 neue Corona-Todesfälle – Gesamtzahl der Infektionen steigt auf 393 +++

Am Sonntag hat das Gesundheitsressort insgesamt fünf Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Land Bremen gemeldet – drei in Bremen und zwei in Bremerhaven. Damit ist die Zahl nach 34 Neuinfektionen am Samstag wieder deutlich gesunken. Darüber hinaus sind in Bremen zwei weitere Menschen an den Folgen ihrer Corona-Infektion verstorben. Einer der Patienten wohnte in einem Pflegeheim, in dem es schon drei weitere Todesfälle gegeben hatte. Auch bei dem anderen Mann handelt es sich um einen Patienten aus einem Pflegeheim. Laut Gesundheitsressort sind insgesamt 30 bestätigte Infektionen aus sechs Pflegeheimen bekannt. Zwei Heime stehen unter Quarantäne. Darüber hinaus wurden bei einem ambulanten Pflegedienst, bei dem es einen Corona-Fall gegeben hatte, 31 Menschen getestet. Bisher waren alle Getesteten nicht mit dem Virus infiziert.

+++ Kreuzfahrtschiff "Amera" in Bremerhaven eingetroffen +++

Das in Bremerhaven erwartete Kreuzfahrtschiff "Amera" mit über 1.000 Menschen an Bord ist am Sonntagmorgen in Bremerhaven eingetroffen. Am frühen Samstagmorgen war ein Passagier an einer schweren Vorerkrankung gestorben, teilte das Gesundheitsressort mit. Aus den Meldungen des Bordarztes ergäben sich keine Anzeichen für eine Corona-Infektion an Bord, trotzdem werde bei dem Verstorbenen ein Corona-Test durchgeführt. An Bord des Schiffes befinden sich 568 Passagiere sowie 423 Crew-Mitglieder.

+++ Kritik an niedersächsischer Landesregierung wegen Besuchsverbot +++

Die Opposition fordert von der niedersächsischen Landesregierung, in der Corona-Krise sorgfältiger vorzugehen. Hintergrund ist der Wirbel um ein strenges Besuchsverbot auch in Wohnungen und auf dem Privatgrundstück. Dieses hatte die Landesregierung am Freitag bekanntgegeben, es am Samstag allerdings schon wieder zurückgenommen und entsprechende Korrekturen angekündigt.

Die FDP kritisiert, die Landesregierung gehe zu leichtfertig mit den Bürgerrechten um. Gesundheitsministerin Reimann und Ministerpräsident Weil müssten sich erklären. Auch die Grünen reagierten verärgert: zwar sei in der in der Corona-Krise Eile geboten, solche Fehler dürften allerdings nicht passieren.

+++ Rettungsschirm für die BSAG? +++

Die Bremer Straßenbahn AG muss durch die Coronakrise massive Verluste hinnehmen: Unternehmensangaben zufolge mindestens 150.000 Euro pro Tag. 70 bis 80 Prozent weniger Fahrgäste nutzen Busse und Bahnen. Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne) zeigte sich im Gespräch mit buten un binnen besorgt über die Situation. Ein Lichtblick könnte ein Rettungsschirm für Verkehrsunternehmen sein, den Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Schaefer zufolge in einer Telefonkonferenz ins Spiel gebracht hat.

+++ Weiteres Kreuzfahrtschiff in Bremerhaven erwartet +++

In Bremerhaven wird heute ein weiteres Kreuzfahrtschiff mit etwa 1000 Menschen an Bord erwartet. Ein Passagier mit einer schweren Vorerkrankung war gestern früh gestorben – ob er mit dem Corona-Virus infiziert war, soll jetzt getestet werden. Die fast 600 Passagiere und mehr als 400 Crewmitglieder können aber abreisen, teilte das Bremer Gesundheitsressort mit. Die Behörden in den Heimatorten seien informiert, hieß es: Sollte bei dem Toten das Virus gefunden werden, würden alle – Passagiere und Crewmitglieder – in Quarantäne geschickt.

+++ Bremen meldet am Samstag 34 Neuinfektionen – deutlich mehr als zuletzt +++

Im Land Bremen hat die Zahl der Neuinfektionen einen deutlichen Sprung gemacht. Inzwischen sind es 388 bestätigte Fälle, ein Plus von 34 Fällen. Die Zahl der Genesenen ist mit 135 gleich geblieben. Alle Neuinfektionen wurden in Bremen registriert, in Bremerhaven sind es nach wie vor 23 Fälle. In Niedersachsen stieg die Zahl um gut 300 auf mehr als 5.700 Fälle. In Niedersachsen starben bislang 89 Menschen an dem Virus, im Land Bremen sind es sechs. Da die Entwicklung in Bremen noch unter Kontrolle ist, haben die Behörden internationale Hilfe angeboten. Auf der Intensivstation im Klinikum Bremen-Mitte werden deshalb inzwischen auch zwei schwer erkrankte Menschen aus Frankreich behandelt.

Tägliche Neuinfektionen im Land Bremen

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Klinikum Bremen-Mitte behandelt französische Corona-Patienten

Video vom 4. April 2020
Zwei Menschen mit Schutzkleidung und Gesichtsmasken transportieren einen Patienten auf einer Liege aus einem Krankenwagen.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 4. April 2020, 19:30 Uhr